{"id":136,"date":"2008-03-30T08:35:17","date_gmt":"2008-03-30T07:35:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=136"},"modified":"2013-08-24T09:04:21","modified_gmt":"2013-08-24T08:04:21","slug":"rauschert-stephan-hrsg-rose-maria-rauschert-2007-orchideenlexikon-1-aufl-%e2%80%93-weissdorn-verlag-606-s-jena-gr8vo-1625-gr-gebunden-189-sw-abbildungen-und-4-tabellen-isbn-978-3-93605","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=136","title":{"rendered":"Rauschert, Stephan (Hrsg. Rose-Maria Rauschert) 2007: Orchideenlexikon. 1. Aufl. \u2013 Weissdorn-Verlag. 606 S.; Jena. gr8vo 1625 gr, gebunden; 189 SW- Abbildungen und 4 Tabellen; ISBN 978-3-936055-52-8. Preis: \u20ac 29,90. Bezug: Weissdorn-Verlag Jena, W\u00f6llnitzer Str. 53, D-07749 Jena (www.weissdorn-verlag.de)."},"content":{"rendered":"<p>Besprechung von DR. RICHARD LORENZ, Weinheim<\/p>\n<p><a title=\"Orchideenlexikon\" href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/orchideenlexikon.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"Orchideenlexikon\" src=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/orchideenlexikon.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wer sich schnell und verl\u00e4\u00dflich \u00fcber Fachbegriffe aus der Orchideenfamilie informieren will, bleibt h\u00e4ufig ohne Antwort, wenn er nicht eine umfangreiche Literatur zur Verf\u00fcgung hat und kommt selbst dann um eine zeitaufwendige Recherche meist nicht herum. Diese L\u00fccke mit einem Buch \u00fcber die Orchideenkunde zu schlie\u00dfen, hat sich der bekannte Botaniker Stephan Rauschert mit einem Autorenkollektiv bereits zu DDR-Zeiten vorgenommen. Er selbst hat daf\u00fcr neben der Bearbeitung der Unterfamilien Neottioideae und Orchidoideae die Bearbeitung der Morphologie von Wurzel, Spross, Blatt, Bl\u00fctenst\u00e4nde und Bl\u00fcte, der Bl\u00fctenbiologie, Taxonomie, Nomenklatur und Genetik \u00fcbernommen. Bis zu seinem Tod konnte er seinen Teil des Manuskriptes nahezu abschlie\u00dfen, das Werk wurde jedoch von den Mitautoren nicht mehr weiterverfolgt. Begr\u00fc\u00dfenswerterweise konnte seine Witwe Rose-Maria Rauschert das Manuskript mit den fehlenden Unterfamilien erg\u00e4nzen und Beschreibungen der meisten Orchideengattungen nach Schlechter, Die Orchideen ed. 3 hinzuf\u00fcgen, so dass jetzt ein handliches, gut ausgestattetes, umfangreiches Orchideenlexikon vorliegt.<!--more--><br \/>\nDieses ist gleicherma\u00dfen f\u00fcr Liebhaber und Fachleute eine reiche Fundgrube. Auch f\u00fcr die\/den mit europ\u00e4ischen Orchideen befassten Nutzer\/in sind die vielen ausf\u00fchrlichen, sachlich fundierten Erl\u00e4uterungen der Morphologie und Funktion verschiedener Organe von Pflanze und Bl\u00fcten von hohem Wert. Neben den allgemeiner bekannten Organen wie z.B. Blatt\/Blattscheide\/Blattstiel oder Pollen\/Pollinium\/Pollinarium und Rostellum\/Viscidium werden aber auch die in der europ\u00e4ischen Standard-Orchideenliteratur seltener behandelten Organe oder Begriffe genau beschrieben wie Auriculae oder Anthere, incumbente \/operculate \/reclinate \/recumbente Anthere, Antherenresupination etc. Wo kann man sonst nachlesen, da\u00df z. B. bei Hammarbya paludosa die Blattbrutk\u00f6rper korrekt nicht als Brutknospen oder Blattaugen bezeichnet werden, sondern als Foliarembryonen. \u00c4hnlich ausf\u00fchrlich werden auch Begriffe aus der Best\u00e4ubungsbiologie und Reproduktion behandelt, z.B. Bienenblumen, Rostellexplosion bei Listera, Apomixis, Autogamie, Auto-\/Alloploidie. Der Inhalt des Lexikons l\u00e4\u00dft sich durch viele Querverweise sehr gut erschlie\u00dfen, soda\u00df man \u00fcber weiter gefasste Suchbegriffe zu immer detaillierteren Erkl\u00e4rungen gef\u00fchrt wird. Meist werden auch Erstautor und sp\u00e4tere Bearbeiter der Begriffe mit Jahresangabe angef\u00fchrt. Da aber nur gelegentlich ein vollst\u00e4ndiges Zitat erfolgt und kein Literaturverzeichnis vorliegt, ist eine direkt vom Lexikon ausgehende, gelegentlich w\u00fcnschenswerte weitere Recherche nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich.<br \/>\nDie Behandlung der Gattungen gibt weltweit einen sehr guten \u00dcberblick, die in Europa vorkommenden Gattungen werden weitgehend ausf\u00fchrlich dargestellt, neuere Entwicklungen konnten naturgem\u00e4\u00df nicht mehr ber\u00fccksichtigt werden. Dies gilt auch f\u00fcr die intragenerische Gliederung mancher europ\u00e4ischer Gattungen. Ebesowenig kann das Lexikon auf Begriffe der in letzter Zeit sich fast revolution\u00e4r entwickelnden Molekularbiologie eingehen, deren bisherige Ergebnisse, allerdings an anderer Stelle, eine kritische Sichtung notwendig h\u00e4tten.<br \/>\nDie Angaben zu allgemeinen Aspekten der Taxonomie sind wie die zur Nomenklatur sehr n\u00fctzlich, wenn auch hier die Entwicklung in den letzten 15 Jahren weitergegangen ist. Dennoch bleibt die Erl\u00e4uterung von Begriffen wie korrekter\/illegitimer Name hilfreich, das Fehlen von Angaben zu valider\/invalider Name bleibt jedoch eine Marginalie. Der Wert des Lexikons f\u00fcr den Orchideenkenner beruht ja insbesondere auf den Teilen zu Morphologie und Best\u00e4ubungsbiologie und k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise zu einer w\u00fcnschenswerten Standardisierung in der Anwendung vieler Begriffe f\u00fchren. Das \u00e4u\u00dferlich ansprechende, gut leserliche, mit SW-Zeichnungen und Photos gut, aber nicht zu \u00fcppig ausgestattete Lexikon ist jedem an Orchideen interessierten Liebhaber und Fachbotaniker w\u00e4rmstens zu empfehlen und ist seinen Preis von knapp unter \u20ac 30.- bei weitem wert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besprechung von DR. RICHARD LORENZ, Weinheim Wer sich schnell und verl\u00e4\u00dflich \u00fcber Fachbegriffe aus der Orchideenfamilie informieren will, bleibt h\u00e4ufig ohne Antwort, wenn er nicht eine umfangreiche Literatur zur Verf\u00fcgung hat und kommt selbst dann um eine zeitaufwendige Recherche meist nicht herum. 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