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Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e. V.

13. April 2013

Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e.V.
Publikationsverzeichnis

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland
ISSN 1617-5506

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Band 1, Juni 2001 -79 S., Karlsruhe. Download PDF (12 MB)

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Band 2, März 2003 – 146 S., Karlsruhe. Download PDF (9 MB)

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Band 3, Oktober 2004 – 89 S., Karlsruhe. Download PDF (10 MB)

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Band 4, April 2007 – 128 S., Karlsruhe. Download PDF (17 MB)

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Band 5, Dezember 2008 – 156 S., Karlsruhe..

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Band 6, September 2010 – 116 S., Karlsruhe.

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Band 7, April 2013 – 67 S., Karlsruhe.

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Beiheft 1. Dezember 2004 – 278 S., Karlsruhe. Download PDF (40 MB)

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Beiheft 2. April 2006 – 119 S., Karlsruhe. Download PDF (4 MB)

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland.
Beiheft 3. Dezember 2011 – 69 S., Karlsruhe. Download PDF (15 MB)

Verbreitungskarten für Baden-Württemberg

13. April 2013

Die interaktiven Verbreitungskarten der Floristischen Kartierung von Baden-Württemberg

von ARNO WÖRZ
Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, Rosenstein 1, 70191 Stuttgart, arno.woerz@smns-bw.de

Seit etwa einem Jahr befinden sich auf der Website der Floristischen Kartierung von Baden-Württemberg neben den Verbreitungskarten im jpg-Format auch interaktive Karten, mit denen in eingeschränktem Umfang Datenhintergründe abgefragt werden können. Bei ihnen handelt es sich um Arbeitskarten die den jeweiligen Datenstand widergeben. Sie werden regelmäßig aktualisiert. Der Zugang erfolgt über die Website der Floristischen Kartierung von Baden-Württemberg www.flora.naturkundemuseum-bw.de

Der Button „Verbreitungskarten“ führt sowohl zu den herkömmlichen jpg-, als auch zu den interaktiven Karten. In den letzten Monaten wurden umfangreiche Korrekturarbeiten an der Datenbank durchgeführt, mit denen vor allem viele Fehler bereinigt werden konnten. Diese Korrekturen zeigen sich seit dem letzten Update am 22.2.2013 auch in den Karten. Dennoch sind – wie in jeder Datenbank – noch immer Fehler enthalten. Wenn solche gefunden werden, bittet der Autor um einen kurzen Bescheid.
Bitte beachten Sie: In einigen Fällen gibt es Einträge, in denen Autoren der “Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs” mit Angaben aus dem 19. Jahrhundert zitiert werden, z.B. “Arno Wörz: 1865, Karteiaus-wertung”. Dies geht auf Dateneinträge aus den 1990er Jahren zurück, in denen aus Zeitgründen die Datenhintergründe weggelassen wurden. “Arno Wörz” fungiert in diesem Fall nicht als Kartierer, sondern als Erheber, der die Daten aus anderen Quellen, z.B. Herbar, Karteien, Literatur, etc. gewonnen hat. Das ist irritierend und wir sind dabei, diese Daten allmählich zu bereinigen.
Die Karten lassen sich zur Zeit mit folgenden Browsern aufrufen: Opera, Safari, Firefox, Google Crome, Internet Explorer 9, SeeMonkey.
Unter „Verbreitungskarten“ werden auf der Website folgende Buttons sichtbar:
Verbreitungskarten (jpg)

Die hier publizierten Verbreitungskarten im jpg-Format repräsentieren den Stand 24.4.2010 der Floristischen Kartierung von Baden-Württemberg. Diese Karten werden vorläufig nicht mehr aktualisiert.
Interaktive Verbreitungskarten

Diese interaktiven Karten spiegeln den aktuellen Kartierstand wieder. Sie werden regelmäßig aktualisiert, sind aber derzeit größtenteils noch unkorrigiert. Wir arbeiten an der Durchsicht der Karten. Für Hinweise auf Fehler sind wir dankbar.
Die interaktiven Karten liefern zwei unterschiedliche Pakete von Informationen:
1. Artverbreitungskarten: Diese erhalten Sie, indem Sie den Artnamen oder das Kürzel in das Feld oben links eintragen (lateinisch oder deutsch). Um den ersten und den letzten Nachweis der gewählten Art zu erhalten, klicken Sie mit der linken Maustaste auf den gewünschten Quadranten.
2. Informationen zu einem Quadranten (unabhängig von der ausgewählten Art): Sie erhalten eine chronologisch geordnete Liste aller Kartier-Begänge, indem Sie mit der linken Maustaste auf einen Quadranten der Karte klicken und gleichzeitig die STRG-Taste drücken. Durch einen Klick auf das Feld “Artenliste abfragen” bekommen Sie nach kurzer Wartezeit eine Gesamtartenliste des Quadranten.
Die Top-100

Eine Liste der hundert häufigsten Arten in Baden-Württemberg.
Die Kartierdaten wurden und werden von zahlreichen, überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitern in vielen arbeitsreichen Stunden und Tagen erhoben. Allen Kartierern, die mit so viel Fleiß beigetragen haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir auch künftig auf Ihre Hilfe zählen könnten, um dieses Projekt erfolgreich weiter zu führen, ebenso würden wir uns freuen, wenn der eine oder andere neue Kartierer zu uns stoßen könnte. Auf der Website ist unter dem Button „Formulare“ eine Karte mit dem Namen „Quadranten, für die sich Kartierer gefunden haben“. Hier sind die bereits vergebenen und noch freien Quadranten aufgeführt. Für die noch „freien“ Quadranten suchen wir dringend Kartierer. Wer sich dafür interessiert (und eine entsprechend gute Artenkenntnis hat) kann sich gerne an mich wenden: arno.woerz@smns-bw.de, Tel. 0711/8936212.

Botanische Exkursionen in der Kurpfalz 2012 – Bericht der Regionalgruppe Kurpfalz

13. April 2013

MARKUS SONNBERGER
Nachdem sich in den Vorjahren ein recht fester Exkursionskreis gebildet hatte, beschlossen die Mitglieder der BAS aus dem Rhein-Neckar-Gebiet eine eigene „Regionalgruppe“ mit regelmäßigen Treffen, regionalem Exkursions- und Fortbildungsangebot zu schaffen. Das war 2011. Für 2012 wurde ein ambitioniertes Exkursionsprogramm entworfen, dessen Ziel es war, die mutmaßlichen weißen Flecken der Region nach und nach aufzuarbeiten. Der Schwerpunkt des Exkursionstreibens sollen dabei der Rhein-Neckar-Kreis mit Mannheim und Heidelberg, aber auch die angrenzenden Landkreise sein.
In 2012 kam der Frühling nach dem wochenlangen, starken Kahlfrösten im Februar spät und langsam in die Gänge. Die erste Exkursion war naturgemäß den Frühlingsgeophyten und –annuellen gewidmet.
Am 20. März untersuchten wir die von sandigem Untergrund geprägten Gebiete im Norden von Mannheim-Käfertal. Die Begehung des Käfertaler Friedhofes brachte die erwarteten Gelbsterne, die hier, wie anderenorts noch am ehesten in Strukturrelikten der Altlandschaft, wie eben Friedhöfe, zu finden sind. Zwei Arten waren häufig und auch blühend nebeneinander anzutreffen, nämlich Gagea pratensis und Gagea villosa. Nördlich des Friedhofes fanden wir in Sandackerbrachen und an Wegrändern auch den enzianblauen Veronica triphyllos und Hypochaeris glabra. Ein einjähriges Ferkelkraut, das zumindest bei uns entgegen seines Namens aber meistens behaart ist und daher wohl oft übersehen wurde. Bemerkenswert war auch eine Brache direkt an der Landstraße mit einem großen Bestand des Wald-Ruhrkautes (Gnaphalium sylvaticum), das dort neben Artemisia absinthium dem starken Kaninchenverbiss trotzte.

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Pflanzenpresse Nr. 27 vom april 2013 (23 S.)

13. April 2013

Veranstaltungen und Termine
24. Südwestdeutscher Floristentag
Exkursionberichte
Verbreitungskarten Baden-Württemberg
Vorstand der BAS
Impressum

ISSN 1864-4864

Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland Band 7 (2013) ISSN 1617-5506

1. März 2013

 

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23. Südwestdeutscher Floristentag 2013

23. Februar 2013

Samstag, 28. bis Sonntag, den 29. September 2013 in Karlsruhe.

Der Floristentag 2013 findet im Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe statt, inhaltlicher Schwerpunkt wird der Nordschwarzwald sein.

Angemeldete Teilnehmer bekommen das Tagungsprogramm und weitere Infos zur Tagung und Exkursion rechtzeitig zugeschickt.

Wer einen Vortrag halten möchte, wendet sich bitte bis spätestens 15. August an die Geschäftsstelle der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland, Tel. 0721/9379386, E-Mail: info@botanik-sw.de.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Umwelt-akademie Baden-Württemberg und den Naturschutzzentren

5. Februar 2013

Bestimmungskurse Grünland

Erster Kurs: Mittwoch, 15. (10.00 Uhr) bis Donnerstag, 16. Mai (17.00 Uhr) 2013 und

Zweiter Kurs: Freitag, 17. (10.00 Uhr) bis Samstag, 18. Mai (17.00 Uhr) 2013:

•Geschichte, Vegetation und Funktion des Grünlands in Baden-Württemberg
•Vorstellung von Bestimmungsbüchern, pflanzensoziologischer Literatur, Büchern zur Nutzung von Grünland
•Gefährdungsursachen und mögliche Schutzmaßnahmen
•Exkursionen mit pflanzensoziologischen Bestimmungsübungen zu verschiedenen Grünlandtypen im Naturraum Obere Donau

Leitung: Ute Raddatz (Naturschutzzentrum Obere Donau) und Siegfried Demuth (BAS)
Veranstaltungsort: Naturschutzzentrum Obere Donau, Wolterstraße 16, 88631 Beuron (Landkreis Sigmaringen).
Teilnehmerkreis: Gutachter- und Planungsbüros, Mitarbeiter der Naturschutzbehörden, Naturschutzbeauftragte und -warte, angehende sowie zertifizierte Natur- und Landschaftsführer (BANU) und alle am Thema Interessierten.
Teilnehmerzahl: max. 15
Tagungsgebühr: voraussichtlich 80,- €; zahlbar an das Naturschutz-zentrum Obere Donau.

Anmeldung und Auskunft: Naturschutzzentrum Obere Donau,
Tel. 07466/9280-0, Fax: 07466 – 9280-23,
E-Mail:  info@nazoberedonau.de

Kartierprojekt 7016_4: im Albtal zwischen Busenbach und Neurod – BAS-Exkursionen am 7. und 8. Juli 2012

23. Dezember 2012

THOMAS BREUNIG

Naturraum Schwarzwald-Randplatten, TK 7016/4, Gemeinden Ettlingen und Waldbronn.
7. Juli: Albtal NW, W und SW Bahnhof Busenbach, um R 3459500 / H 5421460, Unschärfe 550 m, 160-180 m ü. NN; Kartierer: Thomas Breunig, Kerstin Bach, Ingrid Brenk, Antje Danner, Uwe Fessenbecker, Norbert Höll, Isis Mogut, Siegfried Schneider, Dietmar Schott.
8. Juli: Albtal bei Neurod und untere Talhänge zwischen Neurod und Etzenrot, um R 3460370 / H 5419670, Unschärfe 400 m, 180-240 m ü. NN; Kartierer: Thomas Breunig, Dieter Kühnen, Karola Wiest.
Viele für den Nordschwarzwald typische Arten, eine bemerkenswert artenreiche Ruderal- und Neophytenflora sowie einige im Naturraum seltene Arten, das war das Ergebnis des Kartierwochenendes am 7. und 8. Juli im Albtal zwischen Waldbronn und Ettlingen. An beiden Tagen wurden zusammen 423 Arten an Farn- und Samenpflanzen festgestellt, davon 256 an beiden Tagen und 167 Taxa an nur einem der beiden Tage.
Kartiergebiet war am 7. Juli der Quadratkilometer mit den Gauß-Krüger-Koordinaten R 3459 / H 5421, am 8. Juli der mit den Koordinaten R 3460 / H 5419. Zu besonders bemerkenswerten Artenvorkommen sind die genauen Koordinaten angegeben, wobei jeweils von den siebenstelligen Werten die im Satz zuvor genannten ersten vier Ziffern weggelassen werden.
Am ersten Tag begann die Exkursion am Bahnhof Busenbach. Land-schaftlich nicht besonders reizvoll, verliefen die ersten 800 m der Exkursion talabwärts durch das Ettlinger Gewerbe- und Wohngebiet an der Pforzheimer Straße. Heide-Nelke (Dianthus deltoides [519/608]), ein großer Bestand der Steinbrech-Felsennelke (Petrorhagia saxifraga [601/619]) und etliche Exemplare des Echten Tännelleinkrauts (Kickxia elatine) im Bereich von Parkplätzen mit Rasengittersteinen waren die ersten bemerkenswerten Pflanzenfunde. Zumindest die beiden erstgenannten Arten dürften aus Einsaaten stammen, von denen ausgehend sie im Nahbereich verwildert in Ruderalvegetation auftraten. Kickxia elatine wurde möglicherweise ebenfalls mit Begrünungssubstrat eingeschleppt.
Einige Meter weiter folgte bei [452/684] der überraschendste Fund des Tages: Auf einem weiteren Parkplatz mit Rasengittersteinen wuchsen über tausend Exemplare des salztoleranten Schlitzblättrigen Wegerichs (Plantago coronopus). Diese bislang in Baden-Württemberg nur unbe-ständig auftretende Art wurde in den letzten Jahren mehrfach an Straßenrändern gefunden, so von Markus Sonnberger an der Autobahn A 6 bei Rauenberg und vom Autor an der Autobahn A 5 bei Karlsruhe und Walldorf; sie zeigt eine gewisse Etablierungstendenz. Weitere für den Naturraum bemerkenswerte Funde waren in dem Gewerbegebiet Dürrwurz (Inula conyzae [523/616]), Norwegisches Fingerkraut (Potentilla norvegica [494/629]), Dillenius’ Sauerklee (Oxalis dillenii) und Zweiknotiger Krähenfuß (Coronopus didymus).
An dem im Gewerbegebiet mit großen Sandsteinblöcken gesicherten Ufer des Busenbachs wuchs die im Naturraum seltene Bruch-Weide (Salix fragilis) sowie ein Exemplar der Hirschzunge (Asplenium scolopendrium [434/725]). In vergleichbarer Standortsituation kommt dieser Farn noch mehrfach in der Umgebung vor, so zum Beispiel entlang des Wettersbachs (TK 7016/24).
Eine typisch ausgeprägte Wegrauken-Gesellschaft am Zaun eines Schrebergartens mit Hühnergehege ergab weitere Artnachweise. Hier wuchsen bei [288/895] Quirlige Borstenhirse (Setaria verticillata), Gänse-Malve (Malva neglecta) und etwa 10 Exemplare der Hohen Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia).

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Artenerfassungsprogramm Forte: Neue Hinweise

22. Dezember 2012

Das Artenerfassungsprogramm Forte kann jetzt von der Internetseite der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg herunter geladen werden unter:
http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de
Natur und Landschaft –>Artenschutz –>Artenerfassungsprogramm
oder http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/31854/

Neu ist im Daten- und Kartendienst der LUBW die Darstellung der Naturräume 4. Ordnung (Haupteinheiten) unter:
http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de
–> Daten- und Kartendienst –> Natur und Landschaft –> Naturräume
Nach dem Öffnen der Karte kann man mit dem Info-Button (i) auf einen der Naturräume klicken und erhält dann Name und Nummer des Naturraums, zum Beispiel 144, Sandstein-Odenwald.

Hodvina, S. 2012: Letzte Nachweise der in Hessen ausgestorbenen oder verschollenen Pflanzenarten. – Botanik und Naturschutz in Hessen, Beih. 11, 341 S.; Frankfurt am Main. ISSN 1867-6804

22. Dezember 2012

von THOMAS BREUNIG
Hodvina, S. 2012: Letzte Nachweise der in Hessen ausgestorbenen oder verschollenen Pflanzenarten. – Botanik und Naturschutz in Hessen, Beih. 11, 341 S.; Frankfurt am Main. ISSN 1867-6804.

In Hessen gelten 143 Gefäßpflanzenarten als ausgestorben oder verschollen. Wann diese Arten das letzte Mal nachgewiesen wurden, war Thema einer umfangreichen Literaturrecherche und Herbarauswertung, die Sylvain Hodvina über einen Zeitraum von vier Jahren durchführte. Publiziert sind die Ergebnisse dieser Studie nun in Beiheft 11 der Schriftenreihe Botanik und Naturschutz in Hessen, welche von der Botanischen Vereinigung für Naturschutz in Hessen (BVNH) herausgegeben wird.

Hauptteil des Werkes ist die Darstellung der artbezogenen Auswertungsergebnisse zu den behandelten 143 Sippen – von Adonis flammea bis Wolffia arrhiza. Sie machen fast 90 % des Seitenumfangs aus.
Hierfür wurden 524 Publikationen ausgewertet und 14 Herbarien aufgesucht, darunter als einziges aus Baden-Württemberg das Herbarium des Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (STU).

Vorangestellt ist eine kurze Einführung, in welcher die Methodik der Erhebungen und die Systematik der artbezogenen Angaben erläutert werden. Außerdem enthält sie eine umfangreiche Tabelle,
aus der ersichtlich wird, wie viele Belege von jeder Sippe in den einzelnen Herbarien gefunden wurden. So stammen zum Beispiel aus Stuttgart 50 der insgesamt 2.119 relevanten Belege.
Abgeschlossen wird die Studie mit einer Zusammenstellung, welche Änderungen sich für die Rote Liste ergeben: Immerhin 46 Arten wurden für eine oder mehrere naturräumliche Regionen Hessens neu als
ehemals vorkommend nachgewiesen, während für 12 Arten in einzelnen Regionen und für zwei Arten in ganz Hessen kein konkreter Nachweis eines ehemaligen Vorkommens ermittelt werden konnte.

Die artbezogenen Auswertungen enthalten jeweils eine Tabelle mit Angaben, welches letzte Nachweisjahr sich durch die Literaturrecherche und durch die Herbarauswertung für die Art in Hessen
und in seinen vier naturräumlichen Regionen ergab, wie viele Nachweise in Hessen und seinen vier naturräumlichen Regionen ermittelt wurden und wie viele ehemals besiedelte Rasterflächen (Quadranten der TK 25) diesen Funden zugeordnet werden konnten.

Danach folgen eine Kommentierung der Befunde sowie detaillierte, nach Naturräumen und Quadranten der TK 25 sortierte Auflistungen der Herbar- und Literaturnachweise.
Schließlich enthält das Werk zu jeder Sippe eine Raster-Verbreitungskarte mit Darstellung der ehemals besiedelten Quadranten.

Um diese detailreiche Zusammenstellung kann man die hessischen Botaniker beneiden. Eine vergleichbare Auswertung wäre auch für die in Baden-Württemberg ausgestorbenen und verschollenen Arten sehr erwünscht, doch ist zu befürchten, dass sich hier niemand finden wird, der eine solch aufwendige Recherche durchführt. Viele der behandelten Arten sind auch in Baden-Württemberg und den anderen angrenzenden Bundesländern ausgestorben, verschollen oder vom Aussterben bedroht, so dass die Ergebnisse nicht nur für hessische Botaniker von Interesse sind. Erfreulich ist, dass sich Sylvain Hodvina nicht mit der akribischen Auflistung der historischen Nachweise begnügt hat, sondern auch eine Einschätzung vorgenommen hat, welchen floristischen Status die ehemaligen Vorkommen besaßen. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass 15 der behandelten Arten überhaupt nicht ausgestorben sind, und zwar weil sie nicht eingebürgert waren sondern ehemals nur unbeständig oder höchstens mit Einbürgerungstendenz vorkamen. Logischerweise können Arten, die regional nie etabliert waren, regional auch nicht aussterben, da kann man dem Autor nur zustimmen.

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