Archiv für den Tag: 11. Dezember 2010


Aufruf zur Gründung einer Regionalgruppe in der Kurpfalz

Die botanischer Erforschung der Kurpfalz hat eine lange Tradition. Die ältesten floristischen Angaben stammen bereits aus dem 16. Jh. vom Heidelberger Arzt Tabernaemontanus (eigentlich Jacob Theodor). Im Rahmen der floristischen Kartierung Südwestdeutschlands möchte die BAS ihren zahlreichen Mitgliedern aus dem Rhein-Neckar-Raum anbieten, mit der Gründung einer Regionalgruppe an diese Tradition anzuknüpfen. Bezugsgebiet ist dabei im Wesentlichen der Rhein-Neckar-Kreis, der Neckar-Odenwald-Kreis, die Stadtkreise Mannheim und Heidel¬berg sowie die angrenzenden Gebiete in Südhessen, der Vorderpfalz und Unterfranken. Hauptaktivität der Regionalgruppe soll dabei in erster Linie die floristische Kartierung des Gebietes sein, wobei während der Saison mindestens monatlich eine gemeinsame Exkursion stattfinden soll. Auch für das Winterhalbjahr sind Treffen vorgesehen, während derer Kartiermethoden diskutiert, Herbarmaterial durchgesehen und Bestimmungsprobleme besprochen werden sollen. Schwerpunkte könnten die artenreiche Adventivflora sein oder die Kartierung sonst wenig begangener Gebiete; auch Vorträge sind denkbar. Die Regionalgruppe soll einen zwanglosen Charakter haben, und natürlich sind keine zusätzlichen Mitgliederbeiträge beabsichtigt.
Um das Interesse an einer solchen Regionalgruppe auszuloten, bitte ich um Ihre Mitteilung. Sollten sich genügend Interessenten finden, so könnten wir – etwa im Anschluss an die jährliche Mannheim-Exkursion – schon im September über das weitere Vorgehen beraten um dann 2012 die Arbeit aufnehmen.
Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei:

Markus Sonnberger, Weinweg 20, 69253 Heiligkreuzsteinach, Tel. 06220/912266,
vorzugsweise auch per E-Mail: mmsonnberger(at)aol.com


Gesucht: Fundmitteilungen und Belege von Spergula morisonii und Spergula pentandra aus Baden-Württemberg

ANDREAS KLEINSTEUBER

Von Spergula morisonii und Spergula pentandra liegen aus Baden-Württemberg Angaben aus dem Oberrheingebiet, dem Maingebiet und dem Alpenvorland vor. Trotz der Arbeiten von HEGELMAIER (1890: Zur Kenntnis der Formen von Spergula L. mit Rücksicht auf das einheimische Vorkommen derselben. – Jahresh. Ver. Vaterl. Naturkunde Württemberg 46: 98-105; Stuttgart) und SEYBOLD (1990: Spergula. – In: Sebald O., Seybold S. & Philippi G. (Hrsg.): Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs. Band 1: 421-423. Verlag Eugen Ulmer; Stuttgart) war bisher aber nicht sicher, ob Spergula pentandra überhaupt in Baden-Württemberg vorkommt oder ob alle Nachweise zu Spergula morisonii gehören.
Ein Herbariumsfund von Spergula pentandra aus dem baden-württem-bergischen Maingebiet hat mich nun dazu veranlasst, die Verbreitung und auch die in den Floren angegebenen Unterscheidungsmerkmale näher zu untersuchen. Ich bin deshalb an Fundortmitteilungen und an der Zusen¬dung von Herbarbelegen interessiert. Die Belege werden nach kurzer Bearbeitungszeit zurückgesandt.

Adresse:
Andreas Kleinsteuber, Weißdorweg 35, 76149 Karlsruhe
E-Mail: Kleinsteuber-books(at)kabelbw.de


Stand der Fundortmeldungen per Internet

THOMAS BREUNIG

Während der Vegetationsperiode 2010 sind von 31 Botanikerinnen und Botanikern 537 Fundortmeldungen per Internet eingegangen (Stand 15. Oktober 2010). Sie können auf unserer homepage unter dem Punkt „Kartierung – Gemeldete Fundorte“ angesehen werden. Insgesamt hat sich damit die Anzahl der genauen Einzelfundmeldungen auf 1.048 erhöht. Wie in den Jahren zuvor waren darunter viele bemer­kenswerte Funde. Interessante Meldungen kamen unter anderem von:

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Hölzer, Adam 2010: Die Torfmoose Südwestdeutschlands und der Nachbargebiete. – Weissdorn-Verlag, 247 S.; Jena. ISBN 978-3-936055-62-7 (29,95 €)

Moore und ihre Vegetation stellen seit mehr als 40 Jahren das Arbeitsgebiet des Autors dar. Er arbeitet sowohl über die gegenwärtigen Flora als auch anhand von Bohrkernen aus Mooren an der Vegetations-geschichte SW-Deutschlands, wobei sich beide Arbeitsgebiete ideal ergänzen.

Illustrierte Schlüssel, Artbeschreibungen, kritische Anmerkungen zur Artunterscheidung, Angaben zu Ökologie und Naturschutz, ergänzt durch Farb- und Mikrophotos, bieten vielseitige Informationen zu allen in West-, Süd- und Mitteleuropa vorkommenden Arten. Durch die leicht verständ-lichen Bestimmungsschlüssel wird dem Anfänger der Einstieg in diese Gruppe erleichtert. Die Bestimmungsschlüssel sind zweisprachig auf Deutsch und Englisch ausgelegt. Aber auch der Fortgeschrittene findet durch die Anmerkungen zu den Arten und die Auswertung der verstreuten Spezialliteratur umfangreiche Informationen zur Vertiefung in die Materie. Die Verbreitung der in Südwestdeutschland vorkommenden Torfmoose werden in Rasterkarten dargestellt (Messtischblattquadranten), die fast ausschließlich auf geprüften Herbarproben basieren. Der jüngste Zeitabschnitt beginnt mit dem Jahr 2000, um eine aktuelle Übersicht zur Verbreitung zu bieten.


Röhner G & Schwöbel H. 2010: Die Sommerwurz-Arten (Orobanche) an der Bergstraße und in der Rheinebene zwischen Darmstadt und Heidelberg. – Botanik und Naturschutz in Hessen, Beiheft 10: 1-80; Frankfurt am Main. ISSN 1867-6804 (7,30 € für Nichtmitglieder)

Bezug: per E-Mail: gregor.wolf@online.de oder Geschäftsstelle der Botanische Vereinigung für Naturschutz in Hessen e.V., Schiffenberger Straße 14, 35345 Wettenberg, Tel.: 0641/4955288.

Für 14 Sommerwurz-Arten werden die ehemaligen und aktuellen Fundorte von der Bergstraße und zum Teil von angrenzenden Naturräumen dokumentiert und in Punktverbreitungskarten dargestellt. Zu allen Arten werden Angaben über Wuchsorte, Austriebs- und Blühzeiten sowie über morphologische und biologische Besonderheiten gemacht, zum Beispiel zur Bestäubung und Samenbildung. Ein Kapitel zu Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen sowie 23 farbige Abbildungen runden den Band ab.