{"id":522,"date":"2011-12-17T15:18:26","date_gmt":"2011-12-17T14:18:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=522"},"modified":"2016-05-31T13:04:08","modified_gmt":"2016-05-31T12:04:08","slug":"beck-r-bozen-isbn-978-88-87108-03-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=522","title":{"rendered":"Beck, R. &#038; Wilhalm T. 2010: Die Farnpflanzen S\u00fcdtirols."},"content":{"rendered":"<p>von THOMAS BREUNIG<\/p>\n<p><strong>Beck, R. &amp; Wilhalm T. 2010: Die Farnpflanzen S\u00fcdtirols. \u2013 Ver\u00f6ffentl. Naturmuseum S\u00fcdtirol 7: 172 + I S.; Bozen. ISBN 978-88-87108-03-3<\/strong><\/p>\n<p>Von 1999 bis 2009 widmete sich Reinhold Beck der Kartierung der Farnpflanzen in S\u00fcdtirol. Seine Kartierergebnisse hat er nun zusammen mit Thomas Wilhalm, Konservator am Naturmuseum S\u00fcdtirol in Bozen, in Buchform ver\u00f6ffentlicht. Um es gleich zu sagen: Herausgekommen ist ein sehr informatives und auch graphisch ansprechendes Werk, durchgehend gepr\u00e4gt von Sorgfalt \u2013 von der Kartiermethodik bis hin zur Pr\u00e4sentation der Ergebnisse.<\/p>\n<p>Die einleitenden Kapitel geben einen \u00dcberblick zur Kartiermethodik sowie zur Biologie, \u00d6kologie, Systematik, Verbreitung und Gef\u00e4hrdung der Farnpflanzen. Unter diesem Begriff fassen die Autoren die eigentlichen Farne, die B\u00e4rlapp-, Moosfarn-, Brachsenkraut-, Natternzungen- und Schachtel\u00achalmgew\u00e4chse zusammen. Den Hauptteil des Buches bilden zumeist ausf\u00fchrliche Portr\u00e4ts der in S\u00fcdtirol festgestellten beziehungsweise in der Literatur genannten Farn-pflanzen. Behandelt werden 76 Arten sowie eine Reihe von Unterarten und Hybriden. Die meisten der Arten kommen auch in S\u00fcdwestdeutsch-land vor, vertreten sind aber auch einige exotische Gattungen wie Pteris, Anogramma, Adiantum und Notholaena. Erg\u00e4nzt werden die Portr\u00e4ts um weitergehende Informationen zu den Familien und zu einzelnen Gattungen der Farnpflanzen.<br \/>\n<!--more--> Gegliedert sind die Portr\u00e4ts in Merkmalbeschreibungen, Angaben zur \u00d6kologie und zu den Begleitarten, Angaben zur allgemeinen Verbreitung und zur Verbreitung in S\u00fcdtirol, historische Angaben sowie Angaben zu Gef\u00e4hrdung und Schutz. Erg\u00e4nzt werden die Texte bei fast allen behandelten Sippen durch anschauliche Fotos, zum Teil auch durch die Abbildung von Herbarbelegen. Detailaufnahmen zeigen unter anderem die unterschiedlich ausgebildeten Sori bei Athyrium filix-mas und A. distentifolium, die Sporen von Cystopteris dickieana und C. fragilis sowie die blauschwarz gef\u00e4rbte Ansatzstelle der Fiederspindeln bei Dryopteris affinis.<\/p>\n<p>Die Verbreitung der Sippen wird in Rasterkarten dargestellt, wobei die Raster den Messtischblatt-Quadranten (5 x 3 Minutenfelder) entsprechen. Zu ber\u00fccksichtigen ist, dass die Raster wegen der s\u00fcdlicheren geographi\u00acschen Lage von S\u00fcdtirol etwas gr\u00f6\u00dfer sind als in S\u00fcddeutschland. Unterschieden werden bei den Nachweisen vier Zeitr\u00e4ume: vor 1906, 1906 bis 1979, 1980 bis 1999 sowie ab dem Jahr 2000. Die Beschreibung der Sippen erfolgt haupts\u00e4chlich durch Nennung mor-phologischer Merkmale, die ein Wiedererkennen im Gel\u00e4nde erm\u00f6gli-chen. Bei schwierig zu unterscheidenden Sippen sind zus\u00e4tzlich Merk-malstabellen eingef\u00fcgt, so zu den Unterarten von Lycopodium clavatum, Equisetum arvense und Asplenium trichomanes, zu den Arten der Gattungen Diphasiastrum, Polypodium und Woodsia sowie zu den Artengruppe von Dryopteris affinis und Dryopteris carthusiana.<\/p>\n<p>Gegen eine Verwendung des Buches als Exkursionsflora spricht sein Format, und f\u00fcr einen Transport im Rucksack ist es eigentlich zu schade. M\u00f6chte man etwas kritisieren, muss man lange suchen. Man k\u00f6nnte h\u00f6chstens anf\u00fchren, dass dann, wenn die Verbreitungskarten signali-sieren, dass alles im gr\u00fcnen Bereich ist, gerade das Gegenteil der Fall ist. Ungew\u00f6hnlicherweise wurden n\u00e4mlich die historischen, nicht mehr aktuell nachgewiesenen Vorkommen mit gr\u00fcnen Punkten dargestellt, w\u00e4hrend die roten Punkte ein aktuelles Vorkommen anzeigen. Das Buch kann rundum empfohlen werden: Sowohl denen, die einen Einstieg in die Welt der Farnpflanzen suchen als auch denen die sich mit dieser Artengruppe bereits intensiver besch\u00e4ftigen. Nat\u00fcrlich auch allen, die sich f\u00fcr die Pflanzenwelt S\u00fcdtirols interessieren und schlie\u00dflich auch den Liebhabern guter und sch\u00f6ner botanischer B\u00fccher. Das Buch kostet 35 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von THOMAS BREUNIG Beck, R. &amp; Wilhalm T. 2010: Die Farnpflanzen S\u00fcdtirols. \u2013 Ver\u00f6ffentl. Naturmuseum S\u00fcdtirol 7: 172 + I S.; Bozen. 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