Tägliche Archive: 22. Dezember 2020


Aufruf zu Erforschung der Gattung Alchemilla in Baden-Württemberg

von RICO KAUFMANN

Seit etwa 10 Jahren beschäftige ich mich mit der Gattung Alchemilla, wobei ich erst im letzten Jahr Baden-Württemberg dahingehend etwas näher erkundet habe. Mich reizt die Einfachheit der Pflanzen mit einer überschaubaren Anzahl von Merkmalen, die in meinen Augen dennoch gut für eine Unterscheidung geeignet sind, selbst bei ausschließlicher Berücksichtigung der Blattmerkmale. In den letzten Jahrzehnten waren insbesondere Gerold Hügin, Sigurd Fröhner, Heinz Kalheber und Wolfgang Lippert in Südwestdeutschland und Baden-Württemberg aktiv und haben direkt oder indirekt durch z. B. Herbar­belege die Verbreitung der Arten untersucht. Dabei sind bereits einige größere Veröffentlichungen für Baden-Württemberg und die angrenzenden Gebiete entstanden (Hügin 2006, Hügin & Fröhner 2009, Hügin & Fröhner 2012).

Ich werde im Laufe der nächsten Jahre die Gattung Alchemilla im Schmeil-Fitschen bearbeiten und möchte zusätzlich gern einen Bestimmungsschlüssel für Baden-Württemberg entwickeln, der nur die hier vorkommenden Arten behandelt und der einfach zu handhaben ist. Dafür benötige ich jedoch noch Informationen über die Verbreitung insbesondere der bislang als eher selten eingeordneten Arten, da ich die Variabilität der Merkmale berücksichtigen möchte. Außerdem vermute ich, dass einige der Arten der Vogesen auch im Hochschwarzwald vorkommen könnten, z. B. A. lunaria und A. flabellata. Letztere fand ich im August dieses Jahres auf dem Gipfel des Grand Ballon. Zuvor gab es aus den Vogesen nur einen veröffentlichten Nachweis vom Hohneck (Ochsenbein 1959). Mein schönster Fund war in diesem Jahr A. crinita im baden-württembergischen Allgäu auf einer Nasswiese bei Bad Wurzach, ein Erstnachweis für das Messtischblatt 8025. Die Art könnte im Gebiet, insbesondere in Richtung der Alpen, weiterverbreitet sein.

Hiermit möchte ich dazu aufrufen, mir gerne Fotos von Alchemilla-Arten, insbesondere mit gut erkennbaren Oberseiten der zur Bestimmung relevanten Grundblätter sowie der Blattstielbehaarung, per E-Mail (rico.kaufmann@mail.de) zu schicken. Die Blätter sollten jedoch im trockenen Zustand, also z. B. nicht direkt nach einem Regenschauer fotografiert worden sein. Herbarbelege schaue ich mir auch gern an. Zum Bearbeiter der Gattung im Rothmaler, Sigurd Fröhner, habe ich bereits Kontakt.

 

Hügin, G. (2006): Die Gattung Alchemilla im Schwarzwald und seinen Nachbargebirgen (Vogesen, Nord-Jura, Schwäbische Alb). Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland, Beiheft 2.

Hügin, G. & Fröhner, S. (2009): Die Gattung Alchemilla im Französischen und Schweizer Jura. Verbreitungskarten, Neubeschreibungen, Abbildungen, Bestimmungs- und Merkmalstabellen. Kochia 4, 47-134.

Hügin, G. & Fröhner, S. (2012): Die Gattung Alchemilla im Französischen und Schweizer Jura. Fortsetzung 1: Alchemilla pseudodecumbens spec. nov. Kochia 6, 29-62.

Ochsenbein, G. (1959): La végétation du Hohneck, Bulletin de la Société Botanique de France, 106:sup2, 37-60.


Schubert, Enno 2020: Die Pflanzenwelt des Weschnitztals und seiner Randgebiete. – 312 S.; Herausgeberin und Bezug: Botanische Vereinigung für Naturschutz in Hessen e. V., Schiffenbergerstraße 14, 35345 Wettenbreg, E-Mail: info@bvnh.de [ISBN: 978-3-00-065375-99]

von SIEGFRIED DEMUTH

Die Weschnitz ist ein kleiner Fluss im Grenzgebiet zwischen Hessen und Baden-Württemberg. Sie entspringt im hessischen Hammelbach, fließt durch den Odenwald bis ins badische Weinheim, um hier aus dem Mittelgebirge in die Oberrheineben auszutreten. Von hier verläuft sie weiter nach Nordwesten, um (wieder in Hessen) bei Wattenheim nach rund 55 km in den Rhein zu münden.

Eine ausführliche Darstellung der Naturräume und ihrer Besonderheiten, der Geologie und der Lebensräume führt in das Untersuchungsgebiet ein, bereichert durch zahlreiche Bilder.

Die Flora umfasst ein etwa 105 km² großes Gebiet zwischen der Quelle und dem Austritt in die Rheinebene mit Anteil an zehn Naturräumen. Zwischen 1993 und 2018 wurde vom Autor eine systematische Rasterkartierung auf 64stel-Quadranten der TK 25 durchgeführt. Dazu wurden jeder der ca. 2,1 km² großen Quadranten fünfmal zu verschie­denen Jahreszeiten begangen. Dabei wurden alle wildwachsenden, etablierten, in Etablierung begriffenen sowie öfter auftretende unbeständige Farn- und Samenpflanzen erfasst. Festgestellt wurden in diesen 26 Jahren 1.046 Sippen; dazu kommen knapp einhundert, die aus der Zeit vor 1990 bekannt waren, danach aber nicht mehr bestätigt werden konnte. In den artenreichsten Rasterflächen konnten über 500 Sippen nachgewiesen werden (Spitze sind 546), in den „artenärmsten“ immerhin noch über 300! Allein diese Zahlen sprechen für eine sehr gründliche Durchforschung dieses landschaftlich sehr reichen Gebiets.

Dargestellt werden die Sippen mit einer Rasterverbreitungskarte, die nicht nur das Vorkommen des Fundes in einem Raster angibt, sondern auch die ungefähre Menge in einer fünfstufigen Skala. Dazu gibt es Angaben zu Standort, naturräumlicher Verbreitung, Bestandsgröße, den floristi­schen Status im Gebiet sowie zu Vorkommen außerhalb des Unter­suchungsraums. Was besonders lesenswert ist – nicht nur für Kenner des Weschnitztals – sind die Beobachtungen des Autors in den mehr als 25 Jahren über Rückgänge und Zunahmen von Populationen und ihrer möglichen Ursachen. Solche spezifischen Kenntnisse kann keine Karte wiedergeben. Abgeschlossen wird die Flora des Weschnitztals mit einer Auswertung dieser großen Datenmenge in Bezug auf Areale, Zeigerwerte, Ausbreitungs- und Rückgangstendenzen in Abhängigkeit von Gefährdung und Etablierungsgrad, jeweils bezogen auf die Naturräume.

Wer jetzt Lust bekommt, sich selbst eine Eindruck von dieser sehens­werten Landschaft und ihre Pflanzenwelt zu machen, dem wird geholfen: Vorgestellt werden am Ende des Buches 186 Biotope und Biotopkomplexe mit bemerkenswerten Pflanzenvorkommen. Leicht zu finden durch genaue Ortsbeschreibungen und Karten. Gegliedert werden die Biotope in Feuchtgebiete, Gebiete mit Magerwiesen, Mager- und Trockenrasen, Wegböschungen und Wegränder (ideal für botanische Spaziergänge!), Felsen und Mauern, Ruderalflächen, Äcker, Wälder und – was den Rezensenten besonders freut – sechs Friedhöfe.


Von Blumen, Pflanzen und so manchem mehr

PETER MÜLLER, Karlsruhe

Es war einmal ein älterer Herr, der eigentlich schon von Kindesbeinen an gerne auf Blumen schaute und sich an ihrem Anblick erfreuen konnte. Als er schon ein wenig älter geworden war und einen Fotoapparat besaß, kniete er sich regelmäßig vor ganz besonders schönen Exemplaren nieder und machte davon ein Bild, das er zu besonderen Anlässen gerne auch verschenkte. Zwar interessierte er sich dafür, wie die Blümchen hießen. Aber das war ihm nicht wirklich wichtig, zumal er feststellte, dass es eine ziemliche Mühe bereitete, unbekannte Arten in seinen Büchern aufzuspüren. Also hatte er sich, ohne darunter zu leiden, damit abgefunden, die Namen mancher der Schönheiten zu kennen, die der Mehrzahl aber nicht.

Eines Tages – da war er schon längere Zeit aus dem aktiven Leben ausgeschieden – wurde ihm zugetragen, dass sich in seiner Heimat Menschen zusammen gefunden hatten, um auf gemeinsamen Exkursionen die große Vielfalt der Pflanzen in der Natur, aber auch auf Plätzen, Grünstreifen, Bürgersteigen und Straßenrändern festzuhalten. Er überlegte, ob er sich dieser Gruppe anschließen sollte, denn alleine schon die Aussicht auf regelmäßige Rundgänge schien ihm äußerst reizvoll. Allerdings zögerte er, denn er erfuhr, dass dieser Gruppe ausgewiesene PflanzenkennerInnen angehörten, die man in Fachkreisen BotanikerInnen nennt. Das schreckte ihn ab, denn was hätte ein blutiger Laie wie er in diesem erlauchten Kreise von ExpertenInnen zu suchen. Erst als ihm ernsthaft versichert wurde, dass alleine die Liebe zu den Pflanzen schon ausreichte, um dieser Vereinigung hochkarätiger SpezialistInnen beizutreten, traute er sich und füllte sein Anmeldeformular aus.

Schnell lernte er, dass es mit dem, was er Zeit seines Lebens so sehr zu schätzen und zu lieben gelernt hatte, noch lange nicht getan war. Freundlich, aber bestimmt wies man ihn des Öfteren bei Zusammentreffen der ExpertInnen darauf hin, dass die Blümchen einzuordnen seien in das große Feld der Botanik, einem weiten Feld, wie man ihm vielsagend zuraunte. Er war dankbar für jegliche Hinweise, die man ihm gab, und saugte wissbegierig jeden einzelnen davon auf. Schließlich hatte er sich dazu entschieden, trotz seines fortgeschrittenen Alters in den Stand eines Novizen zu treten. Er war dazu bereit, alles zu überhören, was ihn davon hätte ablenken können, sein Ziel zu erreichen. Möglicherweise aus seiner Lebenserfahrung heraus hatte er sich instinktiv dafür entschieden, dieses Ziel nicht allzu zu hoch zu stecken, denn er war sich sicher, dass es in seinem Alter beinahe unmöglich war, irgendwann einmal sich verwandelt zu haben von einem offensichtlichen Dilettanten oder gar Unwissenden  in einen wahrhaftigen Botaniker. Aber – so sein Fazit, das auch eine sanfte Form des Selbstschutzes beinhaltete – warum sollte er nicht dahin kommen, sich so viele Grundkenntnisse anzueignen, dass die Koryphäen bereit waren, ihn als engagierten Freizeit-Botaniker anzuerkennen, dessen Mitwirken in ihrem erlauchten Kreis großzügig geduldet wurde.

Er ließ sich nicht entmutigen, an den botanischen Montagsexkursionen teilzunehmen, obwohl er sich anfangs von den beinahe – so schien es ihm zumindest – unzählbaren ihm völlig fremden Namen für die Pflanzen, die ganz offensichtlich umherstanden, überwältigt fühlte. Diese und jene davon hatte er da oder dort in seinem langen Leben schon zu Gesicht bekommen. Aber die Zahl derer, die ihm noch nie vor Augen gekommen bzw. aufgefallen waren, war unendlich groß. Wurde ihm dies während einer der Exkursionen bewusst, so begann ihm immer wieder der Kopf zu brummen. Auch bewegte sich die Gruppe der ExpertInnen, die sich gut gelaunt lateinische Begriffe zurief, nicht selten so rasch durch das Gelände, dass er nur hinterher stolpern konnte und sich vorkam wie ein Analphabet. Aber das verdross ihn nicht, vielmehr zählte er das zu dem, was man im Volksmund so zutreffend damit beschreibt, dass ein jeder Lehrgeld zahlen müsse. Außerdem stellte er bald schon fest, dass die Weisheit eines großen Dichters auch für ihn zutraf: wo die Not groß ist, wächst auch das Rettende. Vor so mancher Pflanze baute sich bei den Naturgängen beinahe die gesamte Gruppe auf und begann leidenschaftlich darüber zu diskutieren, welchen Fund man da gerade gemacht habe. Da hatte der Neue genügend Zeit, sich diesen genauer anzuschauen. In solchen Momenten kam es auch schon mal vor, dass die ExpertInnen ordentlich miteinander stritten, weil sie sich nicht darauf einigen konnten, um welche Pflanze es sich genau handelte. Ihm gefiel, wie man sich da Merkmale der Pflanze miteinander austauschte, was aber nicht zwangsläufig zu einer eindeutigen Entscheidung der Anwesenden führten musste. Als befreiend erlebte es der Blumenliebhaber dann, wenn sich eine*r der ExkursionsteilnehmerInnen in der gelehrten Disputatio plötzlich bückte, die Pflanze ausriss und verkündete, diese zu Hause in aller Ruhe nachzubestimmen. Die sich nun schlagartig einstellende Stille genoss der Novize in vollen Zügen.

Nachdem er an einigen Exkursionen teilgenommen hatte, fielen sowohl sein Erscheinen als auch seine Hilfsbedürftigkeit in der Gruppe einigen auf, die sich freundlicherweise seiner ein bisschen annahmen. Man nannte ihm zu seiner Freude die wissenschaftlichen Namen von Pflanzen, die man ihm mit einem Augenzwinkern in die Hand drückte oder die unmittelbar vor seinen Füßen aufragten. Wenn er die Namen nicht richtig verstand, wiederholte man sie ihm geduldig, bis er die korrekte Schreibweise in seinem Exkursionsheft stehen hatte, das er als Lernbegieriger von Anfang an mit sich führte. Und einige Helfende erbarmten sich nach und nach seiner, der sich insgeheim immer wünschte, auch als botanisch Ungebildeter mit einem Pflanzennamen durchaus eine bestimmte Vorstellung verbinden zu können. Als der Neue dies mehrmals mitgeteilt hatte, überraschten sie ihn eines Tages und beschenkten ihn damit, dass sie eine ihm unbekannte Art mit dem Namen bezeichneten, den die deutsche Sprache zur Verfügung stellt. Er hatte gerade in diesen Momenten das Gefühl, deutliche Fortschritte machen zu können, auch wenn die ExpertInnen nicht müde wurden, ihn auf die Wichtigkeit der Kenntnis der wissenschaftlichen Namen hinzuweisen. Die Zahl der Arten, die er in seinem Exkursionsheft eintragen und zu Hause in aller Ruhe nacharbeiten konnte, wuchs und wuchs, was ihn glücklich machte. Und zugleich wuchs in ihm nach und nach die Gewissheit, in der genau richtigen Gruppe gelandet zu sein und mit ihr das Abenteuer Pflanzenbestimmung mit großem Gewinn zu erleben, wofür er dankbar war. Zwar hatte er nach zahlreichen Exkursionen den Eindruck gewonnen, dass er noch unglaublich weit davon entfernt war, ein Botaniker zu sein, aber immerhin ein Liebhaber von Pflanzen geworden zu sein, der für sich selbst die Möglichkeit, sich zu einem engagierten Freizeit-Botaniker zu entwickeln, nicht mehr ganz in das Reich der Fantasie verbannen wollte, wie er es zu Anfang getan hatte. Und so war in ihm die Bereitschaft gereift, das noch lange fortzusetzen, was einmal eher zufällig begonnen hatte: einen kleinen Beitrag dafür zu leisten, dass die Menschen noch mehr darüber erfahren, welche Pflanzen an welchen Orten anzutreffen sind und dort bewundert werden können.


Einzel-Fundmeldungen per Internet 2020

von SIEGFRIED DEMUTH

Von Januar bis November 2020 wurden von 61 Botanikerinnen und Botanikern 1.533 Einzelfunde bemerkenswerter Pflanzenvorkommen auf unserer Internetseite gemeldet – von Agrimonia procera von der Hohenloher-Haller Ebene (6726/4, Detlef Wucherpfennig, 11.10.2020) bis zu Xanthium strumarium aus der Offenburger Rheinebene (TK 7513/1, Philippe Verstichel, 1.8.2020).

Am häufigsten gemeldet wurden Prunus cerasifera (31), Cephalanthera damasonium (16), Galium pomeranicum (12), Crepis pulchra (10), Lycopodium annotinum (9), Gagea villosa (8), Taraxacum sectio Erythrosperma (8), Chenopodium bonus-henricus (8), Digitalis grandiflora (7).

Interessante Meldungen erhielten wir zum Beispiel von:

Claudia Antesberger aus dem Rhein-Neckar-Kreis (Anchusa officinalis, Galatella linosyris, Orobanche amethystea, Seseli annuum);

Rolf Borlinghaus aus dem Kraichgau (Anemone sylvestris, Barbarea intermedia, Conium maculatum, Lithospermum arvense, Pulmonaria montana);

Christiane Edler aus Karlsruhe (Nassella tenuissima, Torilis nodosa);

Heiko Himmler aus dem nördlichen Oberrheingebiet (Catapodium rigidum, Filago arvensis, Oenanthe lachenalii, Verbascum blattaria);

Helmut Läpple aus dem mittleren Oberrheingebiet (Allium angulosum, Armeria maritima subsp. elongata, Cephalanthera longifolia, Myosurus minimus, Ranunculus sardous);

Manuel Ledermann aus dem Schönbuch (Anchusa officinalis, Asplenium viride, Ranunculus arvensis, Crepis pulchra, Pedicularis sylvatica Trifolium ochroleucon) und von

Sabine Zipp ebenfalls aus dem Schönbuch (Lithospermum arvense, Pulicaria dysenterica, Verbascum blattaria).

 

Die genauen Angaben zu diesen und vielen weiteren interessanten Funden können auf unserer Internetseite (www.botanik-sw.de) unter „Übersicht Fundmeldungen“ eingesehen werden. Hier können die Arten sowohl unter ihrem wissenschaftlichen als auch unter ihrem deutschen Namen gesucht werden, zu vielen Arten sind zudem Fotos vorhanden. Ebenfalls kann hier recherchiert werden, welche und wie viele Nachweise für die einzelnen Kartenblätter der Topographischen Karte 1:25.000 (TK 25) bisher eingegangen sind, wobei die hinterlegte Datenbank sowohl die Einzelfundmeldungen per Internet enthält als auch die Artenlisten von zahlreichen BAS-Exkursionen.

Die meisten Fundmeldungen wurden uns 2020 geschickt von:

  Meldungen 2020 Meldungen insgesamt
Philippe Verstichel 352 1.495
Detlef Wucherpfennig 297 2.054
Steffen Wolf 116 244
Rolf Borlinghaus 112 156
Manuel Ledermann 84 594
Konrad Greinwald 76 109
Helmut Läpple 60 398
Ingrid Brenk 44 253
Hansjörg Glauner 44 395
Klaus Müller 42 59

 

Ihnen und auch allen anderen Melderinnen und Meldern danken wir herzlich für Ihre Mitteilungen! Dank gilt auch Uwe Amarell, der bei den meisten Fundmeldungen die Plausibilitätsprüfung vorgenom­men hat.

Wir ermuntern alle Mitglieder, weiterhin Meldungen an die BAS zu schicken. Das Winterhalbjahr bietet sich an, bemerkenswerte Einzel­beobachtungen der Kartiersaison 2020 zu melden, die sonst nur in der Schublade verschwinden würden. Ebenso willkommen sind aber auch ältere, schon einige Jahre zurück liegende Beobachtungen, sofern der genaue Fundort und das genaue Funddatum noch bekannt sind.


Exkursionen der Regionalgruppe Kurpfalz 2020

von MARKUS SONNBERGER, Heiligkreuzsteinach

Samstag, 27. Juni: Naturraum; Bauland/Sandstein-Odenwald; Baden-Württemberg; Elztal; 6621/1; Neckarburken. „Bürgerwald-Heppenstein“; Magerwiesen, Kalk-Wald; Treffpunkt: 11:00; Bahnhof Neckarburken; N 49,37834°  O 9,16321°.

Die erste Exkursion startete aufgrund der Corona-Krise erst spät, nämlich Ende Juni. Und war auch eher ein touristischer Termin. Erfreulich war dementsprechend die mit 10 Personen ganz ordentliche Teilnehmerzahl. Zuerst sollte ein Gebiet begangen werden das – im geologischen Übergangsbereich von Bauland zu Odenwald gelegen – eine besonders hohe Struktur- und Standortsvielfalt aufweist. Vom Neckarburkener Bahnhof ging es nach Nordosten in Richtung des NSG „Landschaft um den Heppenstein“ (östlicher Teil) am „Zimmerplatz“. In der Klinge hinter den Häusern stehen noch Buntsandstein-Klippen an. Mit Überwindung der kleinen Steilstufe erreicht man oberhalb des „Roteberg“ ein schon stark vom Kalkgehalt des Muschelkalkes geprägtes Wiesen- und Acker­gelände. Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) dominiert hier die trockeneren Stellen im Grünland, die waldnahen Säume an der Weg­böschung sind artenreich, wenn auch nicht gerade hervorragend. Am NSG „Orchideenwiese“ hätten wir nun eine nochmals deutlich bessere Situation erwartet. Leider waren aber selbst die bekanntermaßen an Orchideen reichen Flecken abgemäht, der Fruchtansatz der früher blühenden Arten und natürlich auch die Sommerblüher also vernichtet.

Überhaupt macht das Grünland auch von der Nutzungsintensität her nicht gerade den Eindruck eines Naturreservates. Hinter dem NSG (östlich davon) sind wir dann durch den Wald weiter nach oben gegangen. Über Muschelkalk sind hier artenreiche Laub-Mischwälder entwickelt, durch­mischt mit einzelnen Kiefern. Seidelbast (Daphne mezereum), Akelei (Aquilegia vulgaris), Weißes (Cephalanthera damasonium, verblüht) und Rotes Waldvögelein (C. rubra, gerade blühend) waren verbreitet und sind auch typisch für diese Gegend. Auch die charakteristischen Austriebe der Violetten Ständelwurz (Epipactis purpurata) waren schon zu finden. Auf der Hochfläche wendete sich unsere Exkursion Richtung Westen. Der freundliche Revierleiter vom Forstamt, der unsere Exkursion kenntnisreich begleitete, wies uns auf die prächtigen, gerade aufblühenden Türken­bund-Lilien (Lilium martagon) hin. Die Art besitzt im Bauland und Odenwald eine sehr fleckenhafte Verbreitung, kann dann aber lokal in (relativ) größerer Zahl vorkommen, so wie verschiedentlich im unteren Elztal. Im Bereich des „Heppenstein“ kommt man wieder auf eine Hochfläche mit teils wasserstaudem, mergeligem Muschelkalk. Es ist ein klassisches Beobachtungsrevier für Insekten- und Pflanzen-Freunde und war glücklicherweise noch nicht unters Messer gekommen. Das Gebiet steht schon lange unter Naturschutz und wurde 1940 als „Reliktföhrenwald auf dem Heppenstein“ erstmals verordnet. Der alte Name stammt her vom mutmaßlichen Zusammenhang zwischen Funden von Kiefernholzkohle am Neckarburkener Römerlager und den urwüchsig scheinenden Kiefern auf der Muschelkalkhöhe. Tatsächlich könnte die Kiefer an diesen Standorten auch urwüchsig sein und ganz sicher waren hier auch die Römer unterwegs, bietet der Aufstieg über Roteberg und Heppenstein doch den einfachsten, karrenbefahrbaren Zugang auf die Odenwald-Hochfläche, wo hier auch der Odenwald-Limes liegt. Die immer noch prägenden Altwege-Gleise bieten heute ein beson­ders interessantes Standortsmosaik.

Der aktuelle Kiefernwald auf dem Heppenstein ist überwiegend forstlichen Ursprungs, wie schon die reichliche Anwesenheit der Schwarz-Kiefer verrät. Der Revierleiter wusste zu berichten, dass der Bestand in der ersten Hälfte des 20. Jh. mit der Absicht angelegt wurde, Grubenhölzer für die Bergwerke im „Osten“ bereit zu stellen. Das langsame Wachstum auf dem kargen Boden sollte wohl für ein besonders dichtes Holz sorgen. Insgesamt macht der Standort auch heute noch eher den Eindruck eines dealpinen Schneeheide-Kiefernwaldes, wie man ihn etwa am mittleren und unteren Lech findet. Im Unterwuchs dominieren Pfeifengras (Molinia arundinacea) und Berg-Segge (Carex montana). Auch die Strauchschicht ist artenreich, wobei Liguster und Wacholder zu den dominanteren Arten gehören. Damit die Gehölze nicht wie anderenorts Überhand nehmen, wird hier unter den Kiefern jeweils im Herbst gemäht. Es sei angemerkt, dass die Mahd des Pfeifengrases zur Blüte von Fransen- (Gentianopsis ciliata) und Deutschem Enzian (Gentianella germanica) erfolgt, was offensichtlich zu dramatischen Bestandseinbußen geführt hat.

Zur Zeit unserer Exkursion, zu Beginn des Hochsommers, zeigt sich das Gebiet aber in seiner schönsten Pracht. Zum Teil massenhaft blühen die Orchideen, wie Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea) und Wohl­riechende Händelwurz (G. odoratissima), die hier ihr letztes reichlicheres Vorkommen in Nordbaden hat. Die Echte Sumpfwurz (Epipactis palustris) hat indes mit der Trockenheit sehr zu kämpfen – und auch mit dem Andrang der Orchideenliebhaber, die den früher blühenden Arten zum Teil in Scharen ihre Aufwartung machen und die eher unscheinbaren Austriebe der Sumpfwurz platttreten. Eine effektivere Besucherlenkung haben wir vor Ort diskutiert, zumal offensichtlich auch der Wacholder „ein Problem“ hat, wie zahlreiche absterbende Sträucher beweisen. Trocken­heit dürfte hier eher nicht als Ursache in Frage kommen, wahrscheinlicher ist, dass auch hier mikrobielle Erreger wie Phytophtora cinnamomi/ austrocedrae angekommen sind. Und die werden bekanntermaßen durch die Füße von Wanderern ausgebreitet.

Der weitere Weg führte dann rasch wieder hinab zum Bahnhof, wo sich ein Teil der Teilnehmer auf den Rückweg machte, während die anderen einen zweiten Rundgang anvisierten. Auf dem Bahnsteig fiel einem unserer Teilnehmer (PBK) schließlich noch ein kleines Pflänzchen auf, das wir hier nicht vermutet hätten, nämlich das seltene Behaarte Bruchkraut (Herniaria hirsuta). Die Art tritt bedeutend seltener auf als das mittlerweile recht häufige Kahle Bruchkraut (H. glabra) und wurde in der Umgebung z. B. in Pflasterfugen des Mosbacher Marktplatzes gefunden. Aus floristischer Sicht war das kleine, kronblattlose Nelkengewächs jedenfalls der Fund des Tages.

Samstag, 1. August: Naturraum; Bauland; Baden-Württemberg; Adels­heim; 6622; 1; Adelsheim, „Wirsching-Burgstall-Au“; Laub-Misch­wald, Kleebwald, Grünland; Treffpunkt: 11:00; Adelsheim, Rohnstockweg, Seckachtal-Stadion; N 49,39899°  O 9,39142°. Rosenberg; 6523; 1; Hirschlanden, „Ortslage-Reissig“; Ortslage, Grünland, Äcker, Laubwald; schlechter Kartierstand (12 Arten); Treffpunkt: 16:00; Hirschlanden, Sportplatz; N 49,47095°  O 9,50140°.

Die nächste Exkursion führte gleich wieder ins Bauland, das überhaupt noch einige weiße Flecken bezüglich Kartierdichte aufweist. Die Mittagstour hatte das Seckachtal südlich von Adelsheim zum Ziel. Die Region wurde von Meszmer (1998: Flora des Neckar-Odenwald-Kreises. Laub, Dallau) in der Vergangenheit gut untersucht. Neuere Beobach­tungen liegen aber kaum vor. Insgesamt war auch hier die extreme Trockenheit ein großes Problem, dennoch war noch nicht alles verdorrt. Der Weg führte zunächst am Osthang unterhalb des „Rohnstock“ durch Laub-Mischwald, der noch einige Charakterarten landschaftstypischer Edellaubholz-Mischwälder aufwies, überwiegend aber durch fortstliche Maßnahmen und rücksichtslose Holzwerbung ruderalisiert war. Am Wegrand fand sich eine größere Kolonie der Moschus-Erdbeere (Fragaria moschata) wie sie einem im mittleren Bauland immer wieder begegnen. Vielleicht ist diese Art hier tatsächlich heimisch. Nördlich vom „Wirsching“ liegen am Südhang über der Seckachaue schöne Offenland-Bereiche mit Streuobst, Trockenmauern und Halbtrockenrasen. Schwertlilien (Iris sect. Iris) waren zu finden, und im Frühjahr gibt´s da sicher auch noch mehr schöne Sachen. Bei der Trockenheit ist die Fläche aber leider wieder nur ein Posten mehr auf der „Da-müsste-man-noch-mal-hin-Liste“.

Weiter ging´s Richtung „Burgstall“, ein nach Nordost exponierter, eher feuchter Hang. Hier war Wolliger Hahnenfuß (Ranunculus lanuginosus) zu finden und auch – zunächst unterhalb des Weges – eine Kolonie Spitzwegerich-ähnlicher Grasblätter: die Wimper-Segge (Carex pilosa), die hier bisher gar nicht, auch nicht in der Umgebung des Baulandes gefunden wurde. Der nächstgelegene Fundort liegt, gleichermaßen isoliert, sieben Messtischblätter weiter südwestlich am Nordrand des Schwarzwaldes. Nun neigen Seggen nicht gerade zur Bildung adventiver Ansiedelungen, vielmehr sind weiträumig isolierte Kolonien am Arealrand bei vielen Arten bekannt. An der talseitigen Wegböschung ist ein Vorkom­men aber allemal verdächtig. Viele Waldwege kann man schließlich als Kleindeponien auffassen. Wenig weiter setzt sich die Kolonie aber auch oberhalb der Wegböschung in augenscheinlich wenig beeinträchtigtem Kleebwald fort. Da muss man also wirklich noch mal hin! Zurück ging es dann durch die Aue, wo Meszmer (loc. cit.) noch eine große Kolonie des Breitblättrigen Knabenkrauts fand. Völlig ausschließen möchte man die Persistenz des Vorkommens anhand der vorgefundenen Indizien nicht. Carex acutiformis und C. disticha weisen auf einen Feuchtwiesen-Standort hin. Damit hätte man schon drei Gründe, noch mal hinzugehen. Die Nachmittagsexkursion zog uns in ein anders „Weißes Loch“ ca. 10 km weiter nordöstlich, nämlich ins schöne Örtchen Hirschlanden im Quadrant 6523/1 mit seinen bisher stattlichen 12 bekannten Arten. Da sollten wir doch zumindest noch eine Null daran bekommen – so war´s dann auch (233 Arten). Allerdings ist auch hier eher hängegeblieben, dass die Ecke ganz unterschätzt ist und ein Frühjahrs-Besuch, abseits einer Rekord­dürre sicher noch viel ergiebiger gewesen wäre. Grundlage dafür sind in erster Linie die schönen Streuobstwiesen v. a. im Süden des Ortes. Die Obstbäume stehen, zumindest soweit wir das gesehen haben, in artenreichen Kalk-Magerwiesen voller Rosetten vielversprechender Magerkeitszeiger, wie Cirsium acaulon, Carex flacca und Trifolium medium. Auch die Säume am Waldrand sind interessant.

 

Sonntag, 20. September: Naturraum; Nördliche Oberrheinebene; Baden-Württemberg; Mannheim; 6516/22; Mannheim, „Innenstadt“, SW; Innenstadtkartierung, Ruderalvegetation; Treffpunkt: 10:00; Paradeplatz; N 49,48708°  O 8,46638°.

Die Mannheim-Innenstadt-Exkursion gehört seit Jahren zum festen Programm der Regionalgruppe Kurpfalz. Sie findet immer am dritten Sonntag im September statt und führt in jährlich im Uhrzeigersinn wechselnde „Quadranten“ der praktischerweise ihrerseits nach Quadraten gegliederten Innenstadt. Die Grenzen unserer (nicht ganz gleich zuge­schnittenen) Quadranten sind dabei in NW-SO-Richtung die „Planken“ und in SW-NO-Richtung die „Kurpfalzstraße“. Ziel ist letztlich der lang­jährige Vergleich der qualitativen Florentwicklung an solchen ultraurbanen Lebensräumen. 2020 war der SW-Quadrant Ziel der Exkursion. Methodik ist auch hier die eines „Random Meander“ von Baumscheibe zu Blumen­kübel, von Park zu Parkplatz. Und auch in den Pflasterfugen, am Gebäudesockel und den schmalen Rasenstreifen vor den Wohnblöcken findet sich etwas Spontanvegetation. Situationstypische Nitratimmis­sionen und hohe Störungsfrequenz moderieren das Artenspektrum. Die besondere Wärmegunst tut ihr Übriges, so dass viele, oft auch sonst seltene Sommerannuelle, zu finden sind.

Die Familien der Fuchsschwanzgewächse und der Nachtschatten­gewächse sind besonders prominent vertreten. So bildet z.B. der Sarracha-Nachtschatten (Solanum sarrachoides) im Umfeld des Schlos­ses große Bestände. In der Nähe der alten Sternwarte fanden wir nach Jahren auch wieder ein kräftiges Einzelexemplar des Schneeballblättrigen Gänsefuß (Chenopodium opulifolium). Eine Art, die sich mittlerweile unauffällig wohl fast überall in trockenen Ruderalfluren angesiedelt hat, ist das Kurzfrüchtige Weidenröschen (Epilobium brachycarpum), ein Neophyt aus Nordamerika, der Ende der 1990er Jahre erstmals in der Rhein-Neckar-Region festgestellt wurde. Wir fanden die Art unter anderem auf dem Schillerplatz (B3). Ansonsten waren die floristischen Verhältnisse erwartungsgemäß eher unaufregend. Insgesamt zeichnet sich anscheinend auch im Innenstadtbereich das Bild ab, das wir aus der übrigen Landschaft finden: Es gibt einerseits ausbreitungsfreudige und entsprechend weit verbreitete Generalisten und andererseits konservative „Stubenhocker“, die die Ausbreitungswiderstände in der stark fragmen­tierten Nischen-Landschaft nicht zu überwinden vermögen. Durch die hohen Widerstände in der Innenstadt wird dieses Muster auch auf dieser kleinen räumlichen Skala bemerkbar.

Zur Abrundung des Exkursionstages geht es dann immer noch in ein anderes Gebiet, etwa um die berühmte Adventivflora der Häfen und Umschlagplätze zu untersuchen. Aktuell sind aber besonders die riesigen Baustellen der aufgegebenen Militärquartiere im Norden der Stadt von Interesse. Hier wird viel gewühlt und transportiert, und dabei auch so manche ungewöhnliche Art aufgescheucht und zu unerwarteter Entwick­lung verholfen. Die großen Rohbodenflächen sind ideale Ansiedelungs- und Ausbreitungsflächen für so ziemlich alles was kommt – in der Sprache der Populations-Biologie sozusagen „Super Safe Sites“. Bei zurückliegenden Exkursionen (2018) fanden wir z.B. auf der Vogelstang das ungewöhnliche Fallsamengras Sporobolus vaginiflorus, wohl ein Vermächtnis der dort stationierten Amerikaner. 2020 hatten wir uns das ehemalige US-Army-Quartier Benjamin-Franklin-Village bei Käfertal vorgenommen. Dort gibt es neben den Baustellen auch Relikte der Altlandschaft, nämlich lichte Kiefern- und Stieleichen-Haine und Reste der typischen Sandvegetation. Leider behinderte die extreme Trockenheit eine vertiefte Beschäftigung mit der Flora. Viele Solanaceen-Arten, Epilobium brachycarpum, Fuchsschwänze und Gänsefüßler waren aber auch da. Immerhin: Strukturen waren gut zu erkennen. Im Unterwuchs der Haine dominieren recht konsolidierte Schafschwingel-Rasen, wobei der sonst verbreiteten Hart-Schafschwingel (Festuca lemanii) gegenüber dem (vermutlich) am Oberrhein endemischen und seltenen Tomans-Schafschwingel (F. albensis = F. tomanii) stark zurück tritt. Überhaupt scheint hier eine der größten Populationen dieser seltenen Art in Baden-Württemberg zu bestehen, die früher (vor 2015) für F. duvalii oder (noch früher) für F. pallens gehalten wurde (Korneck, D., & Gregor, T. (2015) Festuca tomanii sp. nov., ein Dünen-Schwingel des nördlichen

Oberrhein-, des mittleren Main- und des böhmischen Elbetales (Kochia, 9, 37-58). Nähere Untersuchungen im Frühjahr sind jedenfalls schon gebucht.


Aufruf zur Erfassung der Acker-Begleitflora in Baden-Württemberg

von MARKUS KOCH und LAURA KELLERMANN (Projekt  AgroBioDiv, Universität Heidelberg)

 

Zur Förderung der ökologischen Landwirtschaft wurde von der Landesregierung Baden-Württemberg das über das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) geförderte Forschungs­programm „Ökologischer Landbau“ ins Leben gerufen. Die Agrarland­schaft bietet nach wie vor eine große Chance für einen Landschaftraum, einer großen Vielfalt von Pflanzen und Insekten ihren Raum zu geben. Daher untersucht das Projekt AgroBioDiv (Universität Heidelberg), inwiefern ein ökologischer Landbau, der auch auf sogenannte „Öko­sorten“ bei der Kulturpflanzenwahl setzt, zum Schutz der Biodiversität in der Agrarlandschaft beitragen kann.

Die Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland ist ein wichtiger und tragender Kooperationspartner mit großer floristischer Erfahrung, und wir sind auf eine besondere Form von Mitarbeit und Bürgerwissenschaft angewiesen, um in dem Projekt erfolgreich sein zu können.

Ziel ist es, die biologische Vielfalt auf ausgesuchten Anbauflächen und hier insbesondere auf Getreidefeldern mit dem Schwerpunkt der Acker­begleitflora zu erfassen. Die erhobenen lokalen Daten sollen zum einem im Kontext der landesweiten floristischen Vielfalt untersucht werden (Flora Baden-Württemberg). Zum anderen werden Flächen von ökologisch wirtschaftenden Betrieben mit konventionell bewirtschafteten, sowie mit verschiedenen Zwischenformen verglichen.

Die beteiligten Landwirte und die in der Vegetationsperiode Frühjahr/Sommer 2021 zu kartierenden Flächen verteilen sich auf ganz Baden-Württemberg. Dieser erste Kartierungsdurchgang wird vor allem ökologisch arbeitende Betriebe erfassen, sodass wir von einer spannen­den Ackerbegleitflora ausgehen dürfen. Die ausgesuchten Getreideäcker sollen möglichst umfassend qualitativ und quantitativ in Bezug auf die Ackerbegleitflora und im Austausch mit den Landwirten erfasst werden.

Die Daten finden natürlich auch Einzug in die Datenbank der Flora Baden-Württemberg am Naturkundemuseum in Stuttgart.

Einen Überblick über die grobe Lage der derzeitigen Unter­suchungsgebiete finden Sie auf der Website des Projektes: https://oekolandbauforschung-bw.uni-hohenheim.de/agrobiodiv_aktuelles.

 

Wir würden uns sehr über Ihre Mitarbeit bei diesem spannenden Projekt freuen! Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail unter agrobiodiv@cos.uni-heidelberg.de oder laura.kellermann@cos.uni-heidelberg.de oder telefonisch unter +49 6221 / 54 4619.


Termine BAS

Veranstaltungen und Termine der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V.

Exkursionen und Veranstaltungen BAS

Karlsruher Montagsexkursionen

Exkursionen der Regionalgruppe Kurpfalz

Exkursionen der Regionalgruppe Hegau/Westlicher Bodensee

EXKURSIONEN und VERANSTALTUNGEN 2021

VERANSTALTUNGEN der Botanischen Arbeitsgemeischaft Südwestdeutschland e. V.

Samstag, 17. April: Auftakt-Kartierexkursion zur Saison 2021 von Heidelberg-Handschuhsheim zum Auerstein; TK 6518/3.
Treffpunkt: 10.30 Uhr, Straßenbahnhaltestelle Handschuhsheim-Burgstraße (RNV-Linie 5 und 24); Dauer ca. 4 Stunden.
Leitung: Siegfried Demuth, Tel. 0721/377110, E-Mail: demuth@einbeere.de.

Samstag, 24. April: Kartierexkursion in die Feldflur mit Sandäckern westlich von Kronau; TK 6717/4.
Treffpunkt: 10.00 Uhr, Kronau, Kreuzung der Straßen Bittumäcker/Beethovenstr., Dauer ca. 5 Stunden.
Leitung: Thomas Breunig, Tel. 0151-679 527 35.

 

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KARLSRUHER MONTAGSEXKURSIONEN

Übersicht Montagsexkursionen 2021

Die Exkursionen beginnen an dem angegebenen Treffpunkt jeweils um 17.15 Uhr und dauern etwa 2-3 Stunden. Sie sind sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Weitere Informationen bei Thomas Breunig (0721/9379386), Dietmar Schott (07244/91901), Barbara Miess (0721/751174) oder Andreas Kleinsteuber (0721/4671961). Zur Orientierung sind jeweils vor dem Treffpunkt die Nummer der Topographischen Karte 1:25.000, der Quadrant und die Gauß-Krüger-Koordinaten des Exkursionstreffpunkts angegeben. Alle Exkursionen sind Arbeitsexkursionen, d. h. für den Ablauf ist keine einzelne Person verantwortlich.

Termine 2021

Die Internetadressen zeigen den Treffpunkt in openstreetmap.

29. März: Karlsruhe-Neureut, Ortslage; TK 6916/3, 3454/5434.
Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Welschneureuter Straße der Linie S1/S11, http://m.osmtools.de/0Vybk2x59YH0VyVs2x5nb4.

12. April: Karlsruhe-Oststadt/Rintheim, Ortslage; TK 6916/4, 3458/5431.
Treffpunkt: Straßenbahnhaltestelle Hirtenweg der Linien S2 und 4, http://m.osmtools.de/0WC7U2w_x5H0WCIj2w@6i4.

19. April: Nordwestlicher Ortsrand von Spöck und angrenzende Feldflur (Taraxacum sect. Erythrosperma-Schwerpunktexkursion), TK 6817/3, 3463/5442.
Treffpunkt: Endhaltestelle der Linie S2 in Spöck, Richard-Hecht-Schule, http://m.osmtools.de/0WRy02xMU@H0WSML2xMOv4.

26. April: Feldflur, Waldrand und Wald am Bulacher Eck südlich Mörsch (Rheinstetten), TK 7015/4, 3449/5423.
Treffpunkt: Waldrand am Nordende des Hardtwaldweges, ca. 200 m östlich der Brücke über die Bahntrasse, http://m.osmtools.de/0Vjgs2wjssG0VinB2wka64.

 3. Mai: Sprantal südwestlich Bretten, Ortslage und Feldflur, TK 6918/3.
Treffpunkt: Sprantal, Kirche St. Wolfgang am Westende der Ortsstraße, http://m.osmtools.de/0X8jS2wxrEH0X7KR2wx_y4.

10. Mai: Nordöstlicher Ortsrand Grötzingen, Siedlungsvegetation, Hohlweg und Feldflur am Knittelberg, TK 6917/3, 3463/5430.
Treffpunkt: Reithohl am Ortsausgang (beim Scheelweg), http://m.osmtools.de/0WSk_2wzC2H0WRN_2wzEP4.

17. Mai: Wälder und Waldränder westlich Etzenrot, TK 7016/4, 3460/5419.
Treffpunkt: Haltestelle „Etzenrot Bahnhof“ der Linie S1, http://m.osmtools.de/0WI2r2wbYIH0WGq32wbuH4.

31. Mai: Eichelsberg nordöstlich Oberöwisheim, TK 6816/1.
Treffpunkt: nördliches Ortsende Oberöwisheim, Kreuzung Bachstraße/Am Gänsegarten, http://m.osmtools.de/0XBmw2xVmzH0XAHi2xWNZ4.

 7. Juni: Feldflur und Wald (Attacke-Wäldchen) zwischen Zeutern und Odenheim, TK 6818/1.
Treffpunkt: Haltestelle „Zeutern-Ost“ der Linie S31 östlich von Zeutern, http://m.osmtools.de/0XDtC2xcwtG0XCmo2xcbx4.

14. Juni: Pferderennbahn Knielingen, Feuchtwiesen, TK 6916/3, 3451/5432.
Treffpunkt: Weg auf der Westseite der Rennbahn, http://m.osmtools.de/0Vpn22x1TBH0VpCV2x1Yz4.

 

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Umweltakademie Baden-Württemberg und den Naturschutzzentren

Freitag, 21. (10.00 Uhr) bis Samstag, 22. Mai (17.00 Uhr) 2021:
Grünlandseminar Beuron

In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Obere Donau.

  • Geschichte, Vegetation und Funktion des Grünlands in Baden-Württemberg
  • Vorstellung von Bestimmungsbüchern, pflanzensoziologischer Literatur, Büchern zur Nutzung von Grünland
  • Gefährdungsursachen und mögliche Schutzmaßnahmen
  • Exkursionen mit pflanzensoziologischen Bestimmungsübungen zu verschiedenen Grünlandtypen im Naturraum Obere Donau

Leitung: Ute Raddatz (Naturschutzzentrum Obere Donau) und Siegfried Demuth (BAS)

Veranstaltungsort: Naturschutzzentrum Obere Donau, Wolterstraße 16, 88631 Beuron (Landkreis Sigmaringen).

Teilnehmerkreis: Mitarbeiter von Naturschutzbehörden, Naturschutz­beauftragte und -warte, Gutachter- und Planungsbüros, angehende sowie zertifizierte Natur- und Landschaftsführer (BANU) sowie alle am Thema Interessierten.

Teilnehmerzahl: max. 15

Tagungsgebühr: stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Anmeldung und Auskunft: Umweltakademie Baden-Württemberg,
Tel. 0711 126-2807, Fax: 0711 126-2893,
E-Mail: umweltakademie@um.bwl.de

 

Freitag, 11. (14 Uhr) bis Sonntag, 13. Juni (17 Uhr) 2021: Zwischen Borstgras und Schillergras – Gräser als Zeigerpflanzen in der Natur- und Kulturlandschaft am Beispiel Schwäbische Alb
In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Naturschutzzentrum Schopflocher Alb.

Herausforderungen/Ziele

  • Grasartige, Süßgräser, Sauergräser und Binsengewächse, bestimmen nicht nur in Gestalt von Wiesen und Weiden großflächig den Charakter ganzer Landschaften, sondern spielen eine große Rolle in Planung und Management, da sie wichtige Indikatoren bei der Einstufung schutzwürdiger Biotope und Lebensraumtypen sind.
  • Insbesondere für die Lebensraumtypen mit hohem Anteil an Grasartigen, ist ihre Kenntnis und von ihren Ansprüchen daher in der praktischen Naturschutzarbeit von zentraler Bedeutung.
  • Der Kurs kombiniert die Vermittlung von Kenntnissen zu Grasartigen mit der von ausgewählten gräserreichen Lebensraumtypen (LRT; FFH-Lebensräume/gesetzlich geschützte Biotope nach BNatSchG und NatSchG) in Theorie und Praxis. Dies beinhaltet die Vermittlung von theoretischen Grundlagen und Kenntnissen zu Grasartigen im Kursraum. Darauf aufbauend folgen dazu Kartierübungen von ausgewählten Flächen der LRT hauptsächlich trockener und magerer Standorte mit hohem Anteil an Grasartigen ((orchideenreiche) Kalk-Magerrasen und magere Flachlandmähwiesen) im Gelände.

Schwerpunkte

  • Vermittlung von Kenntnissen zur Morphologie und Bestimmung der Süßgräser, Sauergräser und Binsengewächse incl. von kritischen bzw. schwer bestimmbaren Gattungen
  • Vorstellung der ausgewählten Lebensraumtypen in Theorie und Praxis
  • Erkennen von wichtigen heimischen Vertretern dieser LRT mit Fokus auf den Grasartigen
  • Kartierung ausgewählter Flächen, LRT- bzw. pflanzensoziologische Zuordnung und vergleichende ökologische Auswertung
  • Exkursionen in das Naturschutzgebiet Schopflocher Moor (Vorstellung ausgewählte Feuchtlebensräume des Schopflocher Moors) und in die Umgebung des Naturschutzzentrums

Teilnehmerkreis: Mitarbeiter von Gutachter- und Planungsbüros, Naturschutz-, Landwirtschafts- und Forstbehörden sowie kommunale Umwelt- und Naturschutzbeauftragte, Mitglieder von Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden sowie alle am Thema Interessierten

Teilnahmevoraussetzung: Voraussetzung zur Teilnahme am Aufbaukurs sind Grundkenntnisse von Grasartigen, u.a. erworben durch Teilnahme an früheren Gräserkursen bzw. zumindest Grundkenntnisse im Bestim­men von Pflanzen.

Leitung: Dr. Dagmar Lange, Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Sonja Berger, Naturschutzzentrum Schopflocher Alb

Tagungsort: NAZ Schopflocher Alb, 73252 Lenningen-Schopfloch (Lkr. Esslingen), Vogelloch 1

Teilnehmerzahl: max. 12-15
Tagungskosten: 180.- EUR
Anmeldung (Seminarnummer 50 WLI):
Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, Stuttgart,
E-Mail: umweltakademie@um.bwl.de
https://umweltakademie.baden-wuerttemberg.de

 

Freitag, 25. (14 Uhr) bis Sonntag, 27. Juni (17 Uhr) 2021: Zwischen Schlamm-Segge und Pfeifengras – Gräser als Zeigerpflanzen in der Natur- und Kulturlandschaft am Beispiel Oberschwaben
In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Wurzacher Ried.

Herausforderungen/Ziele:

  • Grasartige, Süßgräser, Sauergräser und Binsengewächse, bestimmen nicht nur in Gestalt von Wiesen und Weiden großflächig den Charakter ganzer Landschaften, sondern spielen eine große Rolle in Planung und Management, da sie wichtige Indikatoren bei der Einstufung schutzwürdiger Biotope und Lebensraumtypen sind.
  • Insbesondere für die Lebensraumtypen mit hohem Anteil an Grasartigen, ist ihre Kenntnis und von ihren Ansprüchen daher in der praktischen Naturschutzarbeit von zentraler Bedeutung.
  • Der Kurs kombiniert die Vermittlung von Kenntnissen zu Grasartigen mit der von ausgewählten gräserreichen Lebensraumtypen (LRT; FFH-Lebensräume/gesetzlich geschützte Biotope nach BNatSchG und NatSchG) in Theorie und Praxis. Dies beinhaltet die Vermittlung von theoretischen Grundlagen und Kenntnissen zu Grasartigen im Kursraum. Darauf aufbauend folgen dazu Kartierübungen von ausgewählten Flächen der LRT feuchter bis nasser Standorte mit hohem Anteil an Grasartigen (Moore, Klein- und Großseggenriede, Seggen- und binsenreiche Nasswiesen) im Gelände.

Schwerpunkte

  • Vermittlung von Kenntnissen zur Morphologie und Bestimmung der Süßgräser, Sauergräser und Binsengewächse incl. von kritischen bzw. schwer bestimmbaren Gattungen.
  • Vorstellung der ausgewählten Lebensraumtypen in Theorie und Praxis.
  • Erkennen von wichtigen heimischen Vertretern dieser LRT mit Fokus auf den Grasartigen.
  • Kartierung ausgewählter Flächen, LRT- bzw. pflanzensoziologische Zuordnung und vergleichende ökologische Auswertung.
  • Zwei Exkursionen in das Naturschutzgebiet Wurzacher Ried und in dessen Umgebung.

 

Teilnehmerkreis: Mitarbeiter von Gutachter- und Planungsbüros, Naturschutz-, Landwirtschafts- und Forstbehörden sowie kommunale Umwelt- und Naturschutzbeauftragte, Mitglieder von Naturschutz- und Landschaftspflegeverbänden sowie alle am Thema Interessierten

Teilnahmevoraussetzung: Voraussetzung zur Teilnahme am Aufbaukurs sind Grundkenntnisse von Grasartigen, u.a. erworben durch Teilnahme an früheren Gräserkursen bzw. zumindest Grundkenntnisse im Bestim­men von Pflanzen.

Leitung: Dr. Dagmar Lange, Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Horst Weisser, Naturschutzzentrum Wurzacher Ried

Tagungsort: NAZ Wurzacher Ried, Rosengarten 1, 88410 Bad Wurzach (Lkr. Ravensburg)

Teilnehmerzahl: max. 12-15
Tagungskosten: 180.- EUR
Anmeldung (Seminarnummer 51 KOG)        :
Naturschutzzentrum Bad Wurzach,
E-Mail; naturschutzzentrum@wurzacher-ried.de
https://www.wurzacher-ried.de/kontakt
oder
Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, Stuttgart,
E-Mail: umweltakademie@um.bwl.de
https://umweltakademie.baden-wuerttemberg.de

Donnerstag, 1. (10 Uhr) bis Samstag, 3. Juli (17 Uhr) 2021:
Intensivkurs Pflanzenbestimmung in Langenhart (Schwäbische Alb)

In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzzentrum Obere Donau

Der Kurs bietet

  • eine Einführung in die Bestimmung von Farn- und Samenpflanzen unter fachlicher Anleitung;
  • einen Überblick über die wichtigsten Pflanzenfamilien mit ihren typischen Merkmalen (Systematik);
  • Exkursionen zum Kennenlernen der Pflanzen am natürlichen Wuchsort;
  • einen Überblick über die Literatur zur Pflanzenbestimmung sowie
  • Tipps zum Sammeln von Pflanzen und zum Anlegen eines Herbars.

Leitung: Siegfried Demuth und Ute Raddatz (Naturschutzzentrum Obere Donau)
Veranstaltungsort: Brigel-Hof in Meßkirch-Langenhart
Teilnehmerzahl: max. 12
Tagungsgebühr: n.n
Übernachtung:Übernachtungsmöglichkeit sowie Mittag- und Abendessen auf dem Brigel-Hof möglich (www.brigel-hof.de)

Bei Anreise mit der Bahn nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Naturschutzzentrum auf.

Anmeldung und Auskunft: Naturschutzzentrum Obere Donau
Tel. 07466/9280-0, Fax: 07466/9280-23, info@nazoberedonau.de

 

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Regionalgruppe KURPFALZ

zusammen mit der Starkenburg-Kartierung (Südhessen, BVNH).

Ansprechpartner ist für die BVNH-Starkenburg-Kartier-Exkursionen (siehe Angabe bei der jeweiligen Exkursion):
Karsten Böger, E-Mail k.boeger@naturplan.net

Für die BAS-Kartier-Exkursionen:
Markus Sonnberger, E-Mail mmsonnberger@gmx.de, Tel. 06220-912266; am Exkursionsort auch mobil unter 0151-6260 6108.

BAS-Exkursionen, für die keine Anmeldungen vorliegen, können geändert werden oder ggf. ausfallen.

 

Zur Zeit liegen uns keine weiteren Termine vor.

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Regionalgruppe HEGAU/WESTLICHER BODENSEE

Seit ihrer Gründung im März 2005 hat sich die Regionalgruppe zu zahl­reichen Veranstaltungen getroffen: Exkursionen mit verschiedenen inhalt­lichen Schwerpunkten (Kartier-, Bestimmungsexkursion, Vegetations­erfassung) und Botanischer Stammtisch. Botanische Vorträge werden im Naturwissenschaftlichen Zirkel Konstanz gehalten (Kontakt s. u.). Wer in den Verteiler dieser BAS-Regionalgruppe aufgenommen werden möchte, wende sich bitte an Dr. Gregor Schmitz (Tel. 07531/883597; E-Mail: gregor.schmitz(at)uni-konstanz.de).

Zur Zeit sind keine Exkursionstermine und Veranstaltungen bekannt.

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zuletzt aktualisiert am 22.12.2020

-> weiter zu den Terminen sonstiger Gruppen und Vereine


Termine Sonstige

Termine sonstiger regionaler Gruppen und Vereine

Wenn Sie hier Termine bekanntgeben möchten, die zu den Aktivitäten der Botanischen Arbeitsgemeinschaft passen, können Sie uns gerne eine formlose E-Mail an „termine (at) botanik-sw.de“ schicken. Verstrichene Termine werden gelöscht. Die Inhalte sind in Verantwortung der Arbeitsgruppen. Angaben ohne Gewähr, im Zweifelsfall bitte bei den Veranstaltenden nachfragen.


Karlsruhe
Stuttgart
Tübingen
Schwaben
Baden
Pfalz
Arbeitskreis heimische Orchideen
Naturschutzbund (NABU) Rems-Murr-Kreis
Naturkundeverein Schwäbisch-Gmünd e.V. und Volkshochschule Schwäbisch-Gmünd
Botaniker der Region Ostwürttemberg
Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie der Universität Hohenheim
Zentralstelle für die floristische Kartierung von Baden-Württemberg, Staatliches Museum für Naturkunde – Abteilung Botanik
Umweltakademie Baden Württemberg
Schwarzwaldverein
Deutscher Naturkundeverein e.V. (DNV)

 

KARLSRUHE

Naturwissenschaftlicher Verein Karlsruhe e.V.

c/o Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe, Erbprinzenstr. 13, 76133 Karlsruhe

Für weitere Termine beachten Sie bite die Homepage.

 

Botanischer Garten Karlsruhe im Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt. Für weitere Informationen beachten Sie bitte die Homepage.
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STUTTGART

Botanischer Zirkel Stuttgart

Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart – Abteilung Botanik
Rosenstein 1, 70191 Stuttgart, Dr. Arno Wörz, Tel. 0711-8936-212 oder Dr. Mike Thiv Tel. 0711-8936-205.
Alle Exkursionen werden mit einem Bus durchgeführt. Die Abfahrt ist jeweils um 8.00 Uhr am Parkplatz des Museums am Löwentor (Nordbahnhofstraße). Wir bitten um eine schriftliche oder telefonische Anmeldung, gerne auch per E-Mail an arno.woerz (at) smns-bw.de oder mike.thiv (at) smns-bw.de.

Bitte möglichst alle gewünschten Anmeldungen en bloc und verbindlich anmelden. Es erfolgt keine Bestätigung, Sie werden aber benachrichtigt, falls Ihre Anmeldung nicht mehr berück­sichtigt werden konnte. Die Bezahlung erfolgt am Exkursionstag.

Bitte festes Schuhwerk und Rucksackverpflegung mitnehmen. Es ist keine Einkehrmöglichkeiten vorgesehen. Bei manchen Exkursionen sind längere Wanderungen auf nicht immer guten Wegen zu erwarten. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Die Beteiligung von Selbstfahrern ist nur in Ausnahmefällen möglich und sollte vorher abgesprochen werden. Bei kurzfristiger Absage oder anderen Problemen bitte bei den Exkursionsleitern oder bei der Pforte am Löwentor (0711/89360) Bescheid geben.

 

Der Botanische Zirkel Stuttgart lädt herzlich zu Vorträgen ein.

Alle Vorträge finden jeweils samstags um 14.30 Uhr im Vortragssaal des Museums am Löwentor (Nordbahnhofstraße) statt. Im Anschluss an die Veranstaltungen können – soweit die Zeit reicht – kurze, zusätzliche Bilderserien zu botanischen Themen, gerne von BZ-Exkursionen oder zur Flora des Landes, gezeigt werden. Bitte geben Sie uns dazu vorher Bescheid.

Zur Zeit sind keine weiteren Veranstaltungen bekannt.

 

Botanischer Arbeitskreis Stuttgart

Wir bitten Interessenten, sich jeweils für die Exkursionen bei den Ansprechpartnern anzumelden zwecks Bildung von Fahrgemeinschaften und wegen möglicher kurzfristiger Änderungen von Treffpunkt und Route.

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt.

TÜBINGEN

Förderkreis Botanischer Garten Tübingen

Hartmeyerstraße 123, 72076 Tübingen

Für weitere Informationen und Termine beachten Sie bitte die Homepage.
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SCHWABEN

ARGE Flora Nordschwaben e. V.

Wir kartieren die Flora in den bayerischen Landkreisen Dillingen/Donau und Donau-Ries.
Arbeitsgemeinschaft Flora Nordschwaben e.V., Eichendorffplatz 2A, 86720 Nördlingen, eMail: j.b.adler(at)freenet.de

Weitere Informationen unter http://wiki.bayernflora.de unter Veranstal­tungen oder bei Jürgen Adler, E-Mail: j.b.adler(at)freenet.de, Tel. 09081-2901348. Stammtische und Vorträge jeweils im Gasthof „Zur Grenz“ in Tapfheim-Erlingshofen. Treffpunkte sind auf http://wiki.bayernflora.de unter Veranstaltungen ersichtlich.

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt.

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BADEN

Botanischer Exkursionskreis Südbaden BEKS

c/o Museum Natur und Mensch
Gerberau 32, 79098 Freiburg i. Br.

Der Treffpunkt „P+R Haid“ liegt an der gleichnamigen Endhaltestelle der Straßenbahn-Linie 3 in Freiburg-Haid (= Munzingerstr.). „P+R Paduaallee“ liegt an der gleichnamigen Haltestelle der Straßenbahn-Linie 1 nach Landwasser am Ortseingang von Freiburg-Lehen (= „Straßenseite gegenüber“).

Am jeweiligen Treffpunkt werden Fahrgemeinschaften gebildet, daher bitte vorsorglich den eigenen PKW mitbringen! Teilnehmer mit längerer Anreise und am Zielort dazu Stoßende sollten sich vorher immer mit der Exkursionsleitung in Verbindung setzen. Die TeilnehmerInnen sind durch den BLNN (Dachorganisation, vgl. www.blnn.de) versichert.

Badischer Landesverein für Naturkunde und Naturschutz

Gemeinsame Vortragsreihe des „Badischen Landesvereins für Natur­kunde und Naturschutz“ im WS 2020/2021 in Kooperation mit der Universität Freiburg und dem Museum Natur und Mensch Freiburg. Abendvorträge jeweils 20.15 Uhr bis 21.30 Uhr, Hörsaal Anatomie, Albertstraße 17, Freiburg.

Alle Veranstaltungen unter Corona-Auflagen. Voranmeldung erforderlich unter: info@blnn.de

Mittwoch, 20. Januar: Formenvielfalt, Biologie und Ökologie der Flachbärlappe (Diphasiastrum spp.) Mitteleuropas.
Vortrag von Karsten Horn, Dormitz (Franken).

Halbtägige Seminare

Veranstaltungsort: Hörsaal Anatomie, Albertstraße 17, Freiburg.

Mittwoch, 13. Januar, Perspektiven des Naturschutzes
14.00-14.15: Prof. Dr. Albert Reif: Begrüßung
14.15-15.15: Dr. Gerhard Bronner, LNV Baden-Württemberg: Perspektiven des Naturschutzes in Baden-Württemberg
15.15-16.15: Nicolas Schoof, Uni Freiburg: Weidetiere im Naturschutz

Mittwoch, 27. Januar, Eutrophierung und ihre Folgen
14.00-14.15: Prof. Dr. Albert Reif: Begrüßung
14.15-15.15: Dr. Andreas Prüeß, LUBW Karlsruhe: Atmosphärische Stickstoffeinträge, Belastungsgrenzen, Maßnahmen zur Minderung der Stickstoffüberflüsse
15.15-16.15: Dr. Markus Röhl, Hochschule Nürtingen: Stickstoffsensitive Lebensräume – Versuch der Quantifizierung ihrer Gefährdung.
16.15-17.15: Peter Hartmann, FVA Freiburg: Theorie und Praxis der Waldkalkung in Baden-Württemberg.

Für weitere Informationen beachten Sie bitte die Homepage.
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PFALZ

Pollichia – Ortsgruppe Landau

Kontaktadresse: Dr. Dagmar Lange, Barbarossastr. 27, 76855 Annweiler;
Tel. 06341/280-188 (tagsüber), Fax 06346/308 204, lange (at) uni-landau.de.
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Arbeitskreis Heimische Orchideen Baden-Württemberg

Exkursionen 2021 des AHO Baden-Württemberg

Samstag, 8. Mai: Exkursion zu den Orchideenwiesen im Taubergiessen, TK 7712.
Treffpunkt: 10.00 Uhr, Kappel-Grafenhausen auf dem Parkplatz Saukopfbrücke (Rechts 3404943 / Hoch 5351361).
Leitung: Albrecht Knull, Tel.: 0761-8976956; E-Mail: apoknull@t-online.de.

Samstag, 15. Mai: Kartierungsexkursion bei Söllingen, Greffern TK 7214 und 7213.
Treffpunkt: 10.00 Uhr, K 3759 Zwischen B3 und K 3758. GK R 3432950  H 5406900, Von der BAB 5 Ausfahrt (51) Baden-Baden, Iffezheim, Frankreich weiter auf der B 500 Richtung Frankreich, vor der Staustufe links in die K 3758 Richtung Rheinmünster dann 2. Straße links und entlang der K3759 parken
Leitung: Lothar Streeb, Tel. 0157-39255065, E-Mail: L.L.Streeb@t-online.de.

Samstag, 29. Mai: Kartierungsexkursion bei Bad Mergentheim, TK 6524.
Treffpunkt: 10.00 Uhr, am Parkplatz des Sportplatzes Bad Mergentheim-Neunkirchen. Der Sportplatz liegt am Ortsende von Neunkirchen Richtung Altshausen (Rechts 3000187 / Hoch 5482417).
Leitung: Bernd Haynold, Telefon 0174 9608368, E-Mail: haynold@t-online.de.

Samstag, 3. Juli: Kartierungsexkursion Exkursion im Raum Egenhausen mit Egenhäuser Kapf, TK 7417/2.
Treffpunkt: 10.00 Uhr, Parkplatz beim Egenhäuser Kapf, GK RW 3472501  HW 5380444
Leitung: Ulrich Kipp Tel.: 07452-78743; E-Mail: uli.kipp@t-online.de.

Für weitere Informationen beachten Sie bitte die Homepage.

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Naturschutzbund (NABU) Rems-Murr-Kreis

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt. Für weitere Informationen beachten Sie bitte die Homepage.
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Naturkundeverein Schwäbisch-Gmünd e.V. und Volkshochschule Schwäbisch-Gmünd

Weitere Informationen beim Naturkundeverein Schwäbisch-Gmünd, Münsterplatz 15, 73525 Schwäbisch Gmünd; http://www.nkv-gd.de

Mittwoch, 13. Januar: Die Vegetation der Schlammvulkane von Berca in Rumänien.
Vortrag mit Bildpräsentation von Udo Gedack, gemeinsam mit der VHS.
Beginn 19.30 Uhr, Schwäbisch-Gmünd, Unipark, Gebäude 6, 1. Stock, Arbeitsraum 212/213.

Mittwoch, 20. Januar: Utah, USA – Landschaft und Blumen, gemeinsam mit der VHS.
Vortrag mit Bildpräsentation von Dr. Wolfgang Mack.
Beginn 19.30 Uhr, Schwäbisch-Gmünd, VHS am Münsterplatz, Saal.

Mittwoch, 10. Februar: Blüten in der Wüste – aus der Flora Marokkos.
Vortrag mit Bildpräsentation von Dr. Helmut Haas.
Beginn 19.30 Uhr, Schwäbisch-Gmünd, Unipark, Gebäude 6, 1. Stock, Arbeitsraum 212/213.

Mittwoch, 3. März: Kakteen, Riesenmammutbäume und Seeelefanten – eine Reise durch Kaliforniens Lebensräume.
Vortrag mit Bildpräsentation von Udo Gedack, gemeinsam mit der VHS.
Beginn 19.30 Uhr, Schwäbisch-Gmünd, VHS am Münsterplatz, Saal.

Samstag, 27. März: Blaustern und Wildtulpe-Spaziergang zu den Frühblühern bei Horn, TK 7125/1
Udo Gedack, gemeinsam mit der VHS.
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Parkplatz unterhalb des Federbachstausees; Ende ca. 17.00 Uhr.
Leitung: Udo Gedack, gemeinsam mit der VHS

Samstag, 15. Mai: Knabenkraut und Trollblume – Spaziergang zu den zu den Orchideen im Rotenbachtal, 7224/2.
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Limes-Infostand im Rotenbachtal; Ende ca. 17.00 Uhr.
Leitung: Udo Gedack, gemeinsam mit der VHS

Mittwoch, 19. Mai: An Seen und auf Pässen – aus der Flora des Thian Shan-Gebirges in Kirgistan.
Vortrag mit Bildpräsentation von Dr. Helmut Haas, gemeinsam mit der VHS.
Beginn 19.30 Uhr, Schwäbisch-Gmünd, VHS am Münsterplatz, Saal.

Samstag, 19. Juni: Bergkronwicke und Gelber Enzian – Botanische Wanderung an Schwarzhorn, Jägersteig., TK 7225/3.
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Wanderparkplatz Tannweiler, unterhalb der Reiterleskapelle.
Leitung: Udo Gedack, gemeinsam mit der VHS

Für weitere Informationen und Termine beachten Sie bitte die Homepage.

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Botaniker der Region Ostwürttemberg

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt.
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Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie der Universität Hohenheim

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt. Für weitere Informationen beachten Sie bitte die Homepage.
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Zentralstelle für die floristische Kartierung von Baden-Württemberg, Staatliches Museum für Naturkunde – Abteilung Botanik

Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart – Abteilung Botanik.

Rosenstein 1, 70191 Stuttgart, Dr. Arno Wörz, Tel. 0711-8936-212,
E-Mail: arno.woerz(at)smns-bw.de.

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt.

Für weitere Informationen beachten Sie bitte die Homepage.
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Umweltakademie Baden-Württemberg

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt. Für weitere Informationen beachten Sie bitte die Homepage.
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Schwarzwaldverein

Zur Zeit sind uns keine Termine bekannt.
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Deutscher Naturkundeverein e.V. (DNV)

 

Zur Zeit sind keine weiteren Exkursionen bekannt.

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zuletzt aktualisiert am 22.12.2020