{"id":233,"date":"2009-04-03T08:45:55","date_gmt":"2009-04-03T07:45:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=233"},"modified":"2016-07-05T12:19:15","modified_gmt":"2016-07-05T11:19:15","slug":"neue-verbreitungskarten-zur-flora-baden-wurttembergs-%e2%80%93-aufruf-zur-mitarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=233","title":{"rendered":"Neue Verbreitungskarten zur Flora Baden-W\u00fcrttembergs \u2013 Aufruf zur Mitarbeit"},"content":{"rendered":"<p>GEROLD H\u00dcGIN &amp; THOMAS BREUNIG<\/p>\n<p>Im letzten Band der Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft S\u00fcdwestdeutschland ist die Reihe \u201eNeue Verbreitungskarten zur Flora Baden-W\u00fcrttembergs\u201c begonnen worden mit einer Verbreitungskarte von Fumaria schleicheri (H\u00dcGIN 2008). In den n\u00e4chsten Heften soll diese Reihe mit folgenden Arten fortgesetzt werden:<\/p>\n<p>\u2022 Celtis occidentalis<br \/>\n\u2022 Fumaria officinalis und Fumaria vaillantii<br \/>\n\u2022 Panicum dichotomiflorum<br \/>\n\u2022 Phytolacca americana<br \/>\n\u2022 Stellaria neglecta und Stellaria pallida<br \/>\n\u2022 Vulpia ciliata<\/p>\n<p>Entscheidend bei diesen neuen Verbreitungskarten ist, dass sie keine anonymen Daten enthalten; zu jedem Verbreitungspunkt werden die wichtigsten Fundortsangaben in Form einer Tabelle beigef\u00fcgt (TK 25 mit Quadrant, Fundort, Datum, Finder; vgl. H\u00dcGIN 2008).<br \/>\nAlle Interessierten werden gebeten, bereits vorliegende, aber noch nicht publizierte Fundortsangaben an die Redaktion zu melden oder die n\u00e4chste Vegetationsperiode zu nutzen, die eine oder andere Kartierungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen. Angaben f\u00fcr die oben genannten Arten sind erw\u00fcnscht bis Ende Oktober 2009.<br \/>\nDa es sich nicht nur um unterkartierte Sippen, sondern um bestimmungs-kritische handelt, sollten die Funde durch Herbarbelege abgesichert sein.<\/p>\n<p>Hinweise zum Kartieren und Erkennen der vorgesehenen Sippen:<!--more--><\/p>\n<p><em>Celtis occidentalis<\/em>; wird in vielen St\u00e4dten als Park- und Stra\u00dfenbaum gepflanzt, und zwar h\u00e4ufiger als der europ\u00e4ische C. australis. Die Art verwildert leicht und zeigt Etablierungstendenz. Unterscheidet sich von C. australis vor allem durch eine auff\u00e4llig borkige Rinde, kleinere Fr\u00fcchte und breitere Bl\u00e4tter.<\/p>\n<p><em>Fumaria<\/em>; auf wichtige Bestimmungsmerkmale und Bestimmungsliteratur ist in H\u00dcGIN (2008) hingewiesen. Bei F. officinalis ist auf subsp. wirtgenii zu achten; Rangstufe wie auch Abgrenzung gegen\u00fcber subsp. officinalis sind noch nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt. F. vaillantii subsp. schrammii ist bisher nur aus dem Osten Deutschlands nachgewiesen.<\/p>\n<p><em>Panicum dichotomiflorum<\/em>; Dauervorkommen hat die Art zumindest in den Maisanbaugebieten der Oberrheinebene sowie entlang des Hoch-rheins und im Bodenseegebiet.<br \/>\nPhytolacca americana; zumeist auf sandigen, bodensauren Standorten, vor allem in W\u00e4ldern auf Lichtungen und in Schlagfluren. Bereits in zahlreichen Regionen nachgewiesen (z.B. Hardtebenen, Odenwald, Stromberg, Vorbergzone des Schwarzwaldes) Unterscheidet sich von Ph. esculenta deutlich durch die Form der Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p><em>Stellaria neglecta<\/em>; nicht selten in Feuchtw\u00e4ldern w\u00e4rmerer Tieflagen, vor allem im Oberrheingebiet, aber auch in weiteren Naturr\u00e4umen; bisher v\u00f6llig unzureichend erfasst. Bevorzugte Wuchsorte sind Waldwegr\u00e4nder. Nur bis etwa Ende Mai nachweisbar, dann sterben die Pflanzen in Gegensatz zu Stellaria media ab.<\/p>\n<p><em>Stellaria pallida<\/em>; auf Sandb\u00f6den der Oberrheinebene weit verbreitet und h\u00e4ufig, aber auch auf schwereren B\u00f6den nicht selten \u2013 besonders leicht zu finden in Scherrasen. Beim Bestimmen der Sippe sollten alle genannten Merkmale ber\u00fccksichtigt werden (Fehlen der Kronbl\u00e4tter, Zahl der Staubbl\u00e4tter, Samengr\u00f6\u00dfe und -farbe). Die Samen k\u00f6nnen etwas gr\u00f6\u00dfer sein als beispielsweise im Rothmaler angegebenen; die obere Grenze liegt nicht bei 0,8, sondern bei 0,9 mm. Ebenfalls nur bis etwa Ende Mai nachweisbar.<\/p>\n<p><em>Vulpia ciliata<\/em>; gilt als unbest\u00e4ndige Ruderalpflanze, die gelegentlich vor allem auf Bahnh\u00f6fen auftritt. Nicht nur die Vorkommen auf Bahnh\u00f6fen sind h\u00e4ufiger und best\u00e4ndiger als bisher angenommen; die Art kommt beispielsweise auch entlang von Autobahnen vor und scheint auf den Hochwasserd\u00e4mmen des Rheins schon lange eingeb\u00fcrgert zu sein.<\/p>\n<p>Es ist vorgesehen, Erg\u00e4nzungen zu den \u201eNeuen Verbreitungskarten\u201c fortlaufend zu ver\u00f6ffentlichen. Anregungen f\u00fcr weitere Folgen in der Reihe \u201eNeue Verbreitungskarten Baden-W\u00fcrttembergs\u201c sind willkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GEROLD H\u00dcGIN &amp; THOMAS BREUNIG Im letzten Band der Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft S\u00fcdwestdeutschland ist die Reihe \u201eNeue Verbreitungskarten zur Flora Baden-W\u00fcrttembergs\u201c begonnen worden mit einer Verbreitungskarte von Fumaria schleicheri (H\u00dcGIN 2008). 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