{"id":1420,"date":"2016-05-31T12:38:59","date_gmt":"2016-05-31T11:38:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=1420"},"modified":"2016-06-28T14:19:42","modified_gmt":"2016-06-28T13:19:42","slug":"kartierexkursionen-der-regionalgruppe-kurpfalz-im-jahr-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=1420","title":{"rendered":"Kartierexkursionen der Regionalgruppe Kurpfalz im Jahr 2015"},"content":{"rendered":"<p>Von MARKUS SONNBERGER<\/p>\n<p>Das Jahr 2015 hat wieder eine Reihe, teils wirklich bemerkenswerter Funde erbracht. Fast alle Exkursionen konnten auch wie geplant durch\u00adgef\u00fchrt werden, so dass wir wieder einen sch\u00f6nen Querschnitt der Flora des Odenwaldes und Rhein-Neckar-Raumes erarbeitet haben. Bemer\u00adkenswert ist aber auch, was wir nicht gefunden haben. Viele Arten der Normalvegetation zu Oberdorfers Zeiten finden sich heute nur noch in mitunter Quadratmeter gro\u00dfen Relikten inmitten eines ver\u00f6deten Um\u00adfeldes. Die Populationen von Gro\u00dfem Wiesenknopf, Blutwurz, H\u00fcgel-Klee, Schaf-Schwingel usw. sind untereinander weitgehend isoliert. Neubesiedelungen finden nicht mehr statt und \u201eStochastic Loss\u201c tut sein \u00dcbriges. Wir werden diese Entwicklung auch 2016 weiterhin dokumentie\u00adren.<\/p>\n<p>Es folgen Kurzberichte zu den einzelnen Karierexkursionen der Regionalgruppe. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Samstag, 17. Januar: Naturraum Sand\u00acstein-Odenwald, TK 6322\/23, Hardheim\/K\u00fclsheim, Erfatal.<\/strong><br \/>\nEigentlich keine Jahreszeit, um eine erfolgreiche Exkursion zu erwarten: Dennoch, schon am Bahnhof Walld\u00fcrn fanden sich \u00dcberreste des bemerkenswerten Neophyten Epilobium brachycarpum. Ausgangspunkt der Wanderung war die Kapelle bei der Siedlung Breitenau, von wo es ins \u201eKatzental\u201c und \u00fcber den felsenreichen \u201eBergwald\u201c wieder zur\u00fcck ging. Ziel war zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob der Pr\u00e4chtige D\u00fcnnfarn (Vandenboschia speciosa) hier vorkommt. Wir wurden nicht f\u00fcndig! Bemerkenswert waren die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig reichen Vorkommen der Mandelbl\u00e4ttrigen Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) und Berg-Flockenblume (Centaurea montana) im \u201eKatzental\u201c. Und auch die Haselwurz (Asarum europaeum) lie\u00df sich trotz der Unterlage aus Buntsandstein blicken.<br \/>\nZum Abschluss besuchten wir einen noch vor wenigen Jahren best\u00e4tigten Fundort (2007, vgl. Ber. BAS 5, Fundbericht 595) von Carex davalliana bei Hardheim, R\u00fcdental (6322\/42). Die ehemals kleinseggenreiche Fundstelle mit Cratoneuron (Palustriella) erwie\u00df sich jedoch als zerst\u00f6rt. Hier wurde augenscheinlich der gesamte Bereich vor einigen Monaten umgebrochen, aufgesch\u00fcttet und mit einer Weidelgras-Wei\u00dfklee-Mischung einges\u00e4ht. Gl\u00fccklicherweise fanden wir aber unterhalb des zerst\u00f6rten Wuchsortes auf der Schulter eines Wiesengrabens noch einige Exemplare (ca. 15 Horste) der Davall-Segge. Indes ist zu bef\u00fcrchten, dass diese wohl sp\u00e4testens bei der n\u00e4chsten \u201eGrabenpflege\u201c f\u00e4llig sind, womit die Art dann auch in diesem Naturraum ausgestorben sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 21. Februar: Naturraum Sandstein-Odenwald, TK 6518\/14, Schriesheim, \u201eWendenkopf\u201c.<\/strong><br \/>\nAusgehend vom Parkplatz im Kanzelbachtal an der L536 (\u201eGro\u00dfer Stein\u201c) machten wir uns auf zum alten, aber wenig bekannten Naturschutzgebiet um den \u201eWendenkopf\u201c. Der erste Eindruck ist kaum positiv, wird doch im \u00fcberwiegenden Teil des NSG ungehemmt forstwirtschaftlich gewirkt. Auch nur naturnahe Waldbereiche sind daher kaum vorhanden. Douglasien (Pseudotsuga menziesii) und andere Exoten sowie R\u00fccke\u00acschneisen etc. beherrschen das Bild. Demensprechend zeigt auch die Lebewelt nicht die von einem NSG zu erwartende Exzellenz. Lediglich Rippenfarn (Blechnum spicant) und Besenheide (Calluna vulgaris) sind als etwas \u201ebessere\u201c, wenngleich noch weit verbreitete Arten festzustellen. In einem kleinen Bereich um den Gipfel und an der Ostseite zeigt sich indes ein interessanteres Vegetationsbild: \u00dcber den mit Rhyolith-Schutt bedeckten H\u00e4ngen gedeiht ein kleiner an Sommerlinden (Tilia platyphylos) reicher Hangwald, \u00fcbergehend zu Buchenwald, und um den Gipfel an Traubeneiche (Quercus petraea) reichere Fazies, ebenfalls in naturnaher Auspr\u00e4gung. Auch die ein oder andere Hilse (Ilex aquifolium) l\u00e4sst sich blicken. Das Bild tr\u00fcben hier allerdings die teils angepflanzten, teils befallsartig vordringenden Douglasien, w\u00e4hrend die Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana) und andere Neophyten sich von den vor einiger Zeit durchforsteten und daher stark beeintr\u00e4chtigten Bereichen im S\u00fcden des NSG ausbreiten.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 27. M\u00e4rz: Naturraum Neckar-Rheinebene, TK 6617\/32, Hockenheim, Hardtbachniederung.<\/strong><br \/>\nZiel der Exkursion waren die Reste von Eichen-Hainbuchen-W\u00e4ldern in der Altaue des Leimbaches zwischen \u201eRadbr\u00fccke\u201c und \u201eFuhrmanns-br\u00fccke\u201c, wo wir nach Fr\u00fchbl\u00fchern Ausschau hielten. Leider wurden neben Wei\u00dfem Buschwindr\u00f6schen (Anemone nemorosa), Aronstab (Arum maculatum) und B\u00e4rlauch (Allium ursinum) keine bemerkenswerten Arten, wie etwa Gelbsterne oder Lerchensporne gefunden. Auch der angrenzende Kiefern-Mischwald erwies sich als artenarm.<\/p>\n<p><strong>Freitag 17. April:\u00a0 Naturraum N\u00f6rdliche Oberrheinebene, Ried, TK 6217\/31, Gernsheim, Maria-Einsiedel.<\/strong><br \/>\nAusgangspunkt der kurzen Wanderung war der Parkplatz \u201eWinkelbach\u201c s\u00fcd\u00f6stlich von Gernsheim. Besucht wurde der sch\u00f6ne Eichen-Hainbuchen-Mischwald im \u201eBachseeschlag\u201c, wo wir den f\u00fcr Jahreszeit und Standort typischen Geophyten-Flor bewundern durften, deren kenn\u00aczeichnendste Vertreter Gelbe und Wei\u00dfe Buschwindr\u00f6schen (Anemone nemorosa und A. ranunculoides) auch in voller Bl\u00fcte waren. Ebenfalls bemerkenswert ist der Wollige Hahnenfu\u00df (Ranunculus lanatus) und das hier in feuchten Senken im Wald gedeihende Wiesen-Schaum\u00ackraut (Cardamine pratensis). An Hainbuchenst\u00e4mmen fand sich auch die lokal etwas verbreitetere FFH-Moosart Dicranum viride. Um den Parkplatz herum gedeiht eine fragmentarische Sand-Saumflora mit Fr\u00fcher Segge (Carex praecox), H\u00fcgel-Vergissmeinnicht (Myosotis ramosissima) und Saxifraga tridactylites. Wohl eher als Relikt, denn als Gartenauswurf anzusehen ist dort eine Kolonie der echten Weinbergs-Traubenhyazinthe (Muscari racemosum).<\/p>\n<p><strong>Donnerstag 30. April: Naturraum Kraichgau, TK 6818\/22, \u00d6stringen, Eichelberg.<\/strong><br \/>\nGanz im Osten hat die Gemeinde \u00d6stringen Anteil am Eichelberg. Der vielfach noch durch besonders naturnahe Waldgesellschaften gekenn-zeichnete Keuperklotz ist ganz zu unrecht eher selten das Ziel von Botanikern. Die gut besuchte Exkursion wartete schon kurz hinter dem Parkplatz an der Abzweigung Eichelberg mit den ersten Besonderheiten auf. Hervorzuheben ist der Fund des aus dem mittleren Kraichgau noch nicht bekannten Blauroten Steinsamens (Buglossoides (Aegonychion) purpurocaeruleum). Auch die Berg-Segge (Carex montana) kommt hier vor. Entlang artenreicher S\u00e4ume mit sch\u00f6nen Best\u00e4nden der Schwarz\u00acwerdenden Platterbse (Lathyrus niger) ging es durch die Weinbergslagen oberhalb des Ortes Eichelberg (\u201eKapellenberg\u201c). Einige Parzellen tragen eine reiche Saum- und Magerwiesenvegetation, wo unter anderem schon die Riemenzunge (Himantoglossum hircinum) ihre K\u00f6pfe reckte. In den Weinbergen selbst gedeiht zum Teil noch reichlich die Weinbergs-Traubenhyazinthe (Muscari racemosum), die ortsnah auch durch die Armenische Traubenhyazinthe (M. armeniacum) erg\u00e4nzt wurde.<br \/>\nFreitag, 15. Mai: Kartierexkursion BAS-Kurpfalz Naturraum Kraichgau, TK 6719\/43, Sinsheim-Reihen.<br \/>\nAusgehend vom Bahnhof orientierte sich die Exkursion nach Osten, wo zun\u00e4chst am s\u00fcdlichen Ortseingang an der Stra\u00dfenb\u00f6schung eine rudiment\u00e4re Saumvegetation mit Gro\u00dfem Ehrenpreis (Veronica teucrium) angetroffen wurde. Vorbei an intensiv genutztem und praktisch wildkrautfreiem Ackerland erreichte man im \u201eRauenb\u00fchl\u201c als Relikt der Altlandschaft einen Bereich mit durch Hecken und Feldgeh\u00f6lzen unterbrochenen Salbei-Glatthaferwiesen, S\u00e4umen und anderen, teils ruderalen Gr\u00fcnlandbest\u00e4nden. Hier fanden wir zum Beispiel noch in kleinen Best\u00e4nden das Gro\u00dfe Windr\u00f6schen (Anemone sylvestris), Ranken-Platterbse (Lathyrus aphaca), Gro\u00dfe Braunelle (Prunella grandiflora), Blauer Gauchheil (Lysimachia foemina), Acker-Wicke (Vicia segetalis) und die Kleine Sommerwurz (Orobanche minor). Der weitere Gang der Exkursion \u00fcber das Gewann \u201eBiederst\u201c zur\u00fcck in den Ort blieb dann im Vergleich eher unauff\u00e4llig. Auch hatten hier Trockenheit und fr\u00fche Mahd wohl schon einiges vertilgt, was im sonst noch recht artenreich wirkenden Offenland zu erwarten gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 29. Mai: Naturraum Grundgebirgs-Odenwald, TK 6318\/32, Heppenheim-Walderlenbach.<\/strong><br \/>\nSchon bei der Ankunft am Parkplatz auf der \u201eGuldenklinger H\u00f6he\u201c sah man die bedrohlich dunklen Wolken \u00fcber Heppenheim heranziehen. Sie hielten ihr Versprechen, und verk\u00fcrzten die Exkursion auf kaum eine halbe Stunde, w\u00e4hrend derer nur Trivialarten gefunden wurden. Immerhin wurde im Acker s\u00fcdlich des Parkplatzes noch ein Bestand der rasch seltener werdenden Kornblume (Centaurea cyanus) festgestellt.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 12. Juni: Naturraum Sandstein-Odenwald und Bauland, Osterburken und Walld\u00fcrn.<\/strong><br \/>\nDie ganzt\u00e4gige Tour f\u00fchrte ans \u00e4u\u00dfere Ende des Neckar-Odenwald-Kreises in Gebiete, die botanischerseits als wenig erforscht gelten d\u00fcrfen. Der Vormittag wurde der R\u00f6merstadt Osterburken und ihrer Umgebung gewidmet. Schon am Bahnhof (6522\/41) fand sich der seltene Stink-Pippau (Crepis foetida) mit seinem charakteristischen Mandelduft. Von dort ging\u2019s durch die Siedlungslage an den nordwestlichen Saum der Stadt (6522\/32). Die einigerma\u00dfen artenreichen Kalk-\u00c4cker \u2013 man befin\u00acdet sich im Bauland \u2013 warteten auf u.a. mit Blauem Gauchheil (Anagallis (Lysimachia) foemina), den Erdraucharten Fumaria officinalis und F. vaillantii, der Bunten Wicke (Vicia glabrescens) und Kornblume (Centau\u00acrea cyanus). Typisch f\u00fcr das Bauland sind auch die artenreichen Hecken, hier mit der seltenen Rosa agrestis. Im Gewann \u201eEber\u201c waren wir in artenreichem Eichen- und Buchen-Mischwald unterwegs. Wo es lichter ist, so an den erfreulich intakten Wald-Innens\u00e4umen, begegneten uns Schmalbl\u00e4ttriger Baldrian (Valeriana pratensis subsp. angustifolia), Essig-Rose (Rosa gallica) und eine gr\u00f6\u00dfere Kolonie der Moschus-Erdbeere (Fragaria moschata).<br \/>\nNachmittags ging es ein gutes St\u00fcck weiter nach Norden, n\u00e4mlich in den Buntsandstein-Odenwald im Nordwesten von Walld\u00fcrn. Ausgangspunkt war hier der Parkplatz \u201eKirschenbaum\u201c von wo wir \u00fcber den \u201eSommer\u00acberg\u201c ins Eiterbachtal abstiegen. Die Flora unterschied sich hier in den Buchen-Kiefern-Mischbest\u00e4nden kaum von der Heidelberger Hausmanns\u00ackost. Als bemerkenswert ist hier lediglich die Raue Nelke (Dianthus armeria) am \u201eTeufelsstein\u201c einzustufen. Ganz anders ist die Situation am Eiterbach selbst. Dort wo im Fr\u00fchling gr\u00f6\u00dfere Best\u00e4nde des M\u00e4rzen\u00acbechers (Leucojum vernum) die Aue schm\u00fccken, zeigt sich jetzt ein prachtvoller Staudensaum, wie man ihn im Odenwald nur selten findet. Neben dem Wald-Gei\u00dfbart (Aruncus dioicus) fallen vor allem die gro\u00dfen Best\u00e4nde des Gelben Eisenhuts (Aconitum lycoctonum subsp. vulparia) auf. Begleitet werden diese von der Bach-Nelkenwurz (Geum rivale), Sumpf-Pippau (Crepis paludosa), Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum), Schl\u00fcsselblume (Primula elatior) und Sumpf-Schwertlilie (Iris pseuda\u00accorus), in Flutmulden auch das kleine Laichkraut Potamogeton berchtoldii. R\u00e4tsel auf gab zun\u00e4chst ein Ampfer mit gro\u00dfen, fett\u00acgl\u00e4nzenden Bl\u00e4ttern, der ebenfalls in den naturnahen Ufer-Staudenfluren reichlich vertreten ist. Er wurde letztlich als Wald-Ampfer (Rumex sylvestris) identifiziert. Eine mitunter auch als Unterart des Stumpfbl\u00e4ttrigen Ampfers gewertete, \u00f6stlich verbreitete Form, die in BW bisher kaum beachtet wurde und hier an der Westgrenze ihres Areals erreicht. Trotz des insgesamt stark forstlich \u00fcberpr\u00e4gten Waldbildes, ist auch die Flora der Wald-Innens\u00e4ume im weiteren Verlauf einigerma\u00dfen artenreich. Entlang des Weges von der kleinen Kapelle \u201eMaria Hilf\u201c zur\u00fcck zum Parkplatz konnten wir so auch das Schwertbl\u00e4ttrige Waldv\u00f6gelein (Cephalanthera longifolia) unserer Liste hinzuf\u00fcgen. Diese Waldorchidee gedeiht in zahlreichen Exemplaren nebst Heidekraut (Calluna vulgaris) und Trauben-Gamander (Teucrium scorodonia) an der Wegb\u00f6schung und im Buchen-Mischwald.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 3. Juli: Naturraum Sandstein-Odenwald, TK 6319\/2, Michelstadt, Rehbach.<\/strong><br \/>\nDie Exkursion galt dem \u201eHinterland\u201c des bekannten Naturschutzgebietes am Rehbacher See, wo auch der Ausgangspunkt unserer Wanderung war. Leider zeigte sich letzteres, bis auf das unmittelbare Umfeld der Weiher selbst, weitgehend ver\u00f6det. Ein Zustand, der leider auf viele nominelle NSG zutrifft! Auch der anvisierte \u201eJ\u00e4gersgrund\u201c hatte bis auf kleinere Torfmoos-Fl\u00e4chen mit Stern-Segge (Carex echinata) und Gelb-Segge (Carex demissa) wenig zu bieten, so dass wir uns dem wenig weiter nordwestlich gelegenen Quellbereich des Mossaubaches zuwen\u00acdeten. Der Ortsname Mossau nimmt schon auf die Vermoorungen Bezug, die sich vor allem in fr\u00fcherer Zeit in den wasserreichen Seitent\u00e4lern befanden. Einige davon sind noch heute relikthaft vorhanden. Vom Parkplatz \u201eFuchsh\u00fctte\u201c begaben wir uns daher in nordwestlicher Richtung zu eben dieser H\u00fctte unterhalb derer sich ein sch\u00f6ner anmooriger Bereich mit augenscheinlich zahlreichen Torfmoosarten, Seggen und Wollgras (Eriophorum angustifolium) befindet. Der noch nicht mit Fremdschotter oder Bauschutt \u00fcberfahrene Weg zeigte ebenfalls noch die wertvolle Flora feuchter Borstgrasrasen u.a. mit der jetzt \u00e4u\u00dferst seltenen Sparrigen Binse (Juncus squarrosus) und dem Englischen Fingerkraut (Potentilla anglica).<\/p>\n<p><strong>Freitag, 17. Juli: Naturraum Kraichgau\/ Bauland, TK 6620\/43, Ha\u00dfmersheim-Hochhausen, \u201eReichertsberg\u201c.<\/strong><br \/>\nDem s\u00fcd\u00f6stlichsten Eck unseres Einzugsbereiches galt die Sommer-exkursion ins s\u00fcdlichste Bauland bei Hochhausen. Die Trockenheit hatte dem Offenland schon erkennbar zugesetzt, so dass sich jetzt der Wald als Schwerpunkt anbot. Zun\u00e4chst wurde aber ein kleiner, offensichtlich wildkrautreicher Acker begangen. Am \u201eBurgst\u00e4dtle\u201c fanden sich hier beide T\u00e4nnelkr\u00e4uter (Kickxia elatine und K. spuria), die Trespe Bromus commutatus und der Hohlsame (Bifora radians), eine der meist \u00e4u\u00dferst selten gewordenen Acker-Doldenbl\u00fctler. Der haupts\u00e4chlich aus Buchen aufgebaute Wald hatte wenig Auff\u00e4lligkeiten zu bieten, lediglich eine etwas steilere Partie \u201eAm hangenden Weg\u201c konnte mit St\u00e4ndelwurz (Epi\u00acpactis helleborine), \u00c4stiger Graslilie (Anthericum ramosum), Schwalben\u00acwurz (Vincetoxicum hirundinaria), Seidelbast (Daphne mezereum) und Nieswurz (Helleborus foetidus) mit etwas artenreicheren Aspekten aufwarten.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 31. Juli: Naturraum Sandstein-Odenwald, TK 6420\/2, Hessen\/Bayern\/Baden-W., Hesselbach, \u201eDreil\u00e4ndereck\u201c.<\/strong><br \/>\nEher etwas f\u00fcr Wild- und Vogelbeobachter ist das weitl\u00e4ufige und abgelegene Areal um den \u201eKolli\u201c bei Hesselbach. Interessant ist es vor allem, weil hier auch das Dreil\u00e4ndereck von BW\/HE\/BY liegt. Der Wald zeigt sich \u2013 unabh\u00e4ngig vom Bundesland \u2013 als forstlich stark \u00fcberpr\u00e4gter Bereich. Lediglich im Hessischen machen sich die dort eher klein\u00acstrukturierten Besitzverh\u00e4ltnisse auch positiv in der Bestandsstruktur bemerkbar. Die Exkursion startete an der HE\/BW-Landesgrenze am Limes und f\u00fchrte \u00fcber die \u201eHohe Langh\u00e4lde\u201c von BW nach BY. Vor allem auf dem Forstweg fand sich die \u00fcbliche Trivialflora standorttypischer Prunellion-Best\u00e4nde. Dergleichen macht mittlerweile den Gro\u00dfteil der \u201eWaldflora\u201c im Silikatgebiet aus. Typische Waldpflanzen sind dem St\u00f6rungsregime meist l\u00e4ngst erlegen. Bemerkenswert ist die durch\u00acgehende Pr\u00e4senz und H\u00e4ufigkeit des Englischen Fingerkrautes (Potentilla anglica). Auch der Augentrost (Euphrasia nemorosa), Niederliegendes Johanniskraut (Hypericum humifusum) und Wald-Ruhrkraut (Gnaphalium sylvaticum) finden auf den Waldwegen ein Refugium. Auf der \u201eH\u00f6he\u201c knapp im Badischen fanden sich entlang eines Waldweges Relikte einer Feuchtgebietsvegetation, n\u00e4mlich Sumpf-Quendel (Lythrum portula) und einige Seggen (Carex demissa, C. vesicaria) nebst Borstgras (Nardus stricta) und Hunds-Strau\u00dfgras (Agrostis canina). Nur in Hessen fanden wir den Rippenfarn (Blechnum spicant). Im Bayerischen sind am Nordhang des \u201eKolli\u201c gro\u00dfe Felsen, die wir erfolglos auf die Pr\u00e4senz des D\u00fcnnfarnes sondierten. Doch ist hier auch noch viel nicht untersuchtes Potenzial.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 14. August: Naturraum N\u00f6rdliche Oberrheinebene, Biblis, Nordheim.<\/strong><br \/>\nAusgehend vom Parkplatz am Rhein nordwestlich Nordheim (\u201eSteiner Wald\u201c) nutzen wir zun\u00e4chst die Gelegenheit, die weitl\u00e4ufig trocken gefallenen Uferbereiche des Rheines abzusuchen (6316\/11). Nebst den \u00fcblichen Ufer-Arten (Bidens frondosa, Chenopodium rubrum, Ch. glaucum, Ch. ficifolium, Dysphania pumila, Potentilla supina etc.) hatten sich auch einige Exemplare der Schwanenblume (Butomus umbellatus) und reichlich Veronica catenata angesiedelt. In der Steinsch\u00fcttung der Uferb\u00f6schung fand sich auch ein Exemplar des Indigostrauches (Amor\u00acpha fruticosa). Eine Art, die sich wohl ausgehend von Anpflanzungen anschickt, Ruderalgeh\u00f6lze zu kolonisieren. In der Pflasterung des Park\u00acplatzes fand sich schlie\u00dflich noch ein Einzelexemplar des Wurmlattichs (Helminthotheca (Picris) echioides). N\u00f6rdlich (6216\/34) davon erweckten vor allem die Auwalds\u00e4ume und Wiesengel\u00e4nde die Aufmerksamkeit. Letztere scheinen durchaus artenreich zu sein, wie Vorkommen von Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und Labkraut (Galium verum subsp. verum) andeuten. Auch feuchtere Schluten sind vorhanden. Leider war aufgrund der Trockenheit nach der ersten Mahd kaum etwas nach-gewachsen, so dass hier keine aussagekr\u00e4ftigen Listen zu erhalten waren. Im Auwaldsaum fiel dagegen der am n\u00f6rdlichen Oberrhein nicht gar so seltene Taubenkropf (Silene baccifera) auf.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 28. August: Naturraum Sandstein-Odenwald, TK 6521\/12, Limbach.<\/strong><br \/>\nAusgehend vom Sportplatz Limbach machten wir uns auf in das Wald- Acker- und Wiesengel\u00e4nde in Richtung Krumbach. Einige Quellfluren liegen in diesem Bereich und alte Angaben (Meszmer 1998: Flora NOK) des Sumpf-Blutauges (Comarum palustre) galt es zu best\u00e4tigen. Wir wurden nicht f\u00fcndig. Nahezu alle Waldbereiche sind Nadelholzkulturen gewichen. Ein ehemals bemerkenswerter Waldsumpf s\u00fcd\u00f6stlich Krum\u00acbach \u2013 unser hei\u00dfester Kandidat f\u00fcr bessere Feuchtgebietsarten \u2013 pr\u00e4sentiert sich heute als eingez\u00e4untes Weiherareal. Oberhalb davon ist der Fichtenforst schon wieder soweit hochgewachsen, dass etwas mehr Licht den Boden erreicht. Bevor diese Fl\u00e4chen von Brombeeren \u00fcber\u00acw\u00e4ltigt werden, nutzen einige Arten der hier wohl fr\u00fcher vorhandenen Magerweiden ihre Chance: Die langlebige Samenbank von Ginsterarten (Genista germanica, G. pilosa), von Besenheide (Calluna vulgaris) und Pillen-Segge (Carex pilulifera) wurde durch R\u00fcckefahrzeuge mobilisiert. Letztere d\u00fcrften auch die sich vielerorts in Fichtenforsten des Oden\u00acwaldes ausbreitende ruderale Form des Rundbl\u00e4ttrigen Labkrautes (Galium rotundifolium) eingeschleppt haben. Bemerkbar macht sich auch die reichliche Verwendung allochtonen Muschelkalkschotters selbst auf R\u00fcckegassen, Lagerpl\u00e4tzen usw. Neben den unvermeidlichen Nitro-phyten dringen damit auch \u201eKalk-Arten\u201c in die Buntsandstein-Region ein. Gefunden haben wir u.a. Nieswurz (Helleborus foetidus), Flohkraut (Pulicaria dysenterica), Wermut (Artemisia absinthium) und St\u00e4ndelwurz (Epipactis helleborine). Eine vielversprechende Wiese haben wir s\u00fcdlich von Limbach (\u201eKlingenfeld\u201c) lokalisiert. War aufgrund der gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsphase zwar keine aussagekr\u00e4ftige Artenliste zu erstellen, so waren aber die gro\u00dfen Hexenringe des Wiesen-Egerlings (Agaricus campestris) ein untr\u00fcgliches Zeichen relativ extensiven, alten Gr\u00fcnlandes.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 3. September: Naturraum Bergstra\u00dfe, TK 6518\/13, Schriesheim, \u201eLaubelt-Branich\u201c.<\/strong><br \/>\nVom Schriesheimer Friedhof ging\u00b4s bergauf Richtung \u201eLaubelt\u201c. Die Gro\u00dfbaustelle des Tunnelportals zun\u00e4chst zur Linken, dann unterhalb, fiel der Blick auf die reiche Ruderalvegetation u.a. mit Borago officinalis, Chenopodium hybridum, verschiedenen Borstenhirsen (Setatia viridis, S. pumila, S. verticillata) und typischen Weinbergsarten wie Rundbl\u00e4ttriger Storchenschnabel (Geranium rotundifolium) und Schwarznessel (Ballota nigra). Im \u201eLaubelt\u201c besch\u00e4ftigten wir uns mit den immer sp\u00e4rlicheren Resten der ehemals reichen Saumflora. Lediglich die Berg-Fetthenne (Hylotelephium vulgare) scheint sich etwas mit den Verh\u00e4ltnissen zu arrangieren und besiedelt auch Stra\u00dfenr\u00e4nder und Mauern im Siedlungsbereich. B\u00f6se sieht\u00b4s dagegen bei den \u201ebesseren\u201c Saumarten aus, wie Habichtskr\u00e4uter (Hieracium umbellatum, H. glaucinum), Fl\u00fcgel\u00acginster (Genista saggitalis) und H\u00fcgel-Klee (Trifolium alpestre). Brom\u00acbeeren, Verwahrlosung und ungeregelte Eingriffe haben die Kolonie an einer Wegb\u00f6schung auf wenige Quadratmeter schrumpfen lassen. Der R\u00fcckweg \u00fcber den \u201eBranich\u201c f\u00fchrt durch das bekannte Felsrasenrelikt. V\u00f6llig isoliert und durch den Siedlungsbereich eingeschlossen halten sich hier eine kleine Kolonie der K\u00fcchenschelle (Anemone pulsatilla) \u2013 die letzten ca. 30 Exemplare im weiten Umfeld &#8211; , eine zumindest ansehnliche Population des Fl\u00fcgelginsters, Feld-Beifu\u00df (Artemisia campestris), F\u00e4rber-Hundskamille (Anthemis tinctoria), Schaf-Schwingel (Festuca ovina), Karth\u00e4user-Neke (Dianthus carthusianorum) und etliche andere Spezialisten, darunter Moose und Flechten. Verbuschung und Neophyten setzen dem Gebiet zu. Besonders problematisch ist hier eine aus Gartenauswurf stammende Fetthenne, wohl Phedimus spurius. Die genaue Identit\u00e4t ist noch zu \u00fcberpr\u00fcfen. Sie bedeckt mittlerweile gro\u00dfe Fl\u00e4chen \u00fcberall im Gebiet und ist als aggressiver, potenziell vernichtender Neophyt bekannt. Eine manuelle Bek\u00e4mpfung erscheint zum ggw. Zeitpunkt bereits aussichtslos. Man wird auch hier nur noch zu beobach\u00acten haben, welche Arten sich ihres erstickenden Teppichs werden erwehren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sonntag, 19. September: Naturraum Neckar-Rheinebene, TK 6516\/22, Mannheim-Innenstadt, s\u00fcd\u00f6stliche Quadrate; Innenstadtkartierung.<\/strong><br \/>\nWie in den letzten sieben Jahren traf man sich wieder um 10.00 Uhr am Paradeplatz (O1). Von dort ging\u2019s nach N2 wo wir auf dem kleinen Platz vor einigen Jahren die mediterrane Brennnessel Urtica membranacea gefunden hatten. Zumindest ein Exemplar gab sich auch 2015 die Ehre. In einem Pflanzk\u00fcbel mit Hanfpalmen wuchs die einj\u00e4hrige Art und wird wohl mit ihrer \u201eWirtspflanze\u201c Jahr f\u00fcr Jahr her und wieder weg ger\u00e4umt. Nahverwilderungen in Pflasterfugen wie zuletzt 2011 wurden nicht gefunden. Ansonsten beschr\u00e4nkte sich das Repertoire auf die g\u00e4ngigen Ruderal- und Trivialarten. Lokalkolorit bringt hier die relative Vielfalt W\u00e4rme liebender Amaranthaceen (Amaranthus, Dysphania und Chenopodium-Arten) und Solanaceen (Solanum nigrum, S. \u201edecipiens\u201c, S. physalifolium, S. sarrachoides, Datura). F\u00fcr den Nachmittag nahmen wir \u201edie Rheinau\u201c ins Visier, genauer gesagt den Rheinauer Hafen um \u201eBecken 21\u201c (Ruhrorter Stra\u00dfe und Zechenstra\u00dfe). Das unter der Br\u00fccke gelegene Areal war wieder ger\u00e4umt und zug\u00e4nglich, Ufer und Hafen\u00acb\u00f6schungen nach den Niederschl\u00e4gen in gutem Aufwuchs. Die Menge floristischer Merkw\u00fcrdigkeiten ist lang, so dass wir es bei der Aufz\u00e4hlung einer Auswahl belassen: Amaranthus bouchonii + A. powellii, Aristolochia clematitis, Colutea arborescens, Equisetum ramosissimum, Erigeron strigosus, Inula britannica, Ononis repens ssp. procurrens, Salvinia natans, Sideritis montana, Tragus racemosus. Probleme bei der Ansprache machten die dr\u00fcsigen G\u00e4nsef\u00fc\u00dfe (Dysphania). Ist D. pumilio stets gut kenntlich, so fanden sich unter der reichlich vertretenen gr\u00fcn-gelben, dicht verzweigten D. botrys auch Einzelpflanzen mit lockeren Infloreszenzen, roten Betalainen und einem Habitus, der stark der Abbildung von D. schraderiana in Clements &amp; al. (2005: BSBI-Handbook, Illustrations of Alien Plants [\u2026]) \u00e4hnelt. Allerdings waren bei diesen Pflanzen die in der deutschsprachigen Literatur f\u00fcr schraderiana als diagnostisch \u201eentscheidend\u201c hervorgehobenen Perigonornamente nicht auszumachen. Eine sp\u00e4tere Begehung und der Vergleich von Herbar\u00acmaterial brachte letztlich Gewissheit. Es handelt sich um schraderiana! Die zwar meist nur kielhaft aufgew\u00f6lbten, mitunter aber auch mit \u201etypischen\u201c unregelm\u00e4\u00dfig kammf\u00f6rmigen Ornamenten ausgestatteten Perigonr\u00fccken treten aber nicht in allen Bereichen derselben Infloreszenz gleichartig auf.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 2. Oktober: Naturraum Vorderer Odenwald, TK 6318\/42, Grasellenbach-Hammelbach, \u201eWagenberg\u201c.<\/strong><br \/>\nAusgehend vom Ortszentrum Hammelbach mit seinen mittelalterlichen Kuriosit\u00e4ten hatten wir uns den \u201eWagen-Berg\u201c in der mittleren Tromm als Herbstziel ausersehen. Das Umfeld hat entsprechend der im \u00dcberwald dominierenden intensiven Gr\u00fcnlandwirtschaft nicht viel zu bieten. Lediglich am oberen \u201eSteinbach\u201c und auf der \u201eHeiligen Wiese\u201c trafen wir auf einigerma\u00dfen artenreiches Extensiv-Gr\u00fcnland. Doch war saison\u00acgem\u00e4\u00df auch hier nicht mehr viel zu finden, au\u00dfer der insgesamt schon selten gewordenen Blutwurz (Potentilla erecta) und einer sch\u00f6nen Kolonie Riesen-Schirmlinge (Macroepiota procera). Im Wald setzte sich das entsprechend fort. Zwar dominieren Buchen-Best\u00e4nde, doch erwiesen sich auch die in der Karte verzeichneten Blockfluren und Feuchtgebiete als bestenfalls durchschnittlich. Trotz der zur\u00fcckliegenden Regenf\u00e4lle konnte sich auch die Pilzwelt von der Sommertrockenheit nicht erholen, so dass es im mitgebrachten K\u00f6rbchen nicht mal f\u00fcr einen Bodensatz ausreichte. Nun ja: Auch solche Gebiete wollen begangen sein.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 16. Oktober: Naturraum Bergstra\u00dfe, TK 6218\/13, Seeheim-Jugenheim, Stettbacher Tal.<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die letzte Exkursion des Jahres hatten wir uns eine der sch\u00f6neren Partien an der n\u00f6rdlichen Bergstra\u00dfe ausgesucht. L\u00f6ss bildet hier vielerorts den Untergrund und die Flora ist zumindest partiell auch vom Kalk-Gehalt des Untergrundes gepr\u00e4gt. Ausgangspunkt war der Parkplatz am \u201eKlingenwald\u201c. Die westliche, an die Stra\u00dfe grenzende Partie des W\u00e4ldchens ist ein sch\u00f6ner Trauben-Eichen-Mischwald. Wind hagert die exponierten Bereiche aus, so dass hier noch eine reiche Saum-Vegetation vorhanden ist, u.a. mit dem Moos Polytrichum piliferum, der Strauchflechte Cladonia rangiformis, Thymian (Thymus pulegioides), dem seltenen Acker-Hornkraut (Cerastium arvense), F\u00e4rber-Ginster (Genista tinctoria) und Behaarter Ginster (Genista pilosa). Von dort ging\u2019s durch strukturreiche Landschaft Richtung des Ortes Stettbach. Nordwestlich davon befindet sich ein neues NSG im Bereich der \u201eFuchswiese\u201c. Gro\u00dfer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) und Raue Nelke (Dianthus armeria) geh\u00f6rten hier zu den floristischen Auff\u00e4lligkeiten. Das ganze Gebiet wird mehr oder weniger intensiv beweidet und war entsprechend abgegrast, so dass uns eine intensivere Begehung zu dieser Jahreszeit nicht sinnvoll erschien. Oberhalb des Weilers Wallhausen kamen wir an einer grusig-felsigen Wiesenstelle vorbei, wo sich u.a. Knolliger Hahnenfu\u00df (Ranun\u00acculus bulbosus), Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea), Salbei (Salvia pratensis), Aufrechte Trespe (Bromus erectus) und Schafschwingel (Festuca ovina agg.) nachweisen lie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von MARKUS SONNBERGER Das Jahr 2015 hat wieder eine Reihe, teils wirklich bemerkenswerter Funde erbracht. Fast alle Exkursionen konnten auch wie geplant durch\u00adgef\u00fchrt werden, so dass wir wieder einen sch\u00f6nen Querschnitt der Flora des Odenwaldes und Rhein-Neckar-Raumes erarbeitet haben. Bemer\u00adkenswert ist aber auch, was wir nicht gefunden haben. 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