{"id":2717,"date":"2020-12-22T12:10:34","date_gmt":"2020-12-22T11:10:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=2717"},"modified":"2021-04-06T17:32:51","modified_gmt":"2021-04-06T16:32:51","slug":"schubert-enno-2020-die-pflanzenwelt-des-weschnitztals-und-seiner-randgebiete-312-s-herausgeberin-und-bezug-botanische-vereinigung-fuer-naturschutz-in-hessen-e-v-schiffenbergerstras","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=2717","title":{"rendered":"Schubert, Enno  2020: Die Pflanzenwelt des Weschnitztals und seiner Randgebiete. \u2013 312 S.; Herausgeberin und Bezug: Botanische Vereinigung f\u00fcr Naturschutz in Hessen e. V., Schiffenbergerstra\u00dfe 14, 35345 Wettenbreg, E-Mail: info@bvnh.de [ISBN: 978-3-00-065375-99]"},"content":{"rendered":"<p>von SIEGFRIED DEMUTH<\/p>\n<p>Die Weschnitz ist ein kleiner Fluss im Grenzgebiet zwischen Hessen und Baden-W\u00fcrttemberg. Sie entspringt im hessischen Hammelbach, flie\u00dft durch den Odenwald bis ins badische Weinheim, um hier aus dem Mittelgebirge in die Oberrheineben auszutreten. Von hier verl\u00e4uft sie weiter nach Nordwesten, um (wieder in Hessen) bei Wattenheim nach rund 55 km in den Rhein zu m\u00fcnden.<\/p>\n<p>Eine ausf\u00fchrliche Darstellung der Naturr\u00e4ume und ihrer Besonderheiten, der Geologie und der Lebensr\u00e4ume f\u00fchrt in das Untersuchungsgebiet ein, bereichert durch zahlreiche Bilder.<\/p>\n<p>Die Flora umfasst ein etwa 105 km\u00b2 gro\u00dfes Gebiet zwischen der Quelle und dem Austritt in die Rheinebene mit Anteil an zehn Naturr\u00e4umen. Zwischen 1993 und 2018 wurde vom Autor eine systematische Rasterkartierung auf 64stel-Quadranten der TK 25 durchgef\u00fchrt. Dazu wurden jeder der ca. 2,1 km\u00b2 gro\u00dfen Quadranten f\u00fcnfmal zu verschie\u00addenen Jahreszeiten begangen. Dabei wurden alle wildwachsenden, etablierten, in Etablierung begriffenen sowie \u00f6fter auftretende unbest\u00e4ndige Farn- und Samenpflanzen erfasst. Festgestellt wurden in diesen 26 Jahren 1.046 Sippen; dazu kommen knapp einhundert, die aus der Zeit vor 1990 bekannt waren, danach aber nicht mehr best\u00e4tigt werden konnte. In den artenreichsten Rasterfl\u00e4chen konnten \u00fcber 500 Sippen nachgewiesen werden (Spitze sind 546), in den \u201earten\u00e4rmsten\u201c immerhin noch \u00fcber 300! Allein diese Zahlen sprechen f\u00fcr eine sehr gr\u00fcndliche Durchforschung dieses landschaftlich sehr reichen Gebiets.<\/p>\n<p>Dargestellt werden die Sippen mit einer Rasterverbreitungskarte, die nicht nur das Vorkommen des Fundes in einem Raster angibt, sondern auch die ungef\u00e4hre Menge in einer f\u00fcnfstufigen Skala. Dazu gibt es Angaben zu Standort, naturr\u00e4umlicher Verbreitung, Bestandsgr\u00f6\u00dfe, den floristi\u00adschen Status im Gebiet sowie zu Vorkommen au\u00dferhalb des Unter\u00adsuchungsraums. Was besonders lesenswert ist \u2013 nicht nur f\u00fcr Kenner des Weschnitztals \u2013 sind die Beobachtungen des Autors in den mehr als 25 Jahren \u00fcber R\u00fcckg\u00e4nge und Zunahmen von Populationen und ihrer m\u00f6glichen Ursachen. Solche spezifischen Kenntnisse kann keine Karte wiedergeben. Abgeschlossen wird die Flora des Weschnitztals mit einer Auswertung dieser gro\u00dfen Datenmenge in Bezug auf Areale, Zeigerwerte, Ausbreitungs- und R\u00fcckgangstendenzen in Abh\u00e4ngigkeit von Gef\u00e4hrdung und Etablierungsgrad, jeweils bezogen auf die Naturr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Wer jetzt Lust bekommt, sich selbst eine Eindruck von dieser sehens\u00adwerten Landschaft und ihre Pflanzenwelt zu machen, dem wird geholfen: Vorgestellt werden am Ende des Buches 186 Biotope und Biotopkomplexe mit bemerkenswerten Pflanzenvorkommen. Leicht zu finden durch genaue Ortsbeschreibungen und Karten. Gegliedert werden die Biotope in Feuchtgebiete, Gebiete mit Magerwiesen, Mager- und Trockenrasen, Wegb\u00f6schungen und Wegr\u00e4nder (ideal f\u00fcr botanische Spazierg\u00e4nge!), Felsen und Mauern, Ruderalfl\u00e4chen, \u00c4cker, W\u00e4lder und \u2013 was den Rezensenten besonders freut \u2013 sechs Friedh\u00f6fe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von SIEGFRIED DEMUTH Die Weschnitz ist ein kleiner Fluss im Grenzgebiet zwischen Hessen und Baden-W\u00fcrttemberg. Sie entspringt im hessischen Hammelbach, flie\u00dft durch den Odenwald bis ins badische Weinheim, um hier aus dem Mittelgebirge in die Oberrheineben auszutreten. 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