Aktuelles


Aufruf zur Kartierung von Prunus cerasifera

von Thomas Breunig

Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera) ist eine häufig gepflanzte und ebenso häufig verwilderte und inzwischen auch wild auftretende Gehölzart.

Man findet Prunus cerasifera auch abseits von Obstbaumanpflanzungen in Hecken, Gebüschen und Feldgehölzen sowie an Wald- und Wegrändern. Solche spontan aufgewachsenen Exemplare sollten bei floristischen Kartierungen mit dem Status „verwildert“ erfasst werden.

Als Download finden Sie nachfogend den Beitrag  von Thomas Breunig zur Kirschpflaume (Prunus cerasifera) mit den Unterscheidungsmerkmalen zu Prunus domestica.

–> download Beitrag Prunus cerasifera

Die BAS würde sich freuen, wenn im Jahr 2020 besonders auf diese Art geachtet wird und Fundmeldungen über unser Meldeformular gemeldet werden.


Aufruf zur Erfassung von Mahonia-Sippen

von Annemarie Radkowitsch

Wintergrüne neophytische Gehölze können im Winter besonders gut bei floristischen Kartierungen erfasst werden, da sie auch als kleine noch unauffällige Jungpflanzen in blattlosen Gehölzbeständen deutlicher erkennbar sind als während der Vegetationsperiode.

Mahonien werden sehr häufig in Gärten und öffentlichen Anlagen kulti­viert. Ihre immergrünen Blätter, duftende langlebige gelbe Blüten, blau bereifte essbare Früchte und anspruchslose Kulturbedürfnisse machen sie zu attraktiven Zierpflanzen, von denen in Baumschulen unterschied­liche Kultivare angeboten werden. Nicht nur im Umfeld von Anpflan­zungen verwildert, wandern diese Arten mittlerweile auch in stadtnahe Wälder, Feldhecken und Feldgehölze ein und gehören zu den regelmäßig außerhalb von Siedlungen auftretenden neophytischen Gehölzen.

Mahonien wurden bisher in der floristischen Kartierung in Baden-Wür­ttemberg als Mahonia aquifolium (Pursh.) Nutt. erfasst. Neben weiteren auffälligen und gut von dieser Sippe abgrenzbaren Arten wie Mahonia bealei (Fort.) Carr. gibt es die Mahonia repens (Lindl.) G. Don., die in Baden-Württemberg kartierungsrelevant ist. In den Gehölzfloren von Roloff & Bärtels (4. Aufl., 2014) und Schmidt & Schulz („Fitschen -Gehölzflora“, 13. Aufl., 2018) wird sie durch die Ausläuferbildung sowie Blattmerkmale wie die nach vorne gerichteten Zähne, die geringere Anzahl Zähne (5-9 gegenüber 5-15 abstehenden Zähne bei M. aquifolium) sowie Papillen auf der Blattunterseite von M. aquifolium unterschieden. In beiden Floren gibt es Detailzeichnungen zu den Blatt­merkmalen. Die Ausläuferbildung ist als alleiniges Unterscheidungs­merkmal zwischen den beiden Arten ungeeignet, da sie häufig erst bei Altpflanzen deutlich erkennbar auftritt. Die beiden Sippen bilden außerdem den Hybrid M. aquifolium x repens, der in Wuchsform und Merkmalen zwischen beiden Elternarten steht.

Für Fundmeldungen sind daher Herbarbelege oder zumindest aussage­kräftige Fotos der Blattmerkmale sowie Anmerkungen zum Alter bzw. Größe (bedeckte Fläche) der vorgefundenen Pflanzen und zum Vorhandensein von Papillen auf der Blattunterseite sowie erkennbaren Ausläufern wichtig.

Fundmeldungen bitte an: Annemarie Radkowitsch, Hohenwarterstr. 1, 75181 Pforzheim, a.radkowitsch[at]t-online.de

Download Vortrag Mahonia-Sippen [pdf]


Herbarwettbewerb der BAS

Herbarwettbewerb der BAS – Vorankündigung

von Annemarie Radkowitsch

Kinder und junge Menschen an botanische Themen heranzuführen ist ein wichtiges Anliegen der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwest­deutschland e.V. Daher bietet die BAS in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe im kommenden Jahr eine Einführung ins Sammeln und Kennenlernen von Pflanzen sowie ins Herbarisieren und Kartieren an. Dieses Projekt „Mit wilden Pflanzen durchs Jahr“ ist verbunden mit einem Herbarwettbewerb und richtet sich an interessierte junge Menschen ab 8 Jahren, Schulkassen und sonstige Biologie-/ Botanik- oder Naturschutz-AGs.

Am Samstag, den 9. Mai 2020 findet die Auftaktveranstaltung dazu statt.

Weitere Information erhalten Sie in der nächsten Pflanzenpresse Nr. 41 (März 2020).

Wer an einer Teilnahme interessiert ist und nähere Informationen erhalten möchte, kann sich wenden an:

  • Annemarie Radkowitsch, Hohenwarterstr. 1, 75181 Pforzheim, a.radkowitsch[at]t-online.de oder
  • Josef Simmel, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe, Erbprinzenstraße 13, D-76133 Karlsruhe, josef.simmel[at]smnk.de

Erich-Oberdorfer-Stiftung: Ausschreibung 2019

Stipendien-Ausschreibung 2019 der Erich-Oberdorfer-Stiftung

Die Stiftung dient der Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Vegetationskunde, insbesondere in Südwestdeutschland.

Prof. Dr. Dr. h.c. Erich Oberdorfer gründete 1991 die nach ihm benannte Stiftung mit Sitz in Karlsruhe. Da ihm die Förderung der Forschung in den Bereichen Vegeta­tions­kunde und Vegetationsgeschichte besonders wichtig war, sollen aus den Erträgen der Stiftung Zuschüsse für entsprechende Projekte gewährt werden. Die Förderung richtet sich insbesondere an Forschungsprojekte in Südwestdeutschland. Wunsch des Stifters war es außerdem, dass die Stipendiaten Mitglieder im Natur­wissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V. sind. Mitglied kann jede/r Interessierte zum Jahresbeitrag von derzeit 15,- € bzw. 7,50 € für Studierende werden (www.nwv-karlsruhe.de).

 

Der Antrag auf eine Förderung soll folgende Angaben enthalten:

  • Name, Vorname und Adresse (auch E-Mail) des Antragstellers.
  • Genaue Schilderung des geplanten Projekts; ggf. Name der Institution, an der die Arbeit angefertigt wird.
  • Voraussichtliche Dauer der Arbeit. Die Förderung erfolgt als einmaliger Zuschuss; bei längerfristigen Projekten kann auf Antrag ein weiterer Zuschuss gewährt werden.
  • Genaue Angabe der geplanten Verwendung des Zuschusses mit Kosten­aufstellung (z.B. für Geräte oder Fahrtkosten).

 

Die Förderung beträgt maximal 4.000,- €. Mit dem positiven Bescheid zur Förderung werden 25 % der Fördersumme ausgezahlt, der Rest nach Erhalt eines Berichts zu den Ergebnissen oder einer Veröffentlichung. Unter Umständen können Zwischen­auszahlungen je nach Projektfortschritt und entstandenen Kosten vereinbart werden.

 

Anträge sind bis zum 15.11.2019 zu richten an:

Dr. Josef Simmel

Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe

Referat Botanik

Erbprinzenstraße 13

76133 Karlsruhe

E-Mail: josef.simmel@smnk.de


28. Südwestdeutscher Floristentag 2018

Der 28. Südwestdeutsche Floristentag 2018 findet am Samstag, den 20. Oktober, 10:00 Uhr, im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe statt.

Anfragen und Anmeldung bitte an die Geschäftsstelle der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland,
Tel. 0721-9379386, E-Mail: info@botanik-sw.de

Teilnahmebeitrag:
Mitglieder 10,- EUR, Nichtmitglieder 15,- Euro, Studenten beitragsfrei

Nach Bestätigung der Anmeldung bitten wir um Überweisung auf das Konto der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland:

IBAN: DE36 6601 0075 0607 1127 55

BIC: PBNKDEFF

Stichwort: Floristentag 2018.

Programm Floristentag 2018:  –>Download

 

Mitgliederversammlung der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e. V.

Samstag, 20. Oktober, 17.00 Uhr, im Anschluss an den 28. Südwest­deutschen Floristentag im Max-Auerbach-Hörsaal im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe, Erbprinzenstraße 13, 76133 Karlsruhe.

 

 


Erich-Oberdorfer-Stiftung: Ausschreibung 2018

Stipendien-Ausschreibung 2018 der Erich-Oberdorfer-Stiftung

Die Stiftung dient der Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Vegetationskunde, insbesondere in Südwestdeutschland.

Prof. Dr. Dr. h.c. Erich Oberdorfer gründete 1991 die nach ihm benannte Stiftung mit Sitz in Karlsruhe. Da ihm die Förderung der Forschung in den Bereichen Vegeta­tions­kunde und Vegetationsgeschichte besonders wichtig war, sollen aus den Erträgen der Stiftung Zuschüsse für entsprechende Projekte gewährt werden. Die Förderung richtet sich insbesondere an Forschungsprojekte in Südwestdeutschland. Wunsch des Stifters war es außerdem, dass die Stipendiaten Mitglieder im Natur­wissenschaftlichen Verein Karlsruhe e.V. sind. Mitglied kann jede/r Interessierte zum Jahresbeitrag von derzeit 15,- € bzw. 7,50 € für Studierende werden (www.nwv-karlsruhe.de).

 

Der Antrag auf eine Förderung soll folgende Angaben enthalten:

  • Name, Vorname und Adresse (auch E-Mail) des Antragstellers.
  • Genaue Schilderung des geplanten Projekts; ggf. Name der Institution, an der die Arbeit angefertigt wird.
  • Voraussichtliche Dauer der Arbeit. Die Förderung erfolgt als einmaliger Zuschuss; bei längerfristigen Projekten kann auf Antrag ein weiterer Zuschuss gewährt werden.
  • Genaue Angabe der geplanten Verwendung des Zuschusses mit Kosten­aufstellung (z.B. für Geräte oder Fahrtkosten).

 

Die Förderung beträgt maximal 4.000,- €. Mit dem positiven Bescheid zur Förderung werden 25 % der Fördersumme ausgezahlt, der Rest nach Erhalt eines Berichts zu den Ergebnissen oder einer Veröffentlichung. Unter Umständen können Zwischen­auszahlungen je nach Projektfortschritt und entstandenen Kosten vereinbart werden.

 

Anträge sind bis zum 31.10.2018 zu richten an:

Prof. Dr. Norbert Lenz

Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe

Erbprinzenstraße 13, 76133 Karlsruhe

E-Mail: norbert.lenz@smnk.de