{"id":138,"date":"2008-03-30T08:43:58","date_gmt":"2008-03-30T07:43:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=138"},"modified":"2013-08-15T18:51:05","modified_gmt":"2013-08-15T17:51:05","slug":"jager-eckehart-j-ebel-friedrich-hanelt-peter-spektrum-akademischer-verlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=138","title":{"rendered":"J\u00e4ger Eckehart J., Ebel Friedrich, Hanelt Peter &#038; M\u00fcller Gerd K. (Hrsg.) 2008: Exkursionsflora von Deutschland, Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. \u2013 874 S.; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. ISBN 978-3-8274-0918-8. Preis: 43,00 \u20ac."},"content":{"rendered":"<p>Besprechung von THOMAS BREUNIG, Karlsruhe<\/p>\n<p><a title=\"Rothmaler 5\" href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/rothmaler5.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"Rothmaler 5\" src=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/rothmaler5.thumbnail.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Krokusse, Tulpen, Primeln \u2013 wer in diesem Fr\u00fchjahr Pflanzen bestimmen m\u00f6chte, muss sich nicht mehr auf Wildpflanzen beschr\u00e4nken: Erschienen ist Band 5 des \u201eRothmalers\u201c, der die Bestimmung der in Deutschland im Freiland kultivierten krautigen Nutz- und Zierpflanzen erm\u00f6glicht. Damit ist eine gro\u00dfe L\u00fccke in der deutschsprachigen wissenschaftlichen Bestimmungsliteratur geschlossen. Abgesehen von sehr seltenen Kultur- und Adventivpflanzen d\u00fcrften nun fast alle im Freiland auftretenden Farn- und Samenpflanzen mit einem der Rothmaler-B\u00e4nde oder mit einer Geh\u00f6lzflora bestimmbar sein.<br \/>\nBehandelt und verschl\u00fcsselt sind etwa 3000 Arten, also \u00e4hnlich viele wie die Wildflora Deutschlands an Farn- und Samenpflanzen beherbergt. Die Bestimmungsschl\u00fcssel zeigen den von Band 4 (Gef\u00e4\u00dfpflanzen, Kritischer Band) gewohnten und bew\u00e4hrten Aufbau, wobei deutlich mehr Abbildungen die Schl\u00fcssel erg\u00e4nzen und die Bestimmung erleichtern. Bei vielen Gattungen erfolgen Hinweise auf weiterf\u00fchrende Literatur. Bei den Arten werden Sorten und Sortengruppen genannt und kurz beschrieben, nicht aber verschl\u00fcsselt. <!--more-->Hier deuten sich die Grenzen der Bestimmungsm\u00f6glichkeiten mit Band 5 an, die dann noch klarer zum Vorschein treten, wenn \u2013 wie h\u00e4ufiger der Fall \u2013 auf \u201ezahlreiche Sorten \u00fcberwiegend hybridogenen Ursprungs\u201c hingewiesen wird. Nicht ganz erschlie\u00dft sich, warum die h\u00e4ufig in die Schl\u00fcssel eingeschobenen und auch beschriebenen \u201e\u00e4hnlichen Arten\u201c nicht gleich mit verschl\u00fcsselt wurden. Verschl\u00fcsselt sind dagegen zahlreiche Wildpflanzen, die auch in den B\u00e4nden 2 und 4 behandelt werden, wenn diese zumindest gelegentlich auch kultiviert werden, zum Beispiel Holcus mollis (nicht aber Holcus lanatus) und Poa annua (nicht aber die \u00e4hnliche, auch in Rasenmischungen enthaltene Poa supina).<br \/>\nNeben den Bestimmungsschl\u00fcsseln enth\u00e4lt Band 5 des Rothmalers viele weitere Informationen zu Nutz- und Zierpflanzen. Einleitende Kapitel geben einen guten \u00dcberblick zur Herkunft und Einfuhr der Kulturpflanzen sowie zur Systematik und Nomenklatur, wobei besonders auf die Festlegungen des Kulturpflanzen-Code (ICNCP) zu den Sorten und Sortengruppen eingegangen wird. Weitere Kapitel behandeln Lebens- und Wuchsformen (unter anderem mit einer Tabelle der Tiefenlage von Zwiebeln, Knollen und Rhizomen), Klima- und Standortanspr\u00fcche sowie die Verwendung und Vermehrung der Kulturpflanzen. Ein eigenes Kapitel widmet sich mit erfreulicher Sachlichkeit dem Thema Verwilderung und Einb\u00fcrgerung gebietsfremder Kulturpflanzen.<br \/>\nWenn die Bestimmung einer Art gelungen ist, wird man mit einer F\u00fclle von Informationen belohnt. Angaben zur Verwendung, Vermehrung und zu den Standortanspr\u00fcchen, zur Herkunft und Einf\u00fchrungszeit sowie Kulturhinweise machen das Buch zu einem Muss f\u00fcr jeden ambitionierten G\u00e4rtner und Pflanzenliebhaber. Aber auch f\u00fcr den Feldbotaniker, der nicht nur die eindeutig wilden Pflanzen registriert, sondern auch bei verwilderten oder ins Freiland verschleppten Pflanzen wissen m\u00f6chte, welche Art er vor sich hat, ist das Buch eine gro\u00dfe Bereicherung. Es tr\u00e4gt sicher dazu bei, dass Etablierungstendenzen verwilderter Kulturpflanzen in Zukunft fr\u00fcher wahrgenommen werden. Einziger Nachteil: Bei floristischen Kartierungen muss man nun zwei B\u00fccher mit ins Gel\u00e4nde nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besprechung von THOMAS BREUNIG, Karlsruhe Krokusse, Tulpen, Primeln \u2013 wer in diesem Fr\u00fchjahr Pflanzen bestimmen m\u00f6chte, muss sich nicht mehr auf Wildpflanzen beschr\u00e4nken: Erschienen ist Band 5 des \u201eRothmalers\u201c, der die Bestimmung der in Deutschland im Freiland kultivierten krautigen Nutz- und Zierpflanzen erm\u00f6glicht. Damit ist eine gro\u00dfe L\u00fccke in der deutschsprachigen wissenschaftlichen Bestimmungsliteratur geschlossen. 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