{"id":134,"date":"2008-03-30T08:29:44","date_gmt":"2008-03-30T07:29:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=134"},"modified":"2013-09-12T19:31:19","modified_gmt":"2013-09-12T18:31:19","slug":"ludemann-thomas-roske-wolfgan-krug-matthias-2007-atlas-zur-vegetation-des-sudschwarzwaldes-%e2%80%93-feldberg-belchen-oberes-wiesental-%e2%80%93-mitt-ver-forstl-standortsk-forstpflanzenzuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=134","title":{"rendered":"Ludemann Thomas, R\u00f6ske Wolfgan &#038; Krug Matthias 2007: Atlas zur Vegetation des S\u00fcdschwarzwaldes \u2013 Feldberg, Belchen, Oberes Wiesental. \u2013 Mitt. Ver. Forstl. Standortsk. Forstpflanzenz\u00fccht. 45: 1-100; Freiburg. ISSN 0506-7049. Bezug: VFS-Gesch\u00e4ftsstelle, Wonnhaldestra\u00dfe 3a, 79100 Freiburg. Preis 19,00 \u20ac."},"content":{"rendered":"<p>Besprechung von SIEGFRIED DEMUTH, Karlsruhe<\/p>\n<p>Das Feldberggebiet im S\u00fcdschwarzwald geh\u00f6rt zu den botanisch interessantes und wertvollsten Gebieten Baden-W\u00fcrttembergs. Daher ist es erfreulich, dass nach 25 Jahren durch den Verein f\u00fcr forstliche Standortskunde und Forstpflanzenz\u00fcchtung wieder eine Vegetationskarte ver\u00f6ffentlicht wurde. Die erste vegetationskundliche Karte von Erich Oberdorfer erschien 1982 und umfasste die Topografische Karte TK 8114 \u2013 Feldberg und damit eine Fl\u00e4che von etwa 137 km\u00b2 (Oberdorfer E. 1982: Erl\u00e4uterungen zur vegetationskundlichen Karte Feldberg (1:25000). \u2013 Beih. Ver\u00f6ffentl. Natursch. Landschaftspflege Baden-W\u00fcrttemg 27: 5-83. Karlsruhe). Er unterschied 31 Vegetationstypen, darunter 18 Waldtypen. Die aktuell vorliegende Kartierung von T. Ludemann, W. R\u00f6ske und M. Krug gibt die Vegetation nicht einer Topografische Karte wieder, sondern von vier Naturschutzgebieten (NSG), zwei geplanten Erweiterungsfl\u00e4chen und zwei geplanten NSG. Diese Gebiete verteilen sich auf die TK 8112, 8113, 8114, 8212, 8213 und 8214 (leider gibt es in der Arbeit keine \u00dcbersichtskarte mit dem Blattschnitt der Topographischen Karten). Nach einer kurzen Einf\u00fchrung zu Geologie, Klima, Boden, Besitzverh\u00e4ltnissen sowie land- und forstwirtschaftlicher Nutzung in ihrer heutigen und ihrer fr\u00fcheren Form, wird ausf\u00fchrlich die Kartierungsmethode erl\u00e4utert. Grundlagen sind zum einen etwa 500 Vegetationsaufnahmen von Waldbest\u00e4nden aus den Jahren 1987\u20131989, die Biotoptypen nach dem Biotoptypenschl\u00fcssel von Baden-W\u00fcrttemberg<\/p>\n<p><!--more--> und vier extra f\u00fcr das Gebiet neu beschriebene Biotoptypen. Kartiert wurden insgesamt 47 verschiedene Biotopyten, darunter 25 Waldtypen. Eine Fl\u00e4chenbilanz gibt die Fl\u00e4chensummen der einzelnen Biotoptypen in Hektar wieder. Auf 58 farbigen Bl\u00e4ttern im Ma\u00dfstab 1:10.000 (auf der Basis der TK 25) wird die aktuelle Vegetation dargestellt. Die nicht zu den ausgew\u00e4hlten Fl\u00e4chen geh\u00f6renden Bereiche werden dabei ausgespart.<br \/>\nEin Vergleich mit der 25 Jahre \u00e4lteren Karte von Oberdorfer in den sich \u00fcberschneidenden Bereichen bietet sich geradezu an. So ist bei Oberdorfer das ganze Gebiet um Feldberggipfel und Seebuck au\u00dferhalb des Waldes weitgehend einheitlich als \u201eSchweizer-L\u00f6wenzahn-Borstgras-Gesellschaft der Hochlagen\u201c dargestellt. In der neue Vegetationskarte werden f\u00fcr diesen Offenlandbereich drei Biotoptypen unterschieden: Borstgrasrasen undifferenziert, n\u00e4hrstoffreiche und zwerstrauchreiche Ausbildung. Noch auff\u00e4lliger ist die feinere Differenzierung in der neuen Karte im Zastler Loch. Diese Unterschiede d\u00fcrften im wesentlichen auf den unterschiedlichen Kartierungsma\u00dfstab zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Ob es m\u00f6glich ist, durch einen fl\u00e4chendeckenden Vergleich Ver\u00e4nderungen der Vegetation auszumachen, bleibt zu pr\u00fcfen.<br \/>\nEinen interessanten inhaltlichen Unterschied gibt es bei der Beurteilung der von der Rotfichte (Picea abies) dominierten Waldbest\u00e4nde. Nach Oberdorfer bildet der Fichtenwald (Bazzanio-Piceetum) im Schwarzwald im Gegensatz zu den Alpen keine zonale Waldgesellschaft aus, sondern ist auf Sonderstandorte wie felsige oder vermoorte Standorte (Hochmoor-Randbereiche) beschr\u00e4nkt und kommt nur kleinfl\u00e4chig vor. Nach Ludemann, R\u00f6ske und Krug gibt es dagegen in den Hochlagen des Schwarzwalds auch nat\u00fcrliche oder naturnahe Fichtenw\u00e4lder auf Niedermoor- und Sumpf-Standorten. Pflanzensoziologisch stellen sie diese Waldtypen ebenfalls zum Bazzanio-Piceetum. Dieser \u201eFichten-Niedermoor\/Sumpfwald\u201c nimmt im kartierten Gebiet 95,7 ha ein. Insgesamt wurden fast 300 ha nat\u00fcrliche oder naturnahe Fichtenw\u00e4lder erfasst, das sind immerhin 3% der kartierten Fl\u00e4che. In der Vegetationskarte von Oberdorfer umfassen die nat\u00fcrlichen (Echten) Fichtenw\u00e4lder eine Fl\u00e4che von ungef\u00e4hr 100 ha oder etwa 0,7% der kartierten Fl\u00e4che.<br \/>\nWer dem Feldberg, dem Belchen oder dem Oberen Wiesental einen botanischen Besuch abstatten m\u00f6chte, dem ist die Arbeit sehr zu empfehlen. Man erf\u00e4hrt nicht nur viel \u00fcber die aktuelle Vegetation und ihre Nutzung, mit den Karten lassen sich auch sehr gut spannende Exkursionsrouten planen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besprechung von SIEGFRIED DEMUTH, Karlsruhe Das Feldberggebiet im S\u00fcdschwarzwald geh\u00f6rt zu den botanisch interessantes und wertvollsten Gebieten Baden-W\u00fcrttembergs. 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