{"id":338,"date":"2010-04-01T07:08:05","date_gmt":"2010-04-01T06:08:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=338"},"modified":"2016-07-05T09:21:21","modified_gmt":"2016-07-05T08:21:21","slug":"erste-ergebnisse-der-floristischen-stichprobenkartierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=338","title":{"rendered":"Erste Ergebnisse der floristischen Stichprobenkartierung"},"content":{"rendered":"<p>THOMAS BREUNIG<\/p>\n<p>Seit 2008 f\u00fchrt der Arbeitskreis Geobotanik der BAS stichprobenartige Erhebungen zur floristischen Kartierung von Baden-W\u00fcrttemberg durch. Bei diesen Erhebungen werden innerhalb eines zugewiesenen Quadrat-kilometers bei einer drei- bis vierst\u00fcndigen Exkursion Listen aller festge-stellten Arten an Farn- und Samenpflanzen erstellt. Die Stichproben-Quadratkilometer sind regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Baden-W\u00fcrttemberg verteilt, in einer ersten Runde mit einer Maschenweite von 64 x 64 km, in der zweiten Runde von 32 x 32 km und in der dritten, inzwischen in Bearbeitung befindlichen Runde von 16 x 16 km.<\/p>\n<p>Anl\u00e4\u00dflich eines Kartierertreffens am Staatlichen Museum f\u00fcr Naturkunde am 23. Januar 2010 wurden erste \u2013 und nat\u00fcrlich noch nicht repr\u00e4sentative \u2013 Ergebnisse der Stichprobenkartierung vorgestellt. Ausgewertet wur\u00acden 39 Artenlisten, die w\u00e4hrend der Kartiersaison 2008 erstellt wurden. Wesentlich bei der Auswertung mitgewirkt hat cand. Dipl.-Geo\u00f6kol. Annegret Wahl, der hierf\u00fcr herzlich gedankt sei.<!--more--><\/p>\n<p>Bei den drei- bis vierst\u00fcndigen Erhebungen wurden zwischen 123 und 254 Sippen erfasst, im Durchschnitt waren es 177. Von diesen wurde keine auf allen Untersuchungsstrecken festgestellt, h\u00e4ufigste Art war das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), das auf 38 der 39 Exkursionsrouten beobachtet wurde. Von den insgesamt festgestellten 984 Sippen wurden die meisten nur ein oder wenige Male festgestellt (siehe Abb. 1).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-346\" title=\"abb11\" src=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb11.jpg\" alt=\"abb11\" width=\"400\" height=\"294\" srcset=\"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb11.jpg 400w, https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb11-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abb. 1 : H\u00e4ufigkeitsverteilung der Sippen.<br \/>\nBildet man eine Summenkurve der Neunachweise je Exkursion, so l\u00e4sst sich diese Regressionskurve durch die Funktion y = 260,12 mal x0,3713 be\u00acschreiben (Abb. 2). Damit l\u00e4sst sich absch\u00e4tzen, wie viele Sippen wir nach 50 oder 100 Exkursionen ungef\u00e4hr nachgewiesen haben werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-345\" title=\"abb21\" src=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb21.jpg\" alt=\"abb21\" width=\"400\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb21.jpg 400w, https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/abb21-300x184.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Abb. 2: Summenkurve der Neunachweise je Exkursion<br \/>\nVergleicht man die bisher am h\u00e4ufigsten nachgewiesenen Sippen mit denen, die bei der floristischen Kartierung 1970-1998 am h\u00e4ufigsten nachgewiesen wurden, so zeigen sich bereits gewisse \u00dcberein-stimmungen: Von den 30 Sippen, die von uns am h\u00e4ufigsten festgestellt wurden, geh\u00f6ren 21 auch bei der floristischen Kartierung 1970-1998 zu den 30 h\u00e4ufigsten Sippen. Der gr\u00f6\u00dfte Unterschied besteht bei der Wiesen-Schafgarbe, die bei den Stichprobenerhebungen an 26. Stelle, bei der floristischen Kartierung aber erst an 133. Stelle steht. Unter-schiede werden hier jedoch wegen der unterschiedlichen Kartierraster bleiben: W\u00e4hrend die TK-Quadraten mit etwa 35 km\u00b2 so gro\u00df sind, dass praktisch in jedem Quadrant sowohl Feldflur, Wald und Siedlungsfl\u00e4chen liegen, verlaufen unsere Stichprobenstrecken \u00f6fter einmal vollst\u00e4ndig im Wald oder in der Feldflur.<br \/>\nBei der Auswertung der Listen zeigte sich, wie wichtig es ist, dass ein besonderes Augenmerk auf die Verwendung einer einheitlichen Nomen-klatur und einer eindeutigen taxonomischen Referenzliste gelegt wird. Ansonsten ergibt sich ein zus\u00e4tzlicher Aufwand bei der Aufbereitung der Gel\u00e4ndelisten und es bleibt unklar, was mit manchen Artangaben gemeint ist, ob sich zum Beispiel hinter dem Namen \u201eSymphytum officinale\u201c das entsprechende Aggregat oder aber die Art im engen oder im weiten Sinne verbirgt. Angestrebt wird deshalb, dass m\u00f6glichst viele Kartierer das Artenerfassungsprogramm der LUBW zur Dateneingabe benutzen, das die Florenliste von Baden-W\u00fcrttemberg (Buttler &amp; Harms 1998) als Referenzliste benutzt.<br \/>\nBisher haben sich die folgenden Personen an der Stichprobenkartierung beteiligt, denen hierf\u00fcr herzlich gedankt sei!<\/p>\n<p>Uwe Amarell, Kerstin Bach, Joachim Bammert, Reinhard B\u00f6cker, Thomas Breunig, Siegfried Demuth, Helmut Herwanger, Eberhard Koch, Karsten Ko\u00df, Gunter M\u00fcller, Walter , Plieninger, Renate Riedinger, Ralf Rieks, Dieter Rodi, Johannes Schach, Siegfried Schlesinger, Wolfgang Sch\u00fctz, Markus Sonnberger, J\u00fcrgen Trittler, J\u00fcrgen V\u00f6gtlin, Stephan , Ziegler.<\/p>\n<p>Weitere Mitkartierer sind sehr erw\u00fcnscht. Sie sollten jedoch bereits gut Kenntnisse zur Flora der Farn- und Samenpflanzen Baden-W\u00fcrttembergs besitzen. Die Ergebnisse der Stichprobenkartierung werden in der Fundortdatenbank der BAS gespeichert (103.106 Datens\u00e4tze, Stand 20.3.2010) und stehen somit auch f\u00fcr den Neudurchgang der floristische Kartierung Baden-W\u00fcrttembergs zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THOMAS BREUNIG Seit 2008 f\u00fchrt der Arbeitskreis Geobotanik der BAS stichprobenartige Erhebungen zur floristischen Kartierung von Baden-W\u00fcrttemberg durch. Bei diesen Erhebungen werden innerhalb eines zugewiesenen Quadrat-kilometers bei einer drei- bis vierst\u00fcndigen Exkursion Listen aller festge-stellten Arten an Farn- und Samenpflanzen erstellt. 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