{"id":2409,"date":"2020-02-27T07:20:12","date_gmt":"2020-02-27T06:20:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=2409"},"modified":"2021-04-06T17:23:11","modified_gmt":"2021-04-06T16:23:11","slug":"aufruf-zur-erfassung-von-mahonia-sippen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=2409","title":{"rendered":"Aufruf zur Erfassung von Mahonia-Sippen"},"content":{"rendered":"<p>von Annemarie Radkowitsch<\/p>\n<p>Wintergr\u00fcne neophytische Geh\u00f6lze k\u00f6nnen im Winter besonders gut bei floristischen Kartierungen erfasst werden, da sie auch als kleine noch unauff\u00e4llige Jungpflanzen in blattlosen Geh\u00f6lzbest\u00e4nden deutlicher erkennbar sind als w\u00e4hrend der Vegetationsperiode.<\/p>\n<p>Mahonien werden sehr h\u00e4ufig in G\u00e4rten und \u00f6ffentlichen Anlagen kulti\u00adviert. Ihre immergr\u00fcnen Bl\u00e4tter, duftende langlebige gelbe Bl\u00fcten, blau bereifte essbare Fr\u00fcchte und anspruchslose Kulturbed\u00fcrfnisse machen sie zu attraktiven Zierpflanzen, von denen in Baumschulen unterschied\u00adliche Kultivare angeboten werden. Nicht nur im Umfeld von Anpflan\u00adzungen verwildert, wandern diese Arten mittlerweile auch in stadtnahe W\u00e4lder, Feldhecken und Feldgeh\u00f6lze ein und geh\u00f6ren zu den regelm\u00e4\u00dfig au\u00dferhalb von Siedlungen auftretenden neophytischen Geh\u00f6lzen.<\/p>\n<p>Mahonien wurden bisher in der floristischen Kartierung in Baden-W\u00fcr\u00adttemberg als <em>Mahonia aquifolium<\/em> (Pursh.) Nutt. erfasst. Neben weiteren auff\u00e4lligen und gut von dieser Sippe abgrenzbaren Arten wie <em>Mahonia bealei<\/em> (Fort.) Carr. gibt es die <em>Mahonia repens<\/em> (Lindl.) G. Don., die in Baden-W\u00fcrttemberg kartierungsrelevant ist. In den Geh\u00f6lzfloren von Roloff &amp; B\u00e4rtels (4. Aufl., 2014) und Schmidt &amp; Schulz (\u201eFitschen -Geh\u00f6lzflora\u201c, 13.\u00a0Aufl., 2018) wird sie durch die Ausl\u00e4uferbildung sowie Blattmerkmale wie die nach vorne gerichteten Z\u00e4hne, die geringere Anzahl Z\u00e4hne (5-9 gegen\u00fcber 5-15 abstehenden Z\u00e4hne bei <em>M. aquifolium<\/em>) sowie Papillen auf der Blattunterseite von <em>M. aquifolium<\/em> unterschieden. In beiden Floren gibt es Detailzeichnungen zu den Blatt\u00admerkmalen. Die Ausl\u00e4uferbildung ist als alleiniges Unterscheidungs\u00admerkmal zwischen den beiden Arten ungeeignet, da sie h\u00e4ufig erst bei Altpflanzen deutlich erkennbar auftritt. Die beiden Sippen bilden au\u00dferdem den Hybrid <em>M. aquifolium<\/em> x <em>repens<\/em>, der in Wuchsform und Merkmalen zwischen beiden Elternarten steht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fundmeldungen sind daher Herbarbelege oder zumindest aussage\u00adkr\u00e4ftige Fotos der Blattmerkmale sowie Anmerkungen zum Alter bzw. Gr\u00f6\u00dfe (bedeckte Fl\u00e4che) der vorgefundenen Pflanzen und zum Vorhandensein von Papillen auf der Blattunterseite sowie erkennbaren Ausl\u00e4ufern wichtig.<\/p>\n<p>Fundmeldungen bitte an: Annemarie Radkowitsch, Hohenwarterstr. 1, 75181 Pforzheim, a.radkowitsch[at]t-online.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/mahonia_merkmale_AR.pdf\">Download Vortrag Mahonia-Sippen [pdf]<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Annemarie Radkowitsch Wintergr\u00fcne neophytische Geh\u00f6lze k\u00f6nnen im Winter besonders gut bei floristischen Kartierungen erfasst werden, da sie auch als kleine noch unauff\u00e4llige Jungpflanzen in blattlosen Geh\u00f6lzbest\u00e4nden deutlicher erkennbar sind als w\u00e4hrend der Vegetationsperiode. Mahonien werden sehr h\u00e4ufig in G\u00e4rten und \u00f6ffentlichen Anlagen kulti\u00adviert. 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