{"id":104,"date":"2007-03-29T19:55:52","date_gmt":"2007-03-29T18:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=104"},"modified":"2013-11-04T17:38:18","modified_gmt":"2013-11-04T16:38:18","slug":"gesucht-wird-die-deutsche-mispel-mespilus-germanica-l-%e2%80%93wildvorkommen-und-alte-obstbaume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=104","title":{"rendered":"Gesucht wird die Deutsche Mispel (Mespilus germanica L.) \u2013Wildvorkommen und alte Obstb\u00e4ume"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-variant: small-caps;\">Sdravko Vesselinov Lalov<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Deutsche Mispel kommt urspr\u00fcnglich wohl nur im Schwarzmeer- und Kaukasusgebiet wild vor, wurde aber seit der R\u00f6merzeit in ganz S\u00fcd- und in Teilen Mitteleuropas als Obstbaum angebaut und b\u00fcrgerte sich stellen\u00adweise ein. Die Art kommt bevorzugt in W\u00e4ldern, in aufgelassenen Wein\u00adbergen und Obstg\u00e4rten, in Hecken und Geb\u00fcschen, an Weg- und Waldr\u00e4ndern sowie in Hohlwegen vor. Insgesamt ist die Mispel deutschlandweit als selten einzustufen, die Vorkommen sind vor allem durch direkte Zerst\u00f6rung bei Flurbereinigungen, Bauma\u00dfnahmen sowie Randstreifenpflege gef\u00e4hrdet, aber auch durch die Umwandlung von Niederw\u00e4ldern und landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen in schattige Hochw\u00e4lder.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><a title=\"mispilus.jpg\" href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/mispilus.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"mispilus.jpg\" src=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/04\/mispilus.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><!--more-->W\u00e4hrend in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Kartierungen der Art existieren sowie Schutzma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden, ist die Verbreitung der Mispel in Baden-W\u00fcrttemberg noch unzul\u00e4nglich bekannt und ihre Schutzw\u00fcrdigkeit vielen Natursch\u00fctzern noch kein Anliegen. Das liegt zum einen an der verbreiteten Einsch\u00e4tzung der Pflanze als Neophyt beziehungsweise Adventivart, zum anderen an der oft unklaren Unterscheidung in der Literatur zwischen eingeb\u00fcrgerten Vorkommen und Kulturrelikten. Die h\u00e4ufig gemachte Einteilung: \u201ew\u00e4chst im Wald \u2013 Wildmispel, w\u00e4chst im Garten \u2013 gepflanzter Obstbaum\u201c ist nicht haltbar. Die Art kann als Relikt des Obstbaus lange in neu entstandenen W\u00e4ldern und Geb\u00fcschen \u00fcberleben, andererseits besiedeln Wildmispeln manch\u00admal zusammen mit anderen Wildgeh\u00f6lzen naturnahe G\u00e4rten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Um einen Eindruck von der aktuellen Verbreitung der Mispel im Gebiet zu erhalten, wird gebeten Wildvorkommen, aber auch alte, schutzw\u00fcrdige Obstb\u00e4ume der Art zu melden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Die Art ist am einfachsten im Mai\/Juni auffindbar, wenn die gro\u00dfen, einzeln stehenden Bl\u00fcten nach dem Laubaustrieb erscheinen oder im September bis Februar, wenn die br\u00e4unlichen Fr\u00fcchte mit den auff\u00e4lligen Kelch\u00adbl\u00e4ttern an der Pflanze h\u00e4ngen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Fundangaben, optimalerweise mit TK-Nummer, Rechts- und Hochwert, kurzer Standortbeschreibung, Populationsgr\u00f6\u00dfe sowie Unterscheidung \u201ealter Obstbaum\u201c oder \u201eeingeb\u00fcrgertes Vorkommen\u201c bitte an:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\nSdravko Vesselinov Lalov<br \/>\nFax: 0621\/6290448, E-Mail: anwoda(at)pol.net.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sdravko Vesselinov Lalov Die Deutsche Mispel kommt urspr\u00fcnglich wohl nur im Schwarzmeer- und Kaukasusgebiet wild vor, wurde aber seit der R\u00f6merzeit in ganz S\u00fcd- und in Teilen Mitteleuropas als Obstbaum angebaut und b\u00fcrgerte sich stellen\u00adweise ein. 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