Exkursionsberichte


Kartierung der Torfmoose in Südwestdeutschland

Adam Hölzer

Torfmoose werden oft auch von Bryologen als schwierige Gruppe eingestuft, was aber hauptsächlich daran liegt, dass man zu ihrer sicheren Bestimmung meist zum Mikroskop greifen muss und die Variabilität der Arten entsprechend den ökologischen Bedingungen sehr groß ist. Allerdings ist auch gerade diese Eigenschaft das besonders reizende Element an ihnen. Hat man sich eingearbeitet und die Anfangsschwierigkeiten überwunden, dann lässt sich an wenigen Pflanzen sehr viel über den Standort ablesen. Dies gilt selbst noch für ihre Reste in Jahrtausende alten Torfen.

Im Rahmen der Arbeiten an den „Moosen Baden-Württembergs“ wurden die Kartierungsarbeiten an den Torfmoosen stark intensiviert. Allerdings gibt es immer noch Lücken in den Verbreitungskarten. Auch war das MTB-Raster für weitergehende Aussagen zu grob. Deshalb wurden die Arbeiten fortgesetzt und auch über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus ausgedehnt.

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Kartierexkursion an der Oberen Donau 2006

Annemarie Radkowitsch

Der Arbeitskreis Characeen kartierte am 30.7.2006 im Donautal zwischen Erbach und Ehingen auf den Kartenblättern TK 7724/2, 7724/3 und 7625/3. An den Kartierungen beteiligten sich Hannelore Fancelli, Inge Lenski, Annemarie Radkowitsch und Manfred Wander. Kartiert wurden Gefäßpflanzen und Characeen in der vom Ufer aus erreichbaren Wasser­fläche und am Uferstreifen. Für Characeen war das Gebiet nicht beson­ders ergiebig. Die untersuchten Gewässer waren meist eutroph, zum Teil intensiv von Angelvereinen genutzt oder im Uferbereich so stark mit Gehölzen oder Schilf eingewachsen, dass eine Untersuchung der Wasserpflanzen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht möglich war. Gelegentlich war der Status der Arten in den anthropogen stark beeinflussten Gewässern nicht leicht festzulegen.

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Bericht über die Kartierexkursionen 2006 des AK-Adventivfloristik

Annemarie Radkowitsch

Im Jahr 2006 veranstaltete der Arbeitskreis Adventivfloristik vier Kartier­exkursionen. Außer einer Exkursion nach Bietigheim-Bissingen (TK 7020/4) im milden Neckarbecken führten drei weitere Exkursionen in klimatisch weniger begünstigte Gebiete. In der Hohenloher-Haller Ebene wurde die Flora der Bahnanlagen von Crailsheim (TK 6826/3) erfasst. In der Baar wurden Bahnhof und Bahngelände sowie die Erddeponie von Villingen (TK 7916/2) und am folgenden Tag die Bahnanlagen von Schwenningen (TK 6917/1) kartiert. Am Rande einer Kartierexkursion des AK Geobotanik in der Umgebung von Allmendingen in der Mittleren Flächenalb konnte außerdem eine kleine Artenliste des Bahnhofs Allmendingen (TK 7624/3) erstellt werden.

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(2005) Unterwegs im Hegau und in der Hegaualb

mit Eberhard Koch
Thomas Breunig

Der Hegau mit seinen markanten Vulkankegeln und der nördlich angrenzende Teil der Schwäbischen Alb, die Hegaualb, waren Ziel des BAS-Busexkursion am 17. Juli 2005. Kaum ein Gebiet in Baden-Württemberg besitzt eine so große landschaftliche Vielfalt und eine so reichhaltige Flora wie dieses Gebiet. Und mit Eberhard Koch hatten wir einen hervorragenden Kenner der Hegauflora, der für uns eine sehr abwechslungsreiche Exkursionsroute vom Südrand der Hegaualb durch das Singener Becken über den Vulkanschlot des Mägdebergs bis hin zum Hochrhein bei Gailingen zusammenstellte.

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Kartierwochenende im Nordschwarzwald bei Moosbronn am 9./10. Juli 2005

Thomas Breunig

Die Erfassung der Farn- und Samenpflanzen im Quadranten 7116/3 war Ziel des Kartierwochenendes am 9. und 10. Juli 2005. Dieser zwischen den Orten Bad Herrenalb, Gaggenau und Malsch gelegene Quadrant hat Anteil an den beiden Naturräumen Schwarzwald-Randplatten und Nördlicher Talschwarzwald. Nachgewiesen waren bislang für das Gebiet 335 Sippen (Datenbank des Staatl. Museums für Naturkunde, Stand 2003).
Die erste der vier zwischen 2,2 und 2,7 km langen Exkursionsrouten führte am 9. Juli vom Naturfreundehaus Moosbronn in den Ort Moos­bronn, von dort nach Norden zur Moosbronner Mühle und durchs Moosalbtal zurück zum Naturfreundehaus (435-458 m ü. NN).

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Kartierexkursionen des Arbeitskreises Adventivfloristik im Jahr 2004

(2004) Die Kartierexkursionen des Arbeitskreises Adventivfloristik führten im Jahr 2004 nach Mannheim auf die Friesenheimer Insel und zu den Klärteichen der Zuckerfabrik bei Bad Friedrichshall. An den Exkursionen haben sich beteiligt: U. Amarell, P. Bauer-Kutz, G. Ilgenfritz, I. Lenski, I. Schneider, E. Schubert, H. Streitz, M. Wander, und S. Ziegler.
Zahlreiche neue Arten konnten für die untersuchten Quadranten festgestellt werden. Für Mannheim (TK 6416/4) wurden etwa 267 Arten kartiert. Von diesen waren 77 neu für den Quadranten. Der aktuelle Kartierstand für den Quadranten beträgt nun 612 Arten. Bemerkenswert waren vor allem seltene thermophile Arten im Industriehafen wie Hirschfeldia incana, Plantago lagopus, Silene gallica oder Solanum carolinense, einer neuen Art für Baden-Württemberg (Finder U. Amarell), die derzeit gelegentlich auch als Kübelpflanze im Pflanzenhandel angeboten wird. Außerdem findet sie in der Homöopathie Verwendung.

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Kartierungsexkursionen der BAS in den Buntsandstein-Odenwald

(2004) Bericht zu den Kartierungsexkursionen der BAS in den Buntsandstein-Odenwald am 10. Juli (TK 6520/4) und am 5. September (TK 6421/1)
von Markus Sonnberger

Beide Exkursionen führten in den südöstlichen Teil des Buntsandstein-Odenwalds, auf die als Winterhauch (Naturraum 144.5) bezeichnete Hochfläche zwischen Buchen und Waldbrunn. Es handelt sich um eine insgesamt nur wenig durch Mulden und einige Bachrinnen gegliederte Tafellandschaft über Ablagerungen des Oberen Buntsandstein, die jedoch an ihren nördlichen und südlichen Rändern in die teils tief eingeschnittenen Seitentäler von Main und Neckar abfällt.

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Kartierwochenende im Mittleren Schwarzwald am 26./ 27. Juni 2004

THOMAS BREUNIG

Die Erfassung der Farn- und Samenpflanzen im Quadranten 7514/4 war Ziel des Kartierwochenendes am 26. und 27. Juni. Dieses Gebiet liegt hauptsächlich im Nordrachtal (Mittlerer Schwarzwald, Ortenaukreis). Unter den vollständig in Baden-Württemberg gelegenen Quadranten war er mit 257 Sippen bislang derjenige mit den wenigsten Artnachweisen.
Der Einladung gefolgt waren acht Mitglieder der BAS. Gespannt waren wir darauf, ob das Nordrachtal tatsächlich eines der artenärmsten Gebiete Baden-Württembergs ist, oder ob die geringe Zahl der nachgewiesenen Arten lediglich einen geringen Erfassungsgrad der heimischen Flora dokumentiert. Der Blick auf die reich gegliederte Kulturlandschaft des Nordrachtals stimmte uns bald hoffnungsfroh und ließ viele Neunachweise erwarten.

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(2003) Kartierungsexkursion im Vorderen Odenwald am 27. Juli 2003

Enno Schubert
Der Einladung zur ganztägigen Exkursion waren 9 Mitglieder und Freunde der BAS gefolgt, so dass es vermutlich nur wenigen Sippen entlang des Exkursionsweges gelungen sein dürfte, unerkannt zu „entkommen“. Allerdings hatte die auch zu diesem Zeitpunkt schon seit Wochen anhaltende Trockenheit das Erkennen der Arten erheblich erschwert, was auch durch die Regenschauer nicht wettgemacht werden konnte, die während der Mittagspause und gegen Ende der Exkursion für etwas Erfrischung sorgten.

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