B
A
S
Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e. V.

Jahresarchiv für 2007

Verbreitungsatlas der Moose Deutschlands – das neue Standwerk der Bryologie

Sonntag, den 11. November 2007

Besprechung von ANNEMARIE RADKOWITSCHVerbreitungsatlas der Moose Deutschlands

Mit dem „Verbreitungsatlas der Moose Deutschlands“ von LUDWIG MEINUNGER und WIEBKE SCHRÖDER setzt die Regensburger Botanische Gesellschaft als Herausgeberin ihre bryologische Tradition fort, die bereits der Gründer David Hoppe im 18. Jahrhundert begonnen hat. In diesem neuen Standardwerk liefern die Autoren zu jeder der 1.159 im Gebiet vorkommenden Moosarten eine kurze Beschreibung zu Morphologie, Standortansprüchen, Soziologie, Verbreitung im Gebiet mit wichtigen Literaturhinweisen, sowie eine regionalisierte Gefährdungseinschätzung. Am Ende jedes Bandes ist für jede Art eine ganzseitige, farbige Verbreitungskarte abgedruckt, die im Quadrantenraster den Ist-Zustand (Angaben seit 1980) und die historischen Angaben (vor 1980) in zwei Kategorien (mit und ohne Beleg) darstellt. Die Bücher sind mit 164 teilweise farbigen Fotos und Zeichnungen illustriert. Bei der Auswahl der Bilder wurde Wert darauf gelegt, dass die Arten nicht in anderen gängigen Floren abgebildet sind. Zehn Fotografen lieferten Fotos für den Atlas. Die meisten Bilder stammen von Michael Lüth und dem Herausgeber. Die Bestimmungsschlüssel zu einigen schwierigen Gattungen werden viel Aufmerksamkeit erregen.
Das Werk erscheint in 3 Bänden:

Den ganzen Beitrag lesen…

Neues Programm zur schnellen Eingabe von Artenlisten und Einzelfunden

Sonntag, den 11. November 2007

Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat in Zusammenarbeit mit
Artenerfassungsprogramm Pflanzen unserer Arbeitsgemeinschaft ein Programm entwickelt, mit dem Artenlisten, Vegetationsaufnahmen und Einzelfunde mit den dazugehörenden Fundortdaten auf einfache Weise in eine Datenbank eingegeben werden können. Die Eingabe der Arten erfolgt mit achtstelligen Kürzeln. Für die Eingabe steht die Standardliste Baden-Württemberg zur Verfügung, die außer den gültigen Namen auch zahlreiche Synonyme enthält (BUTTLER, K. P. & HARMS, K. 1998: Florenliste von Baden-Württemberg. Liste der Farn- und Samenpflanzen (Pteridophyta et Spermatophyta). – Fachdienst Naturschutz, Artenschutz 1 (Hrsg.: Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg). – 486 S.; Karlsruhe). Zur Erleichterung der Eingabe der Fundortdaten sind für etliche Felder ebenfalls Standardlisten hinterlegt, z.B. für Naturraum, Gemeinde und Landkreis.
Das Programm verfügt über eine Recherchefunktion. Mit dieser können nach verschiedenen Kriterien wie Artname oder Naturraum die Fundorte zusammengestellt werden. Bei der Ausgabe der Einzelfunde, Artenlisten und Vegetationsaufnahmen besteht die Möglichkeit, die einzelnen Felder der Fundortdaten und der Populationsangaben zu den Arten auszuwählen. Die Ausgabe erfolgt bei der aktuellen Version 1.0.1 im HTML-Format.
Bezogen werden kann das Programm derzeit von der Geschäftsstelle der BAS. Zukünftig wird es möglich sein, das Programm von der Internetseite der LUBW herunterzuladen.

Gesucht – erloschene Pflanzenvorkommen

Sonntag, den 11. November 2007

ARNO WÖRZ

Für die Weiterführung der floristischen Kartierung von Baden-Württemberg ist es nicht nur wichtig, neue Funde zu dokumentieren, sondern auch das Verschwinden von Arten an ihren Wuchsorten.
Wir bitten daher alle Floristen und Naturschützer uns Mitteilung von seltenen Arten, Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie und Arten der Roten Liste Baden-Württemberg (v.a. RL-Status 1, 2 und R) zu machen, die an ihrem Fundort nachweislich erloschen sind. Die Angaben sollten möglichst vollständig sein: TK/Quadrant, R/H-Wert, Datum, Beobachter etc.; eventuell mit Karte). Zusätzlich bitte wir, soweit bekannt, den Grund für das Verschwinden der Art anzugeben.
Mitteilungen bitte an MARTIN ENGELHARDT oder DR. ARNO WÖRZ, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, Rosenstein 1, 70191 Stuttgart, E-Mail: woerz.smns(at)naturkundemuseum-bw.de oder engelhardt.smns(at)naturkundemusem-bw.de

Anmerkung der Redaktion: Verlustmeldungen können nach wie vor auch in unserer Zeitschrift „Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland“ in der Rubrik „Neue Fundorte – Bestätigungen – Verluste“ veröffentlicht werden – Zusendung von Meldungen bitte an die Redaktion.

Pflanzenpresse Nr. 16 vom Oktober 2007 (16 S.)

Sonntag, den 11. November 2007

Veranstaltungen und Termine
Mitteilungen aus den Arbeitskreisen
Aufruf zu Fundortmitteilungen
Fundortmeldungen – direkt über das Internet
Neues Eingabeprogramm
Literaturbesprechung
Impressum

ISSN 1864-4864

Pflanzen des Monats

Sonntag, den 22. April 2007

Kartierung der Flora von Karlsruhe und Umgebung

Annemarie Radkowitsch

Die „Pflanzen des Monats“ zeigen einige ausgewählte Farn- und Blütenpflanzen der Montagsexkursionen zur Erfassung der Flora von Karlsruhe und Umgebung. Sie sollen an der Flora interessierten Personen Anregung geben für eigene Beobachtungen und Kartierungen von Pflanzen. Die links zu den aktuellen Verbreitungskarten des staalichen Museums für Naturkunde Stuttgart geben Hinweise auf derzeit bekannte Vorkommen der Arten. Falls neue Funde gemacht werden, können diese bei den Fundortmeldungen angegeben werden.

April

Purpur-Storchschnabel – Geranium purpureum
(Verbreitungskarte *)

geraniumpurpureum.jpg
War der Purpur-Storchschnabel vor 10 Jahren nur gelegentlich an den Bahnhöfen Südwestdeutschlands zu finden, so hat er sich bis heute sehr stark ausgebreitet. Dieser Neophyt kommt seit ca. 1890 in Deutschland vor. Er kann mit dem Rupprechtskraut (Geranium robertianum) verwechselt werden. Der Purpur-Storchschnabel unterscheidet sich v.a. durch die nur 0,5-1mm lange Granne an der Spitze der Kelchblätter vom Rupprechtskraut sowie die fehlenden langen Drüsenhaare an den Kelchblättern. Er besitzt nur eine gleichmäßige kurze dichte Behaarung an den Kelchen. Auffallend sind auch die nicht rot verfärbten, sondern frisch grün bleibenden Kelchblätter, wenn die Pflanze fruchtet. Blütenmerkmale sind besonders im Laufe des Sommers nur mit Vorsicht zu betrachten.
Fundort: TK 7115/21 – Muggensturm, Bahnhof.

Den ganzen Beitrag lesen…

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland Band 4 (2007) ISSN 1617-5506

Sonntag, den 22. April 2007

2007berichte04.jpg

Download als PDF (17 MB)

Den ganzen Beitrag lesen…

17. Südwestdeutscher Floristentag 2007

Mittwoch, den 4. April 2007

Am Samstag, den 12. Mai, findet der 17. Südwestdeutsche Floristentag in Karlsruhe statt.

Für diesen Tag ist eine Vortragsreihe mit Beiträgen aus den Bereichen Floristik, Vegetations kunde und Taxonomie vorgesehen. Diese Veranstaltung soll dazu dienen, neue Ergebnisse und Untersuchungen zur Flora und Vegetation Südwestdeutschlands und der angrenzenden Naturräume vorzustellen, aber auch, um persönliche Kontakte unter Floristen und Vegetationskundlern zu knüpfen oder zu vertiefen.

Den ganzen Beitrag lesen…

Ein neuer Beirat stellt sich vor

Donnerstag, den 29. März 2007

Annemarie Radkowitsch

Vorstand der BAS mit Beirat in Karlsruhe:

beirat450.jpg
Vordere Reihe von links: Uwe Fessenbecker, Rita Hofbauer, Annemarie Radkowitsch, Thomas Breunig, Norbert Höll, Reinhardt Böcker. Hintere Reihe von rechts Helmut Herwanger, Adam Hölzer, Jürgen Vögtlin, Eberhardt Koch, Siegfried Demuth, Markus Sonnberger. Nicht im Bild Walter Lang, Dagmar Lange.

Der Beirat ist in der Vereinsarbeit der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V. (BAS) ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern. Als regionale Vertreter unterstützen die Beiräte in ihrem Tätigkeitsumfeld die floristische Kartierung, führen Exkur­sionen durch, beteiligen sich an der Öffentlichkeitsarbeit und stehen als Ansprechpartner für botanisch Interessierte vor Ort zur Verfügung. Unter­stützt werden sie dabei durch den Vorstand. Außerdem trägt der Beirat wesentlich zum vielfältigen Angebot der BAS für ihre Mitglieder bei durch Übernahme spezieller Aufgaben wie Aufbau und Pflege der Homepage, die Betreuung der Linksammlung, die Entwicklung einer Datenbank zur Eingabe und Verwaltung floristischer Daten sowie der Unterstützung beim Aufbau der Vereinsherbarien.

Den ganzen Beitrag lesen…

Gesucht wird die Deutsche Mispel (Mespilus germanica L.) –Wildvorkommen und alte Obstbäume

Donnerstag, den 29. März 2007

Sdravko Vesselinov Lalov

Die Deutsche Mispel kommt ursprünglich wohl nur im Schwarzmeer- und Kaukasusgebiet wild vor, wurde aber seit der Römerzeit in ganz Süd- und in Teilen Mitteleuropas als Obstbaum angebaut und bürgerte sich stellen­weise ein. Die Art kommt bevorzugt in Wäldern, in aufgelassenen Wein­bergen und Obstgärten, in Hecken und Gebüschen, an Weg- und Waldrändern sowie in Hohlwegen vor. Insgesamt ist die Mispel deutschlandweit als selten einzustufen, die Vorkommen sind vor allem durch direkte Zerstörung bei Flurbereinigungen, Baumaßnahmen sowie Randstreifenpflege gefährdet, aber auch durch die Umwandlung von Niederwäldern und landwirtschaftlichen Flächen in schattige Hochwälder.

mispilus.jpg

Den ganzen Beitrag lesen…

Kartierung der Torfmoose in Südwestdeutschland

Donnerstag, den 29. März 2007

Adam Hölzer

Torfmoose werden oft auch von Bryologen als schwierige Gruppe eingestuft, was aber hauptsächlich daran liegt, dass man zu ihrer sicheren Bestimmung meist zum Mikroskop greifen muss und die Variabilität der Arten entsprechend den ökologischen Bedingungen sehr groß ist. Allerdings ist auch gerade diese Eigenschaft das besonders reizende Element an ihnen. Hat man sich eingearbeitet und die Anfangsschwierigkeiten überwunden, dann lässt sich an wenigen Pflanzen sehr viel über den Standort ablesen. Dies gilt selbst noch für ihre Reste in Jahrtausende alten Torfen.

Im Rahmen der Arbeiten an den “Moosen Baden-Württembergs” wurden die Kartierungsarbeiten an den Torfmoosen stark intensiviert. Allerdings gibt es immer noch Lücken in den Verbreitungskarten. Auch war das MTB-Raster für weitergehende Aussagen zu grob. Deshalb wurden die Arbeiten fortgesetzt und auch über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus ausgedehnt.

Den ganzen Beitrag lesen…