{"id":774,"date":"2015-01-07T13:19:15","date_gmt":"2015-01-07T12:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=774"},"modified":"2016-05-31T11:20:05","modified_gmt":"2016-05-31T10:20:05","slug":"die-rosen-und-weissdorn-exkursion-am-26-und-27-7-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=774","title":{"rendered":"Die Rosen- und Wei\u00dfdorn-Exkursion am 26. und 27.7.2014"},"content":{"rendered":"<p>von Andreas Kleinsteuber<\/p>\n<p>Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr trafen sich etwa ein Dutzend Roseninteressierte am Bahnhof in Remchingen im Pfinztal zur Rosen- und Wei\u00dfdorn-Exkursion. Diese wurde von den Spezialisten Michael Ristow, der aus Potsdam angereist war, und Andreas Kleinsteuber aus Karlsruhe geleitet. Mit Fahrgemeinschaften fuhren wir zuerst zum Essigberg s\u00fcdlich von Dietlingen (7117\/21). Dort erhielten wir von Michael Ristow zun\u00e4chst eine theoretische Einf\u00fchrung \u00fcber die Wildrosen mit ihrem jeweiligen Merkmalskomplex u.a. Wuchsform, Kelchstellung, Griffelweite, Blattbehaarung, Dr\u00fcsen und Form der Stacheln. Zudem erhielten wir eine sehr hilfreiche \u00dcbersicht in Papierform: Darin sind die Unterschiede der Hundsrosen, der Flaum-, Wein- und Filzrosen tabellarisch aufgef\u00fchrt und damit die Arten schnell zuordenbar.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nZun\u00e4chst ging es an den Waldrand des Essigbergs, um die ersten Rosenarten zu bestimmen: mit der sehr h\u00e4ufigen Echten Hunds-Rose (Rosa canina) ging es los. Weitere Arten waren die mit ihren gr\u00fcnen Trieben und der Griffels\u00e4ule leicht erkennbare Kriechende Rose (Rosa arvensis) sowie dann schon schwieriger zu bestimmende Arten wie Feld-Rose (Rosa agrestis), Busch-Rose (Rosa corymbifera) und Flaum-Rose (Rosa balsamica =\u00a0 R. tomentella =R. obtusifolia). Nebenbei wurde von Michael Ristow auf die Wiesen-Schafgarbe (Achillea pratensis) im angrenzenden Gr\u00fcnland hingewiesen. Sie unterscheidet sich von der Gew\u00f6hnlichen Schafgarbe (Achillea millefolium) u. a. durch die im Durchmesser deutlich kleinere Hauptschirmrispe. Nach den einf\u00fchrenden Bestimmungs\u00fcbungen am Waldrand folgte die Heide des Essigbergs, wo wir weitere Arten wie die Kleinbl\u00fctige Rose (Rosa micrantha) und Wein-Rose (Rosa rubiginosa) sahen. Weitere interessante Arten im Naturschutzgebiet waren der Echte Buchenspargel (Hypopitys hypophegea) und der Hohe Steinklee (Melilotus altissima).<br \/>\nNach einer kurzen Mittagspause am Sportplatz ging es trotz Regen voller Elan weiter zu den Wei\u00dfdorn-Arten. Zun\u00e4chst erl\u00e4uterte Michael Ristow die Arten Eingriffeliger Wei\u00dfdorn (Crataegus monogyna), Zweigriffeliger Wei\u00dfdorn (Crataegus laevigata) und Gro\u00dfkelchiger Wei\u00dfdorn (Crataegus rhipidophylla) mit den Unterschieden in den Blattformen an den Kurztrieben, der Nebenbl\u00e4tter, Kelche und Fr\u00fcchte. Anschlie\u00dfend wurde ein Heckengebiet beim Sportplatz nach der Filz-Rose (Rosa tomentosa) durchsucht. Wir fanden nur eine Pflanze, die nicht in allen Merkmalen ganz typisch war. Desweiteren wurde ein Wei\u00dfdorn als Hybrid mit Gro\u00dfkelchigem Wei\u00dfdorn (Crataegus rhipidophylla) eingestuft, sowie eine Pflanze als Gro\u00dffr\u00fcchtiger Wei\u00dfdorn (Crataegus cf. macrocarpa).<br \/>\nZum Abschluss des Tages suchten und fanden wir s\u00fcdlich Ersingen zwischen der B10 und der A8 (7017\/4) die Essig-Rose (Rosa gallica). Ingrid Brenk f\u00fchrte uns anschlie\u00dfend zu einem Standort an der Autobahn mit vielen Exemplaren der Schlanken Karde (Dipsacus strigosus), einem Neophyten.<br \/>\nAm Sonntagmorgen trafen wir uns am Bahnhof Weingarten. Dort fanden wir u.a. die Hingestreckte Zwergwolfsmilch (Euphorbia prostrata), die in Ausbreitung begriffene Wilde M\u00f6hrenhirse (Sorghum halepense) und den Schmalbl\u00e4ttrigen Hohlzahn (Galeopsis angustifolia). Danach fuhren wir zum Kirchberg am S\u00fcdostende von Weingarten (6917\/31), wo wir einen guten Blick in die Rheinebene hatten. Dort fanden wir auf einer B\u00f6schung am Weinberg die Rauhbl\u00e4ttrige Rose (Rosa jundzillii = marginata). Weitere schon am Tag vorher \u201ege\u00fcbte\u201c Wildrosen wie z.B. Rosa corymbifera begegneten uns erneut. An Begleitarten am Weinberg und an Randstrukturen fanden wir u.a. Rundbl\u00e4ttrigen Storchschnabel (Geranium rotundifolium), Gew\u00f6hnliche Katzenminze (Nepeta cataria), Gew\u00f6hnliche Schwarznessel (Ballota nigra subsp. meridionalis), Kurzborstige Borstenhirse (Setaria verticilliformis) sowie das Gelblichwei\u00dfe Labkraut (Galium \u00d7pomeranicum), den Bastard aus Echtem Labkraut (Galium verum) und Wei\u00dfem Wiesenlabkraut (Galium album).<br \/>\nNachmittags fuhren wir weiter nach S\u00fcden zum Silzberg n\u00f6rdlich Gr\u00f6tzingen (6917\/33). An den s\u00fcd- bis westexponierten H\u00e4ngen konnten wir neben Magerrasenarten und Arten warmer Walds\u00e4ume (Prunella grandiflora, Helianthemum nummularium, Aster amellus, Anthericum ramosum) Wildrosen und Wei\u00dfdorne bewundern, u.a. den Bastard aus Gro\u00dfkelchigem Wei\u00dfdorn (Crataegus rhipidophylla) mit Eingriffeligem Wei\u00dfdorn (Crataegus monogyna) sowie eine Rose, die von Michael Ristow als Kratz-Rose (Rosa pseudoscabriuscula) angesprochen wurde, die aber in einigen Merkmalen den \u00dcbergang zur Filz-Rose (Rosa tomentosa) zeigte.<br \/>\nNach diesen zwei Tagen waren wir Exkursionsteilnehmer sehr angetan vom gro\u00dfen Erkenntnisgewinn und haben nun einen ganz anderen Zugang zur Bestimmung der sonst oft vernachl\u00e4ssigten Wildrosen und Wei\u00dfdornarten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Andreas Kleinsteuber Am Samstagmorgen um 9.30 Uhr trafen sich etwa ein Dutzend Roseninteressierte am Bahnhof in Remchingen im Pfinztal zur Rosen- und Wei\u00dfdorn-Exkursion. 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