{"id":547,"date":"2012-04-10T19:00:43","date_gmt":"2012-04-10T18:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=547"},"modified":"2016-06-28T14:37:24","modified_gmt":"2016-06-28T13:37:24","slug":"die-kartierung-des-quadranten-tk-70164-%e2%80%93-ein-projekt-der-bas-im-rahmen-der-floristischen-kartierung-baden-wurttembergs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=547","title":{"rendered":"Die Kartierung des Quadranten TK 7016\/4 \u2013 ein Projekt der BAS im Rahmen der floristischen Kartierung Baden-W\u00fcrttembergs"},"content":{"rendered":"<p>THOMAS BREUNIG<\/p>\n<p>Mit dem kompletten Neudurchgang der floristischen Kartierung von Baden-W\u00fcrttemberg haben sich die beiden Staatlichen Museen f\u00fcr Naturkunde in Baden-W\u00fcrttemberg ein sehr ambitioniertes Projekt vorgenommen, das von unserer Arbeitsgemeinschaft im Rahmen eines Kooperationsvertrags unterst\u00fctzt wird. Dies geschieht insbesondere durch die Beteiligung bei den Felderhebungen, aber auch durch den Aufbau einer vereinseigenen Fundort-Datenbank. In diese Datenbank flie\u00dfen unsere Exkursionsergebnisse und die Fundortmeldungen per Internet ein. Die Daten werden nach Plausibilisierung j\u00e4hrlich den Naturkundemuseen zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Bei einem so gro\u00dfen Kartierprojekt ergeben sich viele interessante methodische Fragestellungen. Einigen davon m\u00f6chte die BAS mit einem Kartierprojekt im Jahr 2012 nachgehen. Dabei soll die Flora (Farn- und Samenpflanzen) eines einzigen Quadranten m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig erfasst werden. Im Vordergrund steht die Frage, wie viele Sippen bei intensiver Bearbeitung f\u00fcr einen Quadranten nachgewiesen werden k\u00f6nnen und welcher Zeitaufwand daf\u00fcr notwendig ist. Da mit TK 7016\/4 ein f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg in etwa durchschnittlich reich strukturierter Quadrant ausgew\u00e4hlt wurde, lassen diese Informationen R\u00fcckschl\u00fcsse zu, mit welchem Zeitaufwand bei einer landesweiten Kartierung bei unterschiedlichen Kartierintensit\u00e4ten zu rechnen ist.<\/p>\n<p>Interessant ist dar\u00fcber hinaus auch der Vergleich mit den bisher f\u00fcr den Quadranten vorliegenden Kartierdaten: Wie viele der bereits bekannten Sippen k\u00f6nnen best\u00e4tigt und wie viele Sippen k\u00f6nnen als neu f\u00fcr den Quadranten nachgewiesen werden? Sind unter den nicht mehr best\u00e4tigten beziehungsweise unter den neu nachgewiesenen Sippen bestimmte \u00f6kologische Artengruppen besonders stark vertreten? Spannend wird auch sein, welche Sippen von mehreren oder vielen und welche nur von einzelnen Kartiererinnen und Kartierern festgestellt werden. Schlie\u00dflich wird interessant sein, wie viele und welche Sippen (z.B. der Gattung Rubus) nur von Spezialisten nachgewiesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damit die Funddaten m\u00f6glichst gut auswertbar sind, ist ein einheitliches Vorgehen bei der Kartierung notwendig. Zur Kartierung verwendet werden sollen die Erhebungsb\u00f6gen der BAS (k\u00f6nnen bei der Gesch\u00e4ftsstelle angefordert werden). Die Funddaten sollen mit dem Erfassungsprogramm \u201eAEP Forte\u201c digitalisiert werden, entweder durch die Kartiererinnen und Kartierer selbst oder aber durch eine Hilfskraft in der Gesch\u00e4ftsstelle. Zus\u00e4tzlich zu den \u00fcblichen Angaben (<a href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/index.php?page=kartierung\" target=\"_self\">siehe www.botanik-sw.de\/Kartierung<\/a>) m\u00fcssen die Dauer der Kartierzeit und die zur\u00fcckgelegte Wegstrecke notiert werden. Die Exkursionsrouten sollen \u2013 ausgenommen bei Spezialkartierungen und Einzelfundbeobachtungen \u2013 innerhalb eines Gau\u00df-Kr\u00fcger-Quadratkilometers liegen.<\/p>\n<p>Wir hoffen auf eine rege Beteiligung bei der Kartierung, so dass nach M\u00f6glichkeit in jedem der 42 Quadratkilometer des Gau\u00df-Kr\u00fcger-Koordinatennetzes, an denen der Quadrant Anteil hat (25 km\u00b2 vollst\u00e4ndig oder nahezu vollst\u00e4ndig, 17 km\u00b2 teilweise) mindestens eine Kartierexkursion durchgef\u00fchrt werden kann. Bereits zugesagt haben ihre Mitarbeit G\u00fcnter Gottschlich als Spezialist f\u00fcr die Gattung Hieracium, Walter Plieninger als Spezialist f\u00fcr die Gattung Rubus sowie Wolfgang Sch\u00fctz f\u00fcr die spezielle Erfassung von Wasserpflanzen. Stattfinden werden in dem Gebiet au\u00dferdem ein BAS-Kartierwochenenende am 7. und 8. Juli sowie einige der Karlsruher Montagsexkursionen (siehe Exkursionsprogramme in dieser Pflanzenpresse). Eine erste Kartierexkursion im Rahmen des Projektes hat bereits am 3. M\u00e4rz 2012 im Anschluss an das diesj\u00e4hrige Beiratstreffen stattgefunden. Erfasst wurden dabei bei einer 75-min\u00fctigen Begehung der Watthalde die ersten 91 Sippen des Quadranten.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 1: Kartierfl\u00e4chen innerhalb des Quadranten 7016\/4<\/strong><br \/>\nR\/H: Koordinaten des jeweiligen Quadratkilometers (kennzeichnet dessen SW-Eck); Nutzungen, geordnet nach ihrem Fl\u00e4chenanteil: F = Feldflur, S = Siedlungsfl\u00e4che, W = Wald; Anmerkungen: bereits durchgef\u00fchrte oder geplante Kartierexkursionen 2012, M = Karlsruher Montagsexkursionen (genaue Treffpunkte siehe in dieser Pflanzenpresse); tw = Quadratkilometer liegt nur teilweise im Quadrant. &#8211;&gt; <a title=\"Tabelle1\" href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/media\/texte\/Tabelle1_7016_4.pdf\" target=\"_blank\">Download Tabelle1<\/a><\/p>\n<p>Der ausgew\u00e4hlte Quadrant mit seinem etwa 34 km\u00b2 gro\u00dfen Kartiergebiet liegt \u00fcberwiegend im Bereich der beiden Naturr\u00e4ume Kraichgau und N\u00f6rdliche Schwarzwald-Randplatten. Im Nordwesten reicht er gerade noch auf 400 m Breite in die B\u00fchl-Ortenauer Vorbergzone. Das am weitesten verbreitete geologische Substrat ist in dem zwischen 135 und 372 m \u00fc. NN gelegenen Kartiergebiet der L\u00f6ss (\u00fcberwiegend entkalkt), gefolgt von Sedimenten des Oberen und Mittleren Buntsandstein. Au\u00dferdem kommen auf kleinerer Fl\u00e4che Sedimente des Unteren Muschelkalks sowie holoz\u00e4ne Auensedimente vor. Von den drei Hauptnutzungstypen nimmt Wald den gr\u00f6\u00dften Fl\u00e4chenanteil ein, gefolgt von landwirschaftlichen Fl\u00e4chen und Siedlungsbereichen.<\/p>\n<p>Das landschaftlich \u00fcberwiegend sehr reizvolle Kartiergebiet ist sowohl mit dem PKW als auch mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. In ihm liegen die Anschlussstelle Karlsbad an der A 8 sowie mehrere Haltestellen der Stadtbahnlinien S 1 und S 11.<\/p>\n<p>Koordiniert wird die Kartierung durch Thomas Breunig und Andreas Kleinsteuber. \u00dcber eine rege Beteiligung bei der Kartierung w\u00fcrden wir uns sehr freuen. Je intensiver wir die Karierung durchf\u00fchren k\u00f6nnen, desto aussagekr\u00e4ftiger werden die Ergebnisse sein.<\/p>\n<p>Der aktuelle Kartierstand f\u00fcr TK 7016\/4 wird von Uwe Fessenbecker regelm\u00e4\u00dfig auf unserer Internetseite www.botanik-sw.de pr\u00e4sentiert. Die Auswertungsergebnisse sollen in Band 8 unserer Mitteilungen publiziert werden.<\/p>\n<p>Bei Interesse an einer Mitarbeit bitten wir um Meldung bei der Gesch\u00e4ftsstelle oder um eine E-Mail an breunig@botanik-plus.de. Die gemeldeten Kartierer erhalten eine kurze Anleitung zur Kartierung sowie ein auf den Ma\u00dfstab 1:10.000 vergr\u00f6\u00dferten Farbausdruck des von ihnen ausgew\u00e4hlten Quadratkilometers (<a title=\"Tabelle1\" href=\"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/media\/texte\/Tabelle1_7016_4.pdf\" target=\"_blank\">siehe Tab. 1<\/a>), auf dem die Kartierstrecken festgehalten werden sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>THOMAS BREUNIG Mit dem kompletten Neudurchgang der floristischen Kartierung von Baden-W\u00fcrttemberg haben sich die beiden Staatlichen Museen f\u00fcr Naturkunde in Baden-W\u00fcrttemberg ein sehr ambitioniertes Projekt vorgenommen, das von unserer Arbeitsgemeinschaft im Rahmen eines Kooperationsvertrags unterst\u00fctzt wird. Dies geschieht insbesondere durch die Beteiligung bei den Felderhebungen, aber auch durch den Aufbau einer vereinseigenen Fundort-Datenbank. 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