{"id":776,"date":"2015-01-07T13:21:26","date_gmt":"2015-01-07T12:21:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=776"},"modified":"2016-06-28T13:50:40","modified_gmt":"2016-06-28T12:50:40","slug":"bericht-ueber-den-bas-kurs-bestimmen-von-samen-und-fruechten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.botanik-sw.de\/BAS\/module\/wordpress\/?p=776","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber den BAS Kurs &#8222;Bestimmen von Samen und Fr\u00fcchten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>von Dr. Andrea Jonitz und Prof. Dr. Norbert Leist<\/p>\n<p>Am 15. Februar 2014 trafen sich 16 BAS Mitglieder an der Samenpr\u00fcfstelle des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Augustenberg, um sich einen Tag mit der Morphologie und Bestimmung von Samen und Fr\u00fcchten zu befassen. Wie so oft schien der Kurs zun\u00e4chst mangels Beteiligung auszufallen \u2013 in der Woche davor aber meldeten sich weit \u00fcber zwanzig Interessenten. Der Kurs fand im Reinheitslabor der Saatgutpr\u00fcfstelle statt, sodass jeder Teilnehmer einen Arbeitsplatz vorfand, ausger\u00fcstet mit Binokular, Pinzetten, Sch\u00e4lchen und einem Bestimmungsschl\u00fcssel (Brouwer &amp; St\u00e4hlin: Handbuch der Samenkunde). Dazu stand neben zahlreicher Literatur und Bildatlanten die umfangreiche Samensammlung der Saatgutpr\u00fcfstelle zur Verf\u00fcgung, die es erm\u00f6glichte die zu bestimmenden Samen direkt mit der konkreten Art zu vergleichen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nNach einer Einf\u00fchrung in die Entwicklungsgeschichte von Samen, ihre dadurch bedingte Morphologie und Anatomie sowie die entsprechenden Begrifflichkeiten begann der praktische Teil. Dabei wurden an diesem Tag \u00fcber 40 Arten aus sechs Familien bestimmt.<br \/>\nNach der Einf\u00fchrung in die jeweils familientypischen Samen-Merkmale erhielt jeder Teilnehmer ein Sch\u00e4lchen mit Samen, die er mit dem Binokular in 10- bis 60-facher Vergr\u00f6\u00dferung betrachtete und dann zeichnete. Nun wurden die ersten Arten gemeinsam bestimmt, um mit dem Bestimmungs-Schl\u00fcssel vertraut zu werden. Danach erarbeitete jeder die Proben selbst\u00e4ndig. Abschlie\u00dfend wurde dann der Bestimmungsgang besprochen und die jeweilige Art mit ihren Besonderheiten vorgestellt. Mittels Beamerprojektion konnten diese in Makroaufnahmen gezeigt und gemeinsam diskutiert werden.<br \/>\nIm Einzelnen waren das folgende Arten:<br \/>\nCaryophyllaceae: Cerastium arvense, Stellaria media, St. holostea, St. graminea, Silene armeria, S. gallica, Spergula arvensis, Scleranthus annuus, Saponaria officinalis, Vaccaria pyramidata<br \/>\nBrassicaceae: Thlaspi arvense, Capsella bursa-pastoris, Camelina microcarpa, Eruca sativa, Sisymbrium officinale, Lepidium campestre, L. ruderale<br \/>\nFabaceae: Vicia hirsuta, V. narbonensis, Lathyrus aphaca, Coronilla scorpioides, Anthyllis vulneraria, Trifolium dubium, T. incarnatum, Hedysarum coronarium, Onobrychis viciaefolia, Lotus corniculatus<br \/>\nApiaceae: Aethusa cynapium, Angelica archangelica, Anthriscus sylvestris, Chaerophyllum temulum, Conium maculatum, Falcaria vulgaris<br \/>\nAsteraceae: Picris echioides, P. hieracioides, Sonchus arvensis, S. asper, Hypochoeris radicata, Anthemis arvensis, Ambrosia artemisifolia, Bidens pilosa, Centaurea nigra, Galinsoga parviflora.<br \/>\nDie Familie der Poaceae konnte aus Zeitgr\u00fcnden nur kurz gestreift werden.<br \/>\nDie meisten Teilnehmer klebten die bestimmten Samen mit Tesafilm neben ihre Zeichnungen in ihr Skizzenheft, wodurch auch deren Gr\u00f6\u00dfe dokumentiert ist. So konnte jeder zum Schluss ein kleines Samenherbarium mit nach Hause nehmen \u2013 zugleich als Anregung f\u00fcr eine eigene Samensammlung.<br \/>\nDie zielf\u00fchrenden Bestimmungsergebnisse zeigten auch auf, dass manche als Pflanze schwierig zu bestimmende Art anhand ihrer Samen oder Fr\u00fcchte rasch und eindeutig identifiziert werden kann, was auch f\u00fcr die Feldbotanik durchaus hilfreich ist. Abschlie\u00dfend stellte Frau Dr. Jonitz einige Informationssysteme aus dem Internet vor (GRIN, Image Galery, USDA), die es jedem erm\u00f6glichen sich selbst\u00e4ndig weiter zu bilden. Der Kurs fand so guten Anklang, dass es geplant ist ihn 2015 zu wiederholen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Dr. Andrea Jonitz und Prof. Dr. Norbert Leist Am 15. 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