{"id":2398,"date":"2019-12-06T23:12:20","date_gmt":"2019-12-06T22:12:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=2398"},"modified":"2019-12-07T00:27:12","modified_gmt":"2019-12-06T23:27:12","slug":"kartierexkursion-egelsee-schmierofen-schlangenlache-23-maerz-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=2398","title":{"rendered":"Kartierexkursion Egelsee-Schmierofen-Schlangenlache 23. M\u00e4rz 2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kartierexkursion BAS-Kurpfalz<\/strong><\/p>\n<p>Naturraum N\u00f6rdliche Oberrheinebene; Baden-W\u00fcrttemberg; St. Leon-Rot; TK 6717\/23; St.Leon, &#8222;Egelsee-Schmierofen-Schlangenlache&#8220;; Sandfluren, Sand-\u00c4cker, Feuchtwald.<\/p>\n<p>von Markus Sonnberger<\/p>\n<p>Die erste Exkursion des Jahres 2018 startete im S\u00fcden von St. Leon im kleinen Sportgel\u00e4nde mit Park an der M\u00f6nchbergstra\u00dfe. Der Park wird von relativ artenreichem Offenland, zumeist ruderalen Grasbest\u00e4nden \u00fcber Sand dominiert. Der Jahreszeit entsprechend musste man aber schon etwas genauer hinschauen. Immerhin fanden sich dann auf der Aschenbahn die charakteristischen Jungpflanzen von <em>Filago<\/em> (<em>Logfia<\/em>) <em>minima<\/em> und einer weiteren, gr\u00f6\u00dferen Art (mutma\u00dflich <em>F. arvensis<\/em>). Unter B\u00e4umen waren die ersten bl\u00fchenden Gelbsterne (<em>Gagea villosa<\/em>) zu finden. Hinzu kamen eine Reihe anderer, teils seltener Sandrasenarten, wie <em>Artemisia campestris, Corynephorus canescens, Cerastium semide\u00adcandrum, Holosteum umbellatum, Hypochaeris glabra, Medicago minima, Potentilla verna, Scleranthus annuss<\/em> subsp. <em>polycarpos<\/em>, <em>Taraxacum lacisto\u00adphyllum, Teesdalia nudicaulis, Veronica triphyllos<\/em> und <em>Veronica verna<\/em>. Wollen wir hoffen, dass die Landschaftsg\u00e4rtner hier noch nicht allzu bald einen Bedarf zur gro\u00dffl\u00e4chigen \u00dcberplanung und Versch\u00f6\u00adnerung entdecken m\u00f6gen. Zun\u00e4chst nach Osten \u00fcber eutrophierte Offenland-Relikte am &#8222;Vorderen Buckel&#8220; ging es dann nach S\u00fcden in den Wald. Auch hier war zun\u00e4chst nicht viel zu entdecken. Sp\u00e4tbl\u00fchende Trauben\u00adkirsche (<em>Prunus serotina<\/em>) und Kermesbeere (<em>Phytolacca americana<\/em>) haben auch hier bereits das Regiment \u00fcbernommen. Unser Ziel war ein Waldsumpf in einer D\u00fcnensenke mit dem vielversprechenden Namen &#8222;Schlangenlache&#8220;. Leider wurde hier tiefe Baggergr\u00e4ben fest\u00adgestellt und zun\u00e4chst auch keine Spur von Wasser oder gar nur feuchte\u00adbed\u00fcrftiger Bodenvegetation. Nur im tiefstgelegenen Teil war eine kleine Kolonie der Zwiebel-Zahnwurz (<em>Cardamine bulbifera<\/em>) zu finden. Die Erlen standen aufgrund des Torfschwundes auf hohen Wurzelpodesten. Immerhin gab es auch noch ein paar Flatterulmen (<em>Ulmus laevis<\/em>) und ein paar hundert Quadratmeter mit Geb\u00fcsch der heimischen Traubenkirsche (<em>Prunus padus<\/em>). Wieder im Offenland ging es \u00fcber die D\u00fcnenkuppe des &#8222;Schmierofen&#8220; zur\u00fcck zum Ort. Hier waren am Rande sandiger \u00c4cker und auf Brachstreifen ein paar Sandrasenrelikte zu finden. Vor allem gegen den Ortsrand liegen noch einige fl\u00e4chenhaftere, wenngleich stark durch Hunde und Gestr\u00e4uch in Anspruch genommene Sandfl\u00e4chen, wo der Feld-Beifu\u00df (<em>Artemisia campestris<\/em>) auff\u00e4llig dominiert.<\/p>\n<p>Auch hier sei eine Empfehlung an die Feld-Botaniker angebracht. Die Heide-L\u00f6wenz\u00e4hne sind gar nicht so schwer zu bestimmen und gerade auch auf den Sandstandorten des Rhein-Neckar-Raumes auch gar nicht selten. In Frage kommen hier kaum mehr als f\u00fcnf Arten, worunter <em>Taraxacum lacistophyllum<\/em> (rote Fr\u00fcchte), <em>T. lacistophylloides<\/em> (stroh\u00adfarbene Fr\u00fcchte), <em>T. parnassicum<\/em> (rote Fr\u00fcchte, ohne Pollen, aufrechte H\u00fcllbl\u00e4tter, oft pagoden\u00e4hnlich gedr\u00e4ngte Blattlappen), <em>T. plumbeum<\/em> (strohfarbene Fr\u00fcchte) und <em>T. tortilobum<\/em> (teils sehr schmale, verdreht abstehende Blattzipfel, graubraune Fr\u00fcchte) besonders verbreitet zu sein scheinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kartierexkursion BAS-Kurpfalz Naturraum N\u00f6rdliche Oberrheinebene; Baden-W\u00fcrttemberg; St. Leon-Rot; TK 6717\/23; St.Leon, &#8222;Egelsee-Schmierofen-Schlangenlache&#8220;; Sandfluren, Sand-\u00c4cker, Feuchtwald. von Markus Sonnberger Die erste Exkursion des Jahres 2018 startete im S\u00fcden von St. Leon im kleinen Sportgel\u00e4nde mit Park an der M\u00f6nchbergstra\u00dfe. 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